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  Die Entenanalyse: Der fliegende Bläuling
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Am 4. Januar ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 554. Diese trägt den Titel »Tag & Nacht im Einsatz« und wird seit gestern von einem Quintett an Testlesern aus dem Leserkanonen-Team durchgeschmökert. Der Auftakt - die Titelstory - war leider ein ziemlicher Schuss in den Ofen, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Bei euch schneidet der Comic bis dato ähnlich mies ab wie bei uns: Wir hatten die Schulnote 4,6 vergeben, bei eurer Abstimmung liegt der Zwischenstand bei 4,48. Auf Oma Ducks Bauernhof geht es nun weiter.

Der fliegende Bläuling

Rund ein Jährchen hat diese Geschichte auf dem Buckel. Sie wurde am 20. Januar des vergangenen Jahres im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Titel »Paperino, Billy e il blunevoso svolazzatore« veröffentlicht. Dieser bedeutet »Donald, Billy und der flatternde Blaue«. Die Idee des sechzehn Seiten langen Dreireihers stammt von Davide Aicardi, die Zeichnungen steuerte Giampaolo Soldati bei.

Worum geht es?

Dagobert, Donald und die Kinder sind bei Oma Duck zu Gast. Als sie gerade einen Kuchen vertilgen wollen, schreit Ziege Billy auf. Der Grund liegt vor Billys Scheune: Ein blaues kartoffelartiges Ding ist im Schnee aufgetaucht.

Spoiler

Zunächst wird vermutet, es handle sich um eine blaue Kartoffel, um einen Meteoriten oder um einen unbekannten urzeitlichen Organismus. In allen Fällen rechnet Dagobert Duck sofort mit sensationellen Geschäftsmöglichkeiten. Das Schlaue Buch bringt schließlich Aufschluss: Es handelt sich um einen »fliegenden Bläuling«, einen besonders seltenen Trüffel, der vom Wind bewegt wird. Dagobert sieht mehr Gewinnmöglichkeiten denn je, doch ehe er sie weiter ausarbeiten kann, befördert ein Windstoß den Trüffel von dannen. Da ihm versprochen wird, dass ein Stück seiner Schuldenliste abgeschnitten wird, heftet sich Donald (mit Billy) an die Fährte des Bläulings. Nach jeder Menge Pech und Tollpatschigkeiten gelingt es Donald (eingefroren in einem riesigen Eisblock), den Trüffel zu schnappen. Als er mit Hilfe von Föhnen enteist wird, schneidet Dagobert tatsächlich ein Stück der Schuldenliste ab ... jedoch ein noch freies Stück der Liste, denn dass auch tatsächlich Schulden erlassen werden, war nie so nie konkret gesagt worden. Als Franz Gans die Tür öffnet, faucht ein neuer Windstoß durchs Haus und wedelt den Trüffel wieder von dannen. Abermals brechen die Ducks zur Suche auf, doch dieses Mal scheitern sie: Ziege Billy hat den Bläuling gefressen.

Die Einschätzung

So viel kann man sagen: Ganz so enttäuschend wie der Auftaktcomic ist »Der fliegende Bläuling« nicht. Das liegt allerdings in erster Linie auch daran, dass man von einer solchen kurzen Slapstick-Gagstory generell nicht viel erwartet. Wobei sie durchaus auch Raum für Fragen gibt, die man sich häufiger mal stellen sollte: Wenn die Familie Duck irgendetwas entdeckt, warum ist dann eigentlich Dagobert Duck derjenige, dem automatisch das Recht zufällt, Kapital daraus zu schlagen? Warum hat er mehr Anrecht auf den fliegenden Bläuling als Dorette, Donald und die Kinder, warum nimmt Donald es einfach hin, dass er für seinen Einsatz praktisch gar nichts bekommt? Wie sehr steht der Rest der Ducks unter Dagoberts Fuchtel?

Den Slapstick, der sich ansonsten durch den Comic zieht, muss man mögen, dann kann man der Geschichte sicherlich auch etwas abgewinnen. Allerdings lässt einen beim Lesen der Gedanke einfach nicht los, dass man die (größtenteils sprachblasenlosen) Seiten auch besser hätte nutzen können. Und mal ehrlich: Wer den Schlussgag nicht vorausgesehen hat, der hat vermutlich noch nie einen Disney-Comic gelesen. Wir waren daher nur mäßig zufrieden: Viermal wurde die Note Vier vergeben, einmal die Fünf. Im Schnitt landeten wir damit bei einer 4,2. Hoffen wir, dass wir mit der Titelstory und dem »fliegenden Bläuling« den schwachen Teil dieses Bandes damit hinter uns gelassen haben und es jetzt aufwärts gehen kann.


Wie fandet ihr "Der fliegende Bläuling"?
1
 
 143 (36,0%)
Schulnote 6
2
 
 115 (29,0%)
Schulnote 5
3
 
 56 (14,1%)
Schulnote 4
4
 
 45 (11,3%)
Schulnote 3
5
 
 21 (5,3%)
Schulnote 2
6
 
 17 (4,3%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz