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  Die Entenanalyse: Der Gespensterdudelsack
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Drei Comics des Lustigen Taschenbuchs, das die Nummer 551 und den Titel »Gefahr für Micky« trägt und seit dem 12. Oktober im Handel ist, haben wir nun schon von einem Quintett an Leserkanonen-Mitarbeitern lesen lassen. Zuletzt war die Heile-Welt-Story »Die Ruhmesrundfahrt« an der Reihe, in der ein Fahrrad-Wettrennen zu einem großen Fest auf die Freundschaft avanciert. An dieser Stelle findet ihr unseren zugehörigen Artikel. Wir empfanden den Comic als maximal durchschnittlich und bewerteten ihn dementsprechend mit der Note 3,6, ihr wart (erneut) deutlich kritischer als wir und habt bisher im Schnitt eine 4,29 vergeben. Mit einem Halloweenbeitrag ging es weiter.

Der Gespensterdudelsack

Noch nicht einmal ein Jahr hat dieser zwölfseitige Dreireiher auf dem Buckel: Pünktlich zum damaligen Halloween wurde er Ende Oktober des vergangenen Jahres im italienischen Magazin »Topolino« erstveröffentlicht. Der Originaltitel »Pippo e la cornamusa spettrale« (Goofy und der gespenstische Dudelsack) kam dem deutschen Namen sehr nahe. Die Idee stammte von Marco Nucci, die Zeichnungen steuerte Fabio Celoni bei.

Worum geht es?

In Goofys Haus wird Halloween gefeiert. Alle Anwesenden - Micky, Minnie, Klarabella, Rudi Ross, Kommissar Hunter und die Inspektoren Issel und Steinbeiß sowie der Hausherr - sind schauerlich verkleidet. Goofy hat eine besondere Überraschung vorbereitet, um für Gruselatmosphäre zu sorgen.

Spoiler

Vom Dachboden hat Goofy den Dudelsack seines Onkels Goofnes mitgebracht. Bei seinem Oheim handelte es sich um einen verhinderten Erfinder: Seine Schöpfungen funktionierten zwar, erledigten aber nicht die gewünschten Aufgaben, sonderen für ganz andere. Eine Maschine, die dem Trocknen von Wolken dienen sollte, erwies sich beispielsweise lediglich als ein Haarföhn. Goofnes legte alle Erfindungen in seinem Haus ab, und nachdem sich seine Gattin von ihm trennte, wurden sie in der Familie verteilt. So landete ein Dudelsack, mit dem es möglich sein sollte, Geister herbeizurufen, bei Goofy. Nun will Goofy das gute Stück ausprobieren. Er entlockt dem Instrument enorm laute missgestimmte Klänge, und die halbe Nachbarschaft nimmt Reißaus. Drei Nachbarn kommen jedoch persönlich vorbei, um sich über die Ruhestörung zu beschweren. Goofy entschuldigt sich und gibt kund, es nicht mehr vorkommen lassen zu wollen. Während Goofy den Dudelsack als nutzlos einstuft, dampfen die drei Nachbarn ab. Sie betreten ihr Haus schlussendlich direkt durch die Wand: Sie sind Geister, der Dudelsack hat sehr wohl funktioniert.

Die Einschätzung

Wir hatten bekanntermaßen vor einiger Zeit festgelegt, dass ein Comic mindestens zehn Seiten lang sein muss, damit wir ihn ausführlich besprechen. »Der Gespensterdudelsack« ist eine jener Geschichten, bei denen wir uns gewünscht hätten, wir hätten die Mindestlänge damals etwas höher angesetzt. Bei I.N.D.U.C.K.S. kommt der Comic irritierend gut weg und zählt zu den zehn Prozent der am besten bewerteten Comics aller Zeiten, wir können jedoch gar nicht nachvollziehen, wie das zustandekommen konnte. Uns erschien es eher so, als habe man auf Krampf nach einer Geschichte gesucht, die zum Halloween-Monat Oktober passt, ohne ernsthaft den Anspruch zu haben, etwas halbwegs gruseliges oder spannendes zu erzählen. Das hier war nicht mehr als ein dürftiger Kurzcomic, der einzig und allein auf den ebenso dürftigen Schlussgag hingeschrieben wurde, und wer eben jenen nicht kommen gesehen hat, der muss echt Tomaten auf den Augen gehabt haben. Zeichnerisch ist »Der Gespensterdudelsack« gewöhnungsbedürftig, doch es dürfte durchaus den ein oder anderen Disney-Fan geben, der diesen Stil mag. Schlussendlich entschied sich jeweils ein Mitarbeiter, den Comic mit den Noten Drei und Vier zu bewerten, die Fünf wurde dreimal vergeben. Damit landeten wir am Ende beim Durchschnittswert 4,4.


Wie fandet ihr "Der Gespensterdudelsack"?
1
 
 146 (35,3%)
Schulnote 6
2
 
 109 (26,3%)
Schulnote 5
3
 
 56 (13,5%)
Schulnote 1
4
 
 42 (10,1%)
Schulnote 4
5
 
 41 (9,9%)
Schulnote 3
6
 
 20 (4,8%)
Schulnote 2
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz