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  Die Entenanalyse: Der Fotoklon
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Am 24. Mai ist das 559. Lustige Taschenbuch erschienen, und sieben der Comics aus »Eine handfeste Erfindung« haben wir von unseren Testlesern bereits durchschmökern lassen. Zuletzt mussten sie sich durch eine Stafette an Kurzgeschichten durcharbeiten. »Die Polka-Platte« erwies sich dabei als eher schwach, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Während ihr bei den vorausgegangenen Storys viel kritischer als wir wart, habt ihr diese Geschichte deutlich positiver als wir gesehen: Unserer Durchschnittsnote 4,0 steht bei eurer Abstimmung bisher die Schulnote 3,3 gegenüber. Mit einer absonderlichen Erfindung geht es nun weiter.

Der Fotoklon

Nicht ganz ein Jahr ist vergangen, seitdem der Comic das Licht der Welt erblickt hat. Am 21. Juli des Jahres 2021 erschien der 28 Seiten lange Dreireiher im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Titel »I Bassotti, Zio Paperone in droni, cloni &... bidoni«. Diesen kann man mit »Die Panzerknacker und Onkel Dagobert in: Drohnen, Klone und ... Gefäße« übersetzen. Alessio Coppola schrieb die Story und setzte sie sogleich auch selbständig in Bilder um.

Worum geht es?

Mit einer Drohne spähen die Panzerknacker aus, dass Dagobert Duck kurz vor einem Treffen mit einem anderen Geschäftsmann steht, bei dem ein Vertrag unterzeichnet werden soll. Sie planen, sich das Zusammentreffen zunutze zu machen.

Spoiler

Dagobert Duck bedient sich derzeit eines neuen Sicherheitsdienstes, dessen technische Betreuung Daniel Düsentrieb und Professor Theo Trübträufl übernommen haben. Die beiden Erfinder waren eine Woche zuvor durch Zufall von 176-167 ausspioniert worden, als dieser nach einem Beinahe-Unfall seine Drohne auf das Auto des Professors angesetzt hatte. Dadurch hatte er mitbekommen, dass Trübträufl ein technisches Meisterwerk gelungen ist: Ein Apparat, mit dem sich dreidimensionale holografische Kopien anfertigen lassen ... und zwar nicht nur durch die Nutzung von Vorlage-Gegenständen. Stattdessen genügen Fotos der Gegenstände ... oder der Personen. Die Panzerknacker überwältigen Trübträufl und fertigen mittels eines Fotos eine 1:1-Kopie von Herrn Grünbein an, des Geschäftsmannes, den Dagobert zur Vertragsunterzeichnung treffen wird. Zwei der Ganoven schleichen sich mit dem Hologramm in den Geldspeicher ein. Tatsächlich kommt es zur Unterzeichnung des Vertrags, und Dagobert kündigt eine große Überweisung an. Die Panzerknacker geben ihm dafür ihre eigene Kontonummer. In der Zwischenzeit kann sich Trübträufl befreien, da der Panzerknacker, der ihn bewachen sollte, mittels des Klongerätes versehentlich das Foto eines Polizisten in das Holgramm eines Schutzmannes verwandelt hatte und flüchtete. Trübträufl ruft Dagoberts Sicherheitsdienst an, und dieser bringt die Panzerknacker zur Strecke, als diese gerade daran scheitern, das Grünbein-Hologramm zu vernichten. Die Gangster werden verhaftet.

Die Einschätzung

Professor Trübträufl kommt so selten in den Comics des Lustigen Taschenbuchs vor, dass wir ihn zunächst (wie schon beim letzten Mal) für einen verkleideten Panzerknacker gehalten haben. Zuletzt tauchte er im Comic Komische Vögel im 536. Lustigen Taschenbuch auf, wenn wir es recht in Erinnerung haben (und unser System nicht lügt). Im Vergleich zum damaligen Comic war dieser hier ein wenig unterhaltsamer, wenngleich die der Story zu Grunde liegende Erfindung - also der Klonautomat - natürlich schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Zumal es wenig sinnreich ist, dass auf der einen Seite 1:1-Hologramme erschaffen werden, auf der anderen Seite Hologramme von Personen & Co. auf Fotos entstehen, obwohl der Logik nach eigentlich 1:1-Abziehbilder der Fotos entstehen müssten. Aber sei's drum, in einem Disney-Comic muss schließlich nicht alles den Grundprinzipien der Logik entsprechen ... zumal die Maschine als Ganzes bereits albern ist, und zumal man sonst auch hinterfragen müsste, warum die Panzerknacker nicht einfach Geld verdoppeln, vervierfachen, verachtfachen und so weiter. Sieht man von alledem mal ab, ist »Der Fotoklon« eigentlich eine ganz unterhaltsame kleine Geschichte, in der die Panzerknacker mal auf eine ganz neue Art und Weise versuchen, an den Zaster des reichsten Erpels der Welt zu gelangen. Endlich mal kein Tunnel, endlich mal kein bloßes Hineinschmuggeln den Raum mit dem Geldbecken, sondern ein Versuch, Dagobert dazu zu bringen, ihnen das Geld direkt zu überweisen - das ist doch mal was. Überragend wird der Comic dadurch nicht, aber immerhin gab es von einem unserer Testleser die Note Zwei, vom Rest eine Drei, so dass wir hier im Schnitt bei der Schulnote 2,8 herauskamen.


Wie fandet ihr "Der Fotoklon"?
1
 
 137 (32,7%)
Schulnote 5
2
 
 89 (21,2%)
Schulnote 2
3
 
 72 (17,2%)
Schulnote 4
4
 
 61 (14,6%)
Schulnote 3
5
 
 42 (10,0%)
Schulnote 6
6
 
 18 (4,3%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 419 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz