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  Die Entenanalyse: Das Zeitportal
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Im April hatten wir hier die Comics des 557. Lustigen Taschenbuchs unter die Lupe genommen. »Spaß im Looping« erwies sich - vorsichtig ausgedrückt - als nicht gerade empfehlenswert. Als unbedingtes Lese-Muss konnte man eigentlich gar keine der enthaltenen Geschichten einstufen, dafür waren mit Das Weltaurant, Die Riesenmieze und Ein Klick zum Glück gleich drei Machwerke enthalten, die so mies waren, dass man glatt einen Bogen darum machen sollte. Eine Zusammenfassung unserer Besprechungen findet ihr an dieser Stelle. Seit dem 26. April gibt es mit »Das Zeitportal« nun einen neuen Band, und auch diesen lassen wir von einem Quintett an Mitarbeitern unter die Lupe nehmen. Mit der Titelgeschichte geht es hier und heute nun los.

Das Zeitportal

Abgesehen von einem Einseiter am Ende des Bandes ist dies hier die einzige Geschichte dieses Lustigen Taschenbuchs, die nicht aus dem Italienischen übersetzt und dem »Topolino«-Magazin entnommen wurde, sondern speziell für das Lustige Taschenbuch und seine europäischen Pendants geschaffen wurde. Immerhin 36 Seiten ist dieser Dreireiher lang. Er wurde von Gorm Transgaard geschrieben und von Andrea Freccero gezeichnet.

Worum geht es?

Beim Herumtollen im Wald entdecken Tick, Trick und Track einen seltsamen Würfel. Sie nehmen ihn nach Hause, wo Donald einen Knopf an dem Gegenstand drückt. Ein Portal öffnet sich, aus dem ein Dinosaurier schlüpft. Es droht also Gefahr, und so beschließt man, dass die Expertise eines schlauen Erfinders benötigt wird.

Spoiler

Daniel Düsentrieb ermittelt, dass es sich um eine Anleitung handelt, die den Nutzer auffordert, eine Reihe von ungewöhnlichen Gegenständen aus verschiedenen Zeitepochen zu beschaffen. Befolgt man die Anweisungen nicht, wird sich das Portal dauerhaft vergrößern, und das Ende der Welt stünde bevor. Kleiner geht's halt nicht. Donald Duck wird durch das Portal geschickt, um die Aufgaben abzuarbeiten. Zunächst besorgt er ein Radio aus den fünfziger Jahren, indem er dem eigentlichen Besitzer zeigt, wie man Frisbee spielen kann. Scheint so, als soll mit dem Radiobesitzer Richard Knerr gemeint sein. In der Kreidezeit besorgt Donald unter Einsatz seines Lebens ein Dinosaurierei, dann drücken die Macher der Geschichte auf die Tempotaste und arbeiten zahlreiche historische Themen im Schnelldurchlauf ab. Am Ende verwandelt sich jedes erbeutete Artefakt in einen Edelstein und heftet sich an dem Würfel an. Nachdem alles erledigt wurde, spuckt das Gerät die Meldung aus, dass damit Level Eins abgearbeitet wurde und es nun Zeit für einen schwierigeren Level sei. In dem Moment landet ein Raumschiff mit Aliens, und die Herkunft des Würfels wird offenbart: Es handelt sich um das Lernspielzeug eines außerirdischen Jungen. Er nimmt es an sich, und die Welt ist gerettet.

Mmmh ... okay!?

Die Einschätzung

Mit dem Auftakt des neuen Bandes waren wir - gelinde gesagt - nicht zufrieden. Dabei drehte sich im Laufe der Geschichte der Anlass, der uns am meisten störte. Auf den ersten Seiten war es die gewählte Sprache, bei der auf Krampf versucht wurde, sich an einer jungen Zielgruppe anzubiedern, was aber eher beschämend als gelungen rüberkam. Mit zunehmender Seitenzahl rückte dann die eigentliche Storyline in den Fokus unserer Unzufriedenheit. In den reinen Egmont-Parts der Lustigen Taschenbücher, also den Teilen, die nicht aus italienischen Magazinen übernommen werden, fällt bisweilen ein sehr begrenzter Themenhorizont auf. Zeitreisen kommen pausenlos vor, Schnitzeljagden werden häufiger veranstaltet als auf Kindergeburtstagen, Dinosaurier gibt es in Hülle und Fülle, Aliens sind ständig auf der Erde zu Besuch (oder die Ducks bei Aliens) ... und so weiter, und so fort. »Das Zeitportal« machte auf uns den Eindruck, dass sich die Macher am Egmont-Setzkasten bedient hätten und auf Teufel-komm-raus jedes einzelne Standardthema mal kurz zusammengeschmissen haben. Und wer schon mal ein Snickers, einen Becher Ben & Jerrys, ein paar Gummibärchen und ein Fischstäbchen in einen fertig zubereiteten Döner mit extra scharfer Soße gestopft hat, der weiß: Nicht alles, was einzeln gut ist, passt auch gut zusammen. Manchmal kommt einfach nur ein zerschredderter Haufen Storykonfetti raus. Und um obendrein zu verstehen, inwiefern der komische Kasten ein pädagogisches (!) Spielzeug sein könnte, muss man vermutlich auch erstmal wie ein Alien denken können. Am besten wie Q. Kurzum: Ein ziemliches Trauerspiel. Von zwei Mitarbeitern unserer Seite gab es die Note Vier, vom Rest setzte es die Fünf, so dass unser Quintett im Schnitt bei einer 4,6 landete. Na das kann ja heiter werden ...


Wie fandet ihr "Das Zeitportal" (den Comic, nicht den ganzen Band?
1
 
 193 (47,5%)
Schulnote 6
2
 
 72 (17,7%)
Schulnote 5
3
 
 55 (13,5%)
Schulnote 4
4
 
 41 (10,1%)
Schulnote 1
5
 
 35 (8,6%)
Schulnote 3
6
 
 10 (2,5%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 406 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz