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  Die Entenanalyse: Der doppelte Donald
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Mehr als die Hälfte des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 547, das den Titel »Ab ans Meer« trägt und seit dem 22. Juni zu bekommen ist, hat unser Mitarbeiter-Quintett bereits hinter sich gebracht. Zuletzt thematisierten wir den Comic »Gerangel um die Villa Rosa«, der eigentlich sehr vielversprechend klang, der unserer Erwartungshaltung jedoch nicht ganz gerecht wurde, da eine Vielzahl kleinerer Störfaktoren zusammenkam. Ihr findet unsere Besprechung an dieser Stelle. Ihr empfandet das »Gerangel um die Villa Rosa« deutlich besser als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 3,4 vergeben haben, ist der Durchschnittswert eurer Abstimmung bis dato eine 2,76. Mit Donald Duck und einem ganz besonderen Panzerknacker ging es weiter.

Der doppelte Donald

Es handelt sich um einen vergleichsweise jungen Comic, denn seine erster Abdruck liegt gerade mal ein Jahr zurück. Die Erstveröffentlichung des 24 Seiten langen Dreireihers erfolgte am 22. April 2020 im italienischen Magazin »Topolino«. Damals trug die von Gabriele Mazzoleni geschriebene und von Valerio Held gezeichnete Bildergeschichte den Titel »Paperino e il ritorno del bassotto trasformista«, was man mit »Donald Duck und die Rückkehr des Wendelin Knack« übersetzen kann.

Worum geht es?

Im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 471 war die Story »Der wendige Panzerknacker« abgedruckt worden, in der Phantomias mit dem Verkleidungsgenie Wendelin Knack konfrontiert wurde. Dieser ist nun zurück, um sich zu rächen. Als Donald Duck verkleidet hat er sich in dessen Haus eingeschlichen. Als der richtige Donald dazukommt, kann Wendelin die Polizei überzeugen, dass es sich bei ihm um einen Einbrecher handelt und er selbst der richtige Donald ist, woraufhin Donald verhaftet wird.

Spoiler

Im Gefängnis trifft Donald auf die Panzerknacker, die auf Wendelin zornig sind, weil er ihnen einst in den Rücken gefallen war. Sie fordern Donald auf, Phantomias dazu zu bringen, Wendelin zur Strecke zu bringen. Damit er mit Phantomias reden kann, helfen sie ihm, aus dem Gefängnis auszubrechen. Donald beschattet zunächst das Verkleidungsgenie. Dagobert fällt auf ihn rein und gibt ihm Geld, mit Zorngiebel verbrüdert er sich. Niemand stellt in Frage, ob er es mit dem richtigen Donald zu tun hat. Um etwas ausrichten zu können, diskutiert Donald mit den Panzerknackern einen Plan. Als Wendelin gemeinsam mit Dagobert zu einem Fest des Milliardärs Baron Brilli geht, wo er eine wertvolle Glasstatue stehlen möchte, begibt sich Donald daraufhin auch dorthin ... und zwar verkleidet als Wendelin. Der reagiert auf den Anblick seines (augenscheinlich ziemlich dilettantischen) Abbildes so wütend, dass er sich die Maske vom Gesicht reißt und seinen ganzen Plan zugibt. Wendelin wird verhaftet. Die ebenfalls anwesenden anderen Panzerknacker nutzen den Trubel, um ihrerseits die Glasstatue zu stehlen. Das führt zum dicken Ende für Donald: Baron Brilli und Dagobert werfen ihm vor, die Panzerknacker mitgebracht zu haben, und so hetzen sie ihn durch die Straßen der Stadt.

Die Einschätzung

Verkleidungen in Entenhausen sind ein faszinierendes Phänomen. Donald kann sich als eine kleine Maske ins Gesicht binden und niemand erkennt, wer Phantomias ist. Auf der anderen Seite klemmt sich ein dicker braunhaariger Panzerknacker einen Umschnallschnabel ins Gesicht, und selbst die engsten Verwandten halten ihn für Donald Duck. Ist das eigentlich ein furchtbar alberner Running Gag? Da der Comic von A bis Z auf eben jenem mutmaßlichen Running Gag basiert, kann man sich sicher leicht vorstellen, wie dümmlich er bis zum Ende wirkt. Und das ist nicht das einzige Problem - wie viele Jahrzehnte klingt es beispielsweise schon nach einer törichten Idee, dass der Oberbösewicht einfach unerzwungen seinen ganzen Plan ausplaudert? So etwas ist immer nur eine schwache Maßnahme, die man ergreifen muss, wenn man keine kreative Idee hat, eine Situation aufzulösen ... zumindest wirkt es so. Insgesamt also ein ziemlich abstruses Machwerk. Einen gewissen Unterhaltungseffekt kann man nur dann daraus beziehen, wenn man den Kopf vorübergehend abschaltet und sich mental darauf vorbekommt, einfach nur Quatsch präsentiert zu bekommen, der nicht mehr sein möchte als das. Am Ende bewerteten drei unserer Mitarbeiter den Comic mit der Note Vier, die anderen beiden mit einer Fünf, so dass wir hier beim Durchschnittswert 4,4 herauskamen.


Wie fandet ihr "Der doppelte Donald"?
1
 
 124 (34,8%)
Schulnote 4
2
 
 64 (18,0%)
Schulnote 1
2
 
 64 (18,0%)
Schulnote 3
4
 
 44 (12,4%)
Schulnote 5
5
 
 32 (9,0%)
Schulnote 6
6
 
 28 (7,9%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 356 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz