Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.378 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »enie85«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Der Druide ist los!
Werbung:
Das 551. Lustige Taschenbuch mit dem Titel »Gefahr für Micky« ist am 12. Oktober erschienen, und wir lassen es seitdem von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen. Bisher hat sich dies nicht gerade als spaßige Aufgabe erwiesen: Noch keiner der bisher hier besprochenen Comics erwies sich auch nur halbwegs als lesenswert, auf Enttäuschung folgte Enttäuschung. Darin reihte sich auch »Der Gespensterdudelsack« ein, den wir bis hierhin als schlechtesten Beitrag dieses Bandes empfanden, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Abstimmung läuft noch nicht allzu lang, pegelt sich bisher aber auf dem gleichen Niveau wie die von uns vergebene Schulnote ein (4,4 von uns, 4,49 von euch). Ob es mit magischer Unterstützung aufwärts gehen könnte, versuchte der nächste Comic.

Der Druide ist los!

Ausnahmsweise ist dieser Comic weder dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen worden oder speziell für das Lustige Taschenbuch geschrieben worden, vielmehr entstammt er dem italienischen Phantomias-Magazin »Paperink«. Dort wurde er am 5. Januar des Jahres 2019 erstmals abgedruckt. Er stammt aus der Feder von Giorgio Fontana und wurde von Lara Molinari gezeichnet. Der Originaltitel des 21 Seiten langen Dreireihers lautete »Paperinik e l'attacco druidico«, was man mit »Phantomias und der Druidenangriff« übersetzen kann.

Worum geht es?

In Entenhausen wird eine riesige Perle ausgestellt. Das Ganze geschieht unter enormen Polizeischutz, doch dieser nützt nichts: Wie aus dem Nichts zaubert sich ein Druide herbei und verschwindet wenige Augenblicke später mit der Perle. Phantomias versucht den Unhold zu stoppen.

Spoiler

Es bleibt nicht bei dem einen Zwischenfall: Wenig später kreuzt der Druide in der Entenhausener Unversität auf, wo gerade ein uralter Globus restauriert wurde. Phantomias ertappt ihn auf frischer Tat, seine Waffen richten gegen die Magie seines Gegners jedoch nichts aus. Der Druide verschwindet mit dem Globus, hinterlässt dabei aber ein Stück seines Stockes. Mit Hilfe des Bruchstückes konstruiert Daniel Düsentrieb einen Detektor, mit dem sich der Druide bei seinen zukünftigen Auftauchen sofort aufspüren lässt. Nützt nichts: Der uralte Magier stiehlt eine Drohne, wieder kann Phantomias ihn nicht stoppen. Im Wald, wo sich der Druide versteckt, findet Phantomias weiteres Raubgut. Alle gestohlenen Gegenstände sind rund, sie scheinen dem Dieb jedoch nicht so zu gefallen, wie er sich das vorgestellt hat. Die nächste Attacke findet auf einem Sportplatz statt, wo sich gerade die Fieselschweiflinge aufhalten. Phantomias rettet die Kinder vor einem magischen Angriff. Einer der Jungen kann die Sprache des Druiden verstehen und deshalb interpretieren, worum es dem Zauberer geht: Er will einen Ball haben. Phantomias spitzelt dem Druiden einen solchen zu. Kaum hat der Bartträger den Ball, verschwindet er zurück in seine Zeit. Dort vollzieht er mit seinen Kollegen das »magische Ritual«, für das sie extra einen Steinkreis aufgebaut haben: Sie spielen Fußball.

Die Einschätzung

Wir würden ja wirklich sehr gerne etwas Positives schreiben, aber leider reiht sich »Der Druide ist los!« in den ziemlich durchwachsenen Gesamteindruck ein, den dieses Lustige Taschenbuch bis hierhin geboten hat. Dass der an Stonehenge angelehnte Steinkreis den Druiden der Vergangenheit als Fußballplatz diente, ist zwar an sich eine ganz witzige Idee, aber diese ist (natürlich) nicht ausreichend, um den Comic als Ganzes gut finden zu können. Der Rest ist eine Mischung aus ganz schön mageren (und auf Dauer ziemlich nervigen) Sprachgags und einer absolut albernen Grundidee (also nicht das vorchristliche Fußballspiel, sondern die Suche nach einem Ball in der Gegenwart). Zwar beschäftigt sich Phantomias hier endlich mal wieder mit einem (vermeintlichen) Verbrecher anstatt mit sich selbst, aber das Aufeinanderprallen mit ihm ist an keiner Stenne ausgeklügelt und storytechnisch gelungen, sondern einfach nur ein Aufeinander-Abfeuern der jeweiligen Fähigkeiten. Kein Sinn, keine Spannung, gar nichts. Mit Hängen und Würgen entschied sich eine Mitarbeiterin für die Note Drei, und jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf vergeben. Damit landeten wir hier am Ende im Schnitt bei der Note 4,2.


Wie fandet ihr "Der Druide ist los!"?
1
 
 154 (43,4%)
Schulnote 6
2
 
 92 (25,9%)
Schulnote 5
3
 
 40 (11,3%)
Schulnote 4
4
 
 32 (9,0%)
Schulnote 3
5
 
 29 (8,2%)
Schulnote 2
6
 
 8 (2,3%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 355 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz