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  Die Entenanalyse: Der Börsenmagier
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Schon vier Comics aus dem aktuellen Lustigen Taschenbuch haben wir durch fünf Mitarbeiter unserer Webseite lesen lassen, und nach wie vor warten wir auf die erste Geschichte, bei der es sich wirklich lohnt, sie zu lesen. Der zuletzt von uns thematisierte Comic »Abgedampft« war sogar noch schwächer als die vorausgegangenen, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Nun ging es mit Dagobert Duck und seinem Butler weiter. Die Rede ist hier im Übrigen vom 511. Lustigen Taschenbuch, das seit dem 11. November im Handel ist und »Gauner im Goldrausch« heißt.

Der Börsenmagier

Der 26 Seiten lange Dreireiher ist dreieinhalb Jahre alt: Er wurde am 21. April 2015 in der damaligen Ausgabe des italienischen Comicmagazins »Topolino« erstmals veröffentlicht. Die von Federico Buratti geschriebene und von Francesco Guerrini zeichnerisch umgesetzte Story trug damals den Titel »Battista mago della finanza«, was zu Deutsch »Baptist: Zauberer in Finanzfragen« bedeutet.

Worum geht es?

Nachdem ihm (mal wieder) eine minimale Gehaltserhöhung ausgeschlagen wurde, geht Dagobert Ducks Butler Baptist zu einem Markt, um dort einzukaufen. Dort begegnet er zwei Börsenspekulanten, die sich darüber unterhalten, in welche Anlagen man am besten Geld stecken könnte, einen sehr guten Investitionstipp. Fortan gibt er den beiden immer wieder lohnenswerte Ratschläge, ohne dass er ahnt, dass die beiden für Klaas Klever arbeiten.

Spoiler

Nach und nach fällt Klaas Klever auf, dass seine beiden Angestellten viel besser wirtschaften denn je. Da er mutmaßt, dass etwas an deren frisch gewonnener Expertise faul sein könnte, lässt er sie beschatten. Sein eigener Butler Anwantzer sieht daraufhin, dass die beiden sich mit Baptist in einem Park treffen. Sofort fährt Klever dorthin. Im gleichen Moment taucht dort auch Dagobert Duck auf. Klever bietet Baptist an, fortan für ein fürstliches Gehalt für ihn zu arbeiten. Baptist will seinem bisherigen Chef loyal bleiben, nachdem dieser ihm jedoch lediglich eine Gehaltserhöhung von fünfzig Kreuzern pro Jahr in Aussicht stellt, nimmt er Klevers Angebot an. Dagobert stellt stattdessen die beiden anderen Finanzexperten ein, die Klever bei der Gelegenheit gefeuert hat. In Klevers Dunstkreis begegnet Baptist jeder Menge Protz: Sein neuer Chef besitzt unzählige teure Autos, lässt Kaviar servieren, hat hunderte Anzüge und eine Super-Yacht. Über all diesen Pomp ist Baptist so bestürzt, dass er flüchtet. Auf einem Wochenmarkt begegnet er den beiden Finanzexperten wieder, die inzwischen nicht mehr für Dagobert arbeiten, da sie zu sehr von ihm herumkommandiert wurden. Aus ihnen sind inzwischen Markthändler geworden. Nachdem Baptist hört, dass Dagobert in der Zwischenzeit immer wieder von ihm geschwärmt hat, begibt er sich zurück zu seinem alten Chef. Der stellt ihn wieder an und zahlt ihm zehn Taler mehr Lohn pro Monat. Fortan sind alle wieder zufrieden, und seine Börsentipps gibt Baptist fortan der reichsten Ente der Welt.

Die Einschätzung

Kritikpunkte gibt es dieses Mal tatsächlich nur in marginalem Ausmaße. Dass Dagobert Duck am Kauf von Unternehmen (oder Anteilen) arbeitet, die bereits das »Duck« im Titel tragen, ist beispielsweise seltsam. Aber das ist nur eine belanglose Randnotiz, die spätestens ab dem ersten eingebauten Gag, nämlich einem Geizmoment (laut Dagobert riecht der von Baptist zubereitete Tee verdächtig stark nach Tee, ganz so, als wäre unverzeihlicherweise ein neuer Teebeutel verwendet worden (was schlussendlich nicht der Fall war)). Das Beste an der Geschichte war jedoch ihre Warmherzigkeit und die Art und Weise, in der hier dargelegt wurde, wie sehr Baptist und der alte Geizkragen doch zusammenpassen und zusammengehören. Überhaupt ist es schön, zusehen zu können, wie Baptist mal auf eine solche Weise gewürdigt wird, nämlich als absolut gutherzig auf der einen Seite, auf der anderen auch als ein ganz schön schlauer Fuchs. Keine Frage: Dieser Comic ist absolut nicht spannend, aber in dem Fall war das eben auch nicht das Ziel, vielmehr ging es hier einfach nur um das Verhältnis von Charakteren zueinander. Sehr schön umgesetzt, und so wurden am Ende von unseren Mitarbeitern jeweils einmal die Noten Eins und Zwei vergeben, und dreimal gab es eine Drei. Das ergab summa summarum den Durchschnittswert 2,4. Womöglich waren wir nach all den schwachen vorausgegangenen Comics aber auch ein wenig großzügiger als sonst, denn bei I.N.D.U.C.K.S. wurde »Der Börsenmagier« eher mäßig eingestuft. ;)
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz