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  Die Entenanalyse: Der Antiglückszauber
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Das Lustige Taschenbuch mit der laufenden Nummer 550 und dem Titel »Reise zur Erdmitte« ist seit zwei Wochen im Handel, und wir lassen es seitdem von fünf Mitarbeitern und Helfern unserer Webseite nach und nach lesen. Zuletzt waren wir beim Dagobert-Duck-Comic »Im Sparverein« angekommen. Dieser hatte sich in erster Linie als merkwürdig herausgestellt - nicht gänzlich ohne Unterhaltungswert, aber in vielerlei Hinsicht seltsam. Unsere Zusammenfassung findet ihr an dieser Stelle. Als nächstes stand ein weiterer Dagobert-Auftritt auf dem Plan, dieses Mal jedoch mit dem Rest der Familie im Schlepptau.

Der Antiglückszauber

«Gastone e la fortuna stregata« hieß dieser Comic, als er am 13. November des Jahres 2019 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt wurde. Man kann den Titel grob mit »Gustav Gans und das weggezauberte Glück« übersetzen. Das 35 Seiten lange Werk wurde von Gaja Arrighini ersonnen, deren letzter von uns besprochener Comic (Wenn das Sofa ruft) gar nicht mal so schlecht war. Vitale Mangiatordi steuerte die Zeichnungen bei.

Worum geht es?

Gundel Gaukeley will es mal wieder mit Dagobert aufnehmen: Sie plant, den Glückszehner zu verhexen und ihm den glücksbringenden Effekt zu nehmen, um Dagobert damit zu erpressen. Der reichste Erpel der Welt hat gerade Donald, Daisy und Gustav herbeigerufen, da er sie als Vertretung während einer Geschäftsreise einsetzen möchte. Dadurch trägt es sich zu, dass Gundels Anschlag auf den Glückszehner nicht das Geldstück, sondern Gustav Gans trifft. Fortan muss das Schoßkind des Glücks ohne jedes Glück auskommen.

Spoiler

Gustavs neue Lebenswirklichkeit stellt sich sofort ein: Gewinne werden zurückgezogen, ein Chauffeur kommt nicht wie geplant, beim Einkaufen versagt er an seinen eigenen Unzulänglichkeiten und wird des Ladendiebstahls bezichtigt, und dann wird ihm auch noch der Zugang zum eigenen Haus verwehrt, da er mit der Miete in Verzug ist. Daisy unterstützt ihn bei seinen Misslichkeiten so gut, wie es geht, was Donald schwer aufstößt. Er beschließt deshalb, Gundel zu kontaktieren und sie aufzufordern, den Zauber umzukehren. Als Daisy Gustav bei ihm einquartiert, reist er selbst an den Vesuv ... doch der Versuch schlägt fehl, er wird in einen Frosch verwandelt. Nach einer Weile kehrt sich der Zauber wieder um, und auch Gustavs Glück kehrt zurück. Da es ihm gefallen hatte, bedient zu werden, spielt er seine Pechsträhne künstlich weiter. Donald wird zusehends wütender. Als die drei eines Tages wieder in den Geldspeicher zurückkehren, beginnt er mit dem Glückszehner herumzuspielen, um Gundels Erscheinen zu provozieren. Diese taucht im gleichen Moment auf, in dem Gustav sein Schauspiel nicht mehr aufrecht erhalten kann und es sich offenbart, dass er wieder Glück hat. Donald ist nun nicht mehr auf Gundels Hilfe angewiesen. Stattdessen lässt er seinen aufgestauten Zorn an ihr aus, indem er mit einem Gewehr auf sie schießt. Was ist das für eine Message? Am Ende widmet sich Gustav wieder seinen Gewinnen, während Donald, Daisy und Dagobert im Geldspeicher picknicken.

Die Einschätzung

Dass Gustav Gans aus irgendeinem Grund sein Glück einbüßt, ist ... nun ja, nicht gerade die neueste Storyidee. Dass das Ganze dieses Mal jedoch mit einem magischen Fehlschlag von Gundel Gaukeley kombiniert wurde, ist aber immerhin eine nette neue Variante. Und dass sich daraus eine Story entwickelt, in der Daisy (Warum genau wollte diese eigentlich einen Friseur besuchen?) Gustav so gut wie möglich umsorgt, ist auch ein ganz ordentlicher Einfall. Schade ist, dass dabei fast alle Beteiligten negative Charakterzüge an den Tag legen: Gustav nutzt Daisy aus, Donald ist gegenüber Gustav missgünstig und geht unachtsam mit dem Glückszehner um, Dagobert behandelt alle Familienmitglieder von oben herab, und Daisy missachtet ihren Verlobten. A propos: So eine eindeutige Positionierung, dass Donald ihr Verlobter und Gustav »nicht mehr als nur ein guter Freund« ist, hat man von Daisy selten gehört. Schlussendlich trifft hier eine Aussage zu, die man auch über den Comic zum »Sparverein« treffen konnte: Unterhaltsam ist das Gesamtwerk trotzdem irgendwie, auch wenn man ganz deutlich sieht, dass es diverse Defizite gibt. Nach einem Sprechblasen-Faselfehler im vorausgegangenen Comic wurde übrigens auch in der Geschichte über den »Antiglückszauber« ein Fehler eingebaut: Im dritten Panel auf Seite 184 wird Gustav Gans als »Herr Duck« bezeichnet. Am Ende entschieden sich jeweils zwei unserer Mitarbeiter für die Noten Drei und Vier, einmal wurde eine Fünf vergeben. Summa summarum landeten wir damit im Schnitt bei der Schulnote 3,8.


Wie fandet ihr "Der Antiglückszauber"?
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 186 (43,5%)
Schulnote 3
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Schulnote 4
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 48 (11,2%)
Schulnote 5
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Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz