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  Die Entenanalyse: Der Eisstern
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Am 7. Dezember ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich der 553. Band, der den Titel »Wie alles begann ...« trägt. Wir haben kürzlich damit begonnen, ihn von einem Quintett an Mitarbeitern lesen zu lassen. Mit der Titelgeschichte hatten wir losgelegt und sie für lesenswert befunden, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bis dato ein wenig kritischer als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,4 vergeben haben, ist der Zwischenstand eurer Abstimmung bisher eine 2,79. Allerdings ist es auch nicht überraschend, dass ein paar schlechtere Noten abgegeben werden: Der Comic ist eine Art Prequel des sechzig Jahre alten Gundel-Gaukeley-Debütcomics »Der Midas-Effekt«, und wenn man diesen nicht kennt, dann könnte auch »Wie alles begann ...« ein wenig von seinem Reiz verlieren. Mit einer frostigen Story ging es indessen im Lustigen Taschenbuch weiter.

Der Eisstern

Hierbei handelt es sich um den zweiten und letzten Comic dieses Bandes, der speziell für dieses Lustige Taschenbuch geschrieben wurde. Alles, was anschließend noch folgen wird, wurde dem italienischen »Topolino«-Magazin entnommen. Der sechzehn Seiten lange Dreireiher wurde von Carlo Panaro konzipiert und von Flemming Andersen zeichnerisch realisiert. Der dänische Originaltitel lautete »Snefænomenet«, was »Das Schneephänomen« bedeutet.

Worum geht es?

In Entenhausen hat es massiv geschneit, worüber sich Donald wie ein Schnitzel freut. Dick eingemummelt baut er einen Schneemann, bewirft Nachbar Zorngiebel mit Schneebällen und bricht zum Schlittenfahren auf. Dabei fällt er dem Herausgeber einer Schneezeitschrift ins Auge. Dessen Fotografen sind alle beschäftigt, und das ausgerechnet in dem Moment, in dem im »Eistal« ein besonderes Naturphänomen - ein riesiger Eisstern - zu fotografieren ist. Der Erpel bietet Donald 5.000 Taler, wenn er drei Fotos von dem Stern schießen sollte, und Donald nimmt die Herausforderung an.

Spoiler

Mit einem Schneemobil, das ihm der Verlag gestellt hat, bricht Donald auf. Kurz vor dem Ziel heften sich Wölfe an seine Fersen, die er abschüttelt, indem er seinen Proviant abwirft. Die Wölfe wird er dadurch los, unachtsam wie er ist, donnert er mit seinem Schneemobil dabei jedoch gegen einen Baum. Er schlägt sich fortan zu Fuß weiter durch und stößt auf ein Dorf. Dort erfährt er in der örtlichen Werkstatt, dass sein Schneemobil nicht mehr zu retten ist. Ein neues wäre zu teuer, weswegen er sich Skier für 300 Taler aufschwatzen lässt. Mit diesen erreicht er das Eistal. Dort ist es so kalt, dass sogar seine Gedanken gefrieren. Er findet den gigantischen Eisstern, doch ehe er ihn fotografieren kann, fängt es zu schneien an. Der Schnee gefriert noch in der Luft, und so wird Donald von einem der Eisbrocken getroffen. Ohnmächtig bleibt er liegen, und als er wieder erwacht, ist dicker Nebel aufgezogen, so dass sich kein Foto mehr schießen lässt. Bedröppelt kehrt er nach Entenhausen zurück und kriecht beim Verleger zu Kreuze. Der ist jedoch begeistert und verdoppelt Donalds Honorar: Tick, Trick und Track hatten ihren Onkel die ganze Zeit verfolgt, ihrerseits Fotos geschossen und sie an den Verlag gesendet. Zum Dank für ihren Einsatz spendiert Donald den Kindern jeweils einen dicken (Speise-) Eisbecher.

Die Einschätzung

Nach dem empfehlenswerten Auftaktcomic wird man mit der Geschichte über den Eisstern wieder ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die hier erzählte Geschichte ist zwar nicht schlecht, aber gehörig unspektakulär. Das winterliche Ambiente überzeugt zunächst, doch Donalds Abenteuer spult eigentlich nur eine Kette von Ereignissen ab, die man so oder in ähnlicher Form schon wiederholt erlebt hat. Von Spannung kann dabei keine Rede sein, denn jedes Problem wird binnen einer Seite abgearbeitet und dann durch das nächste ersetzt. Die Auflösung ist sogar das Hauptproblem an dem Ganzen, denn dass die Kinder (wie auch immer sie das gemacht haben sollen) dem motorisierten Donald einfach hinterhermarschiert sind und alles wieder in Ordnung bringen, ist an sich nichts anderes als eine Deus ex Machina. Und der gleiche Effekt spielt sich auch im Kopf des Lesers ab: So wie hier ein Problem geschaffen und direkt wieder weggewischt wird, so liest man die Story durch, nimmt sie achselzuckend zur Kenntnis und wischt sie dann wieder aus den Erinnerungen. Nicht schlimm, aber komplett belanglos. Von einer unserer Mitarbeiterinnen gab es dafür die Note Drei, der Rest vergab eine Vier. Dadurch landeten wir hier am Ende beim Durchschnittswert 3,8.


Wie fandet ihr "Der Eisstern"?
1
 
 148 (36,6%)
Schulnote 4
2
 
 82 (20,3%)
Schulnote 3
2
 
 82 (20,3%)
Schulnote 5
4
 
 32 (7,9%)
Schulnote 2
5
 
 30 (7,4%)
Schulnote 1
5
 
 30 (7,4%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz