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  Die Entenanalyse: Der Entenhausener Golfcup
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Momentan lesen fünf unserer Mitarbeiter das 510. Lustige Taschenbuch, das seit dem 14. August im Handel ist und mit »Die Rache des Pharao« überschrieben wurde. Zuletzt hatten wir eine Micky-Maus-Story mit dem zunächst merkwürdig anmutenden Namen »Der Transfoid« thematisiert, wie ihr nach wie vor an dieser Stelle nachlesen könnt. Der nächste Comic, der in dem Band abgedruckt wurde, beschäftigte sich mit Dussel Duck, war jedoch nur fünf Seiten lang, weswegen wir ihn an dieser Stelle nicht ausführlich thematisieren, da wir dafür vor geraumer Zeit eine Mindestlänge von zehn Seiten festgelegt hatten. Dass der Dussel-Duck-Comic dieses Mal so kurz war, gefiel uns ganz gut, denn wer unsere Artikel zu den Lustigen Taschenbüchern regelmäßig verfolgt, der dürfte wissen, dass wir nicht sehr begeistert von den meisten Geschichten mit seiner Beteiligung sind. Skurril an »Die Geschichte seines Lebens« ist, dass die Macher darin im Prinzip durch den Schlussgag ihre eigenen Comics als »Unsinn« diffamieren. Weiter ging es dann mit Donald Duck beim Golfspielen.

Der Entenhausener Golfcup

Der Comic ist rund anderthalb Jahre alt, die Erstveröffentlichung erfolgte am 3. Januar 2017 im italienischen Magazin »Topolino«. Der dreißig Seiten lange Dreireiher trägt den Titel »Paperino e il pentatorneo del Calisota«, was zu Deutsch »Donald Duck und das Fünffach-Turnier von Entenhausen« bedeutet. Erdacht wurde die Story über das Golfturnier von Carlo Panaro, zeichnerisch umgesetzt wurde sie von Stefano Zanchi.

Worum geht es?

Donald hat ein Faible fürs Golfspielen entwickelt und praktiziert dies im Wald, sonderlich gut ist er dabei jedoch nicht. Durch einen missglückten Schlag purzelt der Ball ins Limonadenglas eines Mannes, der in einem Haus auf einer Lichtung wohnt. Der Mann entpuppt sich als Paul Putter, der früher selbst Golfprofi war. Von Donalds Enthusiasmus begeistert, erklärt sich Putter bereit, als sein Trainer zu arbeiten.

Spoiler

Nach einigen Tagen macht Donald große Fortschritte, und so meldet Putter ihn zu einem Zweikampf auf einem Golfplatz an. Donald erringt einen überzeugenden Sieg. Putter organisiert weitere Duelle mit stärkeren Gegnern, und immer wieder geht Donald als Gewinner hervor, so dass Zeitungen alsbald beginnen, über ihn und sein Können zu berichten. Nach einer Weile wird er von Golfexperten als bester Sportler des Jahres eingestuft. Putter überzeugt Donald daraufhin, sich der größtmöglichen Herausforderung zu stellen: Dem Golfcup von Entenhausen, der über 45 Löcher gespielt werden muss. Ehe das Turnier beginnt, gibt es eine Pressekonferenz mit angeschlossenem Fototermin. Bei Letzterem stolpert Donald über seinen Golfschläger und verletzt sich am Ellenbogen. Dieser schmerzt fortan, aber Donald kann zumindest weiter Golf spielen. Das Turnier läuft eine Weile ganz gut, dann aber schmerz der Arm mehr und mehr, und so verliert Donald wertvolle Punkte. Am Ende gewinnt Heinz Holz das Turnier, und Donald wird Zweiter. Vor der Siegerehrung wird die Trophäe gestohlen. Tick, Trick und Track verfolgen den Dieb, und sie rufen Donald, um ihnen zu helfen. Der bringt den Übeltäter zur Strecke, indem er einen Golfball in seine Richtung schlägt und ein Stück Kulisse zu Fall bringt, das dem Flüchtenden vor die Füße fällt. Zu Ehren dieser Heldentat wird der Golfcup von Entenhausen in »Donald-Pokal« umbenannt.

Die Einschätzung

«Der Entenhausener Golfcup« ist ein gutes Beispiel für eine Geschichte, die keine große Spannung braucht, um sich angenehm lesen zu lassen. Statt von der Spannung lebt sie davon, dass man Donald hier dabei erlebt, wie er engagiert an sich arbeitet, sich verbessert und dadurch weiter wächst. Dass er an keiner Stelle zum üblichen »Wut-Donald« wird, auch in dem Moment nicht, in dem er nur Zweiter wird, gibt der Story einen netten Heile-Welt-Anstrich. Und das ist in einer Zeit, in der Zank und Zeter herrscht, ja auch mal etwas Schönes. Hinzu kommt, dass die ganze Golfspielidee mal etwas Neues ist und nicht ein Aufguss der üblichen Storylines, die man immer wieder aufs Neue serviert bekommt, und auch zeichnerisch weiß »Der Entenhausener Golfcup« zu überzeugen. Kurzum: Der Comic mag nicht spektakulär sein, aber er ist einer von der netten Sorte. Am Ende entschieden sich zwei unserer Helfer und Mitarbeiter dafür, ihn mit der Schulnote Zwei zu bewerten, während sich die übrigen Drei aus unserem Quintett an Testlesern auf die Note Drei festlegten. So ergab sich summa summarum der Durchschnittswert 2,6.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz