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  Die Entenanalyse: Der gläserne Irrgarten
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Seit einigen Tagen lassen wir ein Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite das 546. Lustige Taschenbuch lesen, das man seit dem 25. Mai bekommen kann und den Titel »Anpfiff in Europa« trägt. Zuletzt war die Micky- und Goofy-Geschichte »Die Ballade eines Reisenden« an der Reihe, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts spielte, einige Probleme jener Zeit anschnitt und alles in allem ganz ordentlich war, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Bei euch kam der Comic sogar noch ein kleines Stückchen besser an als bei uns (während wir die Note 2,8 vergeben haben, liegt der Durchschnitt eurer Abstimmung derzeit bei 2,69). Mit den Ducks auf Schatzsuche ging es weiter.

Der gläserne Irrgarten

Es handelt sich um eine außergewöhnlich junge Geschichte, die dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen wurde: Am 23. September des vergangenen Jahres wurde sie dort erstmals veröffentlicht. Der 26 Seiten lange Dreireiher trug damals den Titel »Zio Paperone e il dedalo invisibile«, was man mit »Onkel Dagobert und das unsichtbare Labyrinth« übersetzen kann. Die Idee zur Story stammt von Roberto Moscato, die Zeichnungen fertigte Roberto Vian an.

Worum geht es?

Nach einem Monat in »Glasovien«, wo sie offensichtlich Dagoberts dortige Lampenfabrik besucht hatten, reisen die Ducks per Hubschrauber Richtung Heimat. Auf einmal prallen sie mit einem unsichtbaren Hindernis zusammen und stürzen ab. Dagobert fällt passenderweise die glasovische Legende vom »unsichtbaren Schloss König Optikos VIII« ein, und dieser soll einen unglaublich wertvollen Schatz besessen haben. Kurzerhand beginnt man danach zu suchen.

Spoiler

Nach einigem Umherirren entdecken die Ducks eine Treppe. Sie steigen hinab und entdecken einen Raum, der durch Lampen erhellt wird, die von selbst leuchten. Einer der Jungs nimmt eine Scherbe des Materials mit, aus dem die Lampen gefertigt wurden. Anschließend finden Tick, Trick und Track den Schatz. Kaum hat man ihn an sich genommen, werden die Ducks von einer Bande von fiesen Ganoven mit Eulengesichtern attackiert. Diese können sich in dem unsichtbaren Labyrinth offensichtlich sehr gut orientieren, und so gelingt es ihnen, die Ducks zu schnappen. Die Ducks werden in einen Käfig gesperrt. Zu ihrem Glück bemerken sie, dass die Eulenfieslinge zwar gut im Dunklen sehen können, sich umgekehrt aber leicht von Licht blenden lassen. Indem sie ihren Bewachern die zuvor eingesteckte Leuchtscherbe vor die Augen halten, können die Ducks entkommen. Sie schnappen sich eines der Fluggeräte, das ihre Gegner benutzt haben, und versuchen damit zu fliehen. Als sie dabei an einer unsichtbaren Brücke hängenbleiben, stürzt der Schatz in einen Fluss und ist verloren. Nachdem sie endgültig entkommen sind, ist Dagobert trotzdem zufrieden: Er plant, das Material der Leuchtscherbe analysieren zu lassen, um billige Lichtquellen herstellen zu können. Die Freude währt jedoch nur kurz: Die Scherbe leuchtet nur wegen der Bodenstrahlung in Glasovien und ist in Entenhausen somit vollkommen nutzlos.

Die Einschätzung

Die Ducks auf Schatzsuche: Das gibt es häufig, das ist häufig aber auch sehr unterhaltsam. In diesem Fall sind die fünf Erpel unfreiwillig und zufällig auf Schatzsuche, was eine ganz allgemeine Frage aufwirft: Warum bezeichnet Dagobert gefundenes Geschmeide eigentlich automatisch als »seinen Schatz« (Seite 86), obwohl es Tick, Trick und Track sind, die ihn gefunden haben? Immerhin befindet man sich hier nicht auf einer von ihm gezielt initiierten Mission, zu der die anderen als Unterstützer mitgenommen wurden. Im Hause Duck sollte man daher dringend mal über die Rollenverteilung sprechen. ;) Sieht man mal davon ab, handelt es sich leider nicht um die beste aller Duck-Schatzsuchen. Die Idee des unsichtbaren Schlosses ist an sich kreativ, zeichnerisch erscheint es allerdings in erster Linie seltsam und befremdlich, die Figuren wahllos in den Bildern verteilt zu sehen. Hinzu kommt noch, dass die Storyline letztlich ziemlich einfallslos ist: Die Ducks finden etwas, Gangster sind schon lange hinter dem gleichen her, die Gangster überwältigen die Ducks, die Ducks entkommen - das hat man gefühlt schon unzählige Male gelesen. Dass die bösen Eulen den Schatz nicht schon vorher selbst gefunden haben, obwohl er augenscheinlich nicht sehr schwer zu finden war, ist im Übrigen auch fragwürdig. Alles in allem war dies für eine Schatzsuche schon ziemlich schwach. Schlussendlich gaben vier unserer Mitarbeiter dem Comic die Note Vier, einmal wurde eine Fünf vergeben. Damit landeten wir beim Durchschnittswert 4,2.


Wie fandet ihr "Der gläserne Irrgarten"?
1
 
 151 (36,0%)
Schulnote 4
2
 
 90 (21,4%)
Schulnote 3
3
 
 60 (14,3%)
Schulnote 5
4
 
 54 (12,9%)
Schulnote 6
5
 
 45 (10,7%)
Schulnote 1
6
 
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz