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  Die Entenanalyse: Der Düsenschläger
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Am 27. April ist das 545. Lustige Taschenbuch erschienen, und seit einigen Tagen lassen wir es von einem Mitarbeiter-Quintett nach und nach lesen. Drei Comics haben wir inzwischen geschafft. Zuletzt war der Dagobert-Duck-Comic »Schlemmen zum Nulltarif« an der Reihe, in dem sich der reichste Erpel der Welt einen fragwürdigen Wettstreit mit Klaas Klever liefert. Wir empfanden den Comic als ziemlich mäßig, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr wart nicht ganz so kritisch: Während wir die Note 4,0 vergeben haben, liegt der Durchschnitt bei eurer Abstimmung derzeit bei 3,71. Weiter ging es mit Daniel Düsentrieb.

Der Düsenschläger

Hierbei handelt es sich um einen elfseitigen Dreireiher, der am 4. Juli 2018 im italienischen Magazin »Topolino« das Licht der Welt erblickt hatte. Erdacht wurde er von Enrico Faccini, und Faccini hat ihn auch selbst zeichnerisch umgesetzt. Der Originaltitel lautete »Rilassati, Archimede!«, was man mit »Entspann dich, Daniel Düsentrieb!« übersetzen kann.

Worum geht es?

Daniel Düsentrieb und Helferlein befinden sich auf dem Golfplatz, um ein paar Bälle zu schlagen. Daniel Düsentrieb ist dabei jedoch wenig entspannt, denn er muss die ganze Zeit darüber nachdenken, ob es nicht Mittel gäbe, um Golfschläger zu modifizieren. Gesagt, getan: Nur eine Nacht später existiert eine Maschine namens »Düsenschläger«, welche die Platzverhältnisse so analysiert, dass jeder Schlag direkt ins Ziel findet. Zumindest ist das der Plan, aber wie man es bei einer Düsentrieb'schen Erfindung befürchten muss, läuft es nicht so, wie es sich der Ingenieur ausgedacht hat.

Spoiler

Ein Probeschlag befördert nicht nur den Golfball in die Ferne, der Schläger trifft Düsentrieb auch am Kopf und beschert ihm eine große Beule. Um sich zu erholen, legt er sich auf sein Sofa und sieht fern. In der Glotze kommt gerade eine Sondersendung: Sein Golfball hat einen Fernseh-Satelliten getroffen, der nun - warum auch immer - die Personen verwandelt, die in den von ihn übertragenen Live-Veranstaltungen zu sehen sind. Ein Rockmusiker wird auf der Bühne in einen Dudelsackspieler verwandelt, Models in Maurer, Fußballer in Ballettänzer, und so weiter. Da im Fernsehen verkündet wird, dass der Startpunkt des Golfballs ermittelt werden könnte, befürchtet Düsentrieb, er könne gelyncht werden, und so beschließt er zu fliehen. Zu spät: Die Meute der Verwandelten rast bereits auf sein Haus zu. Als er sich ergeben will, wird ihm von einem Nachbarn ein Eimer Wasser ins Gesicht gekippt: Düsentrieb hat alles nur geträumt. Der Golfball hat keinen Satelliten getroffen, sondern das Fenster des Nachbarn. Düsentrieb verlegt sich daraufhin sicherheitshalber aufs Schachspielen (auch wenn ihn dabei sein Erfindergeist ebenfalls nicht rasten lässt).

Die Einschätzung

Irgendwann hatten wir mal festgelegt, dass eine Geschichte mindestens zehn Seiten lang sein müsse, damit wir etwas über sie schreiben. Bei Comics wie diesem hier wünschten wir uns, wir hätten die Grenze damals bei zwölf Seiten festgesetzt, damit wir uns nicht damit auseinandersetzen müssten. Denn das, was hier geboten wurde, war schon ... nun, sagen wir mal: grenzwertig. Dass Düsentrieb etwas erfindet, das den sportlichen Aspekts eines Sports und somit jeden Grund zum Golfen vollkommen außer Kraft setzt, ist die eine Sache. Dass das Treffen eines Satellits all das auslösen soll, was hier ausgelöst wird, ist dann aber so hanebüchen, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Dass sich alles als Traum herausstellt, ändert daran nichts - überhaupt sind »Traumlösungen« in jedem Comic (wie auch in jedem Buch, Film und anderen Medium) einfach immer ein Armutszeugnis, denn sie dienen dem Autor nur als Deus ex Machina, um einer Nonsens-Idee, die sich nicht sinnvoll zu Ende schreiben lässt, wieder zu entkommen. Sorry, aber dieser Comic war grober Humbug. Zum Glück hat er weniger als ein Zwanzigstel des Lustigen Taschenbuchs ausgemacht, dadurch kann man ihn schnell aus dem Gedächtnis streichen und weiterlesen. Eine unserer Mitarbeiterinnen gab dem Comic die Note Vier, der Rest entschied sich für eine Fünf, so dass wir hier beim Durchschnittswert 4,8 herauskamen. Leider entwickelt sich dieses Lustige Taschenbuch damit bis hierhin nicht gerade gut.


Wie fandet ihr "Der Düsenschläger"?
1
 
 166 (44,4%)
Schulnote 6
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Schulnote 5
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 47 (12,6%)
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz