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  Die Entenanalyse: Das Wolkenkommando
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Seit exakt einer Woche gibt es ein neues Lustiges Taschenbuch, nämlich die Nummer 518 mit dem Titel »Das Schlaue Buch in Gefahr«. Zuletzt thematisierten wir hier den darin abgedruckten Comic »Glückspilz hinter Gittern«, der eigentlich jede Menge Potenzial hatte und mit neuen Ansätzen aufwartete, aber dennoch nicht so sehr überzeugen konnte, wie es möglich gewesen wäre. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Als nächstes stand ein Micky- und Goofy-Comic auf dem Plan.

Das Wolkenkommando

Rund zwei Jahre hat diese Geschichte auf dem Buckel, denn die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 22. März des Jahres 2017. Damals trug der zwanzig Seiten lange Dreireiher den Titel »Topolino e le Artinuvole«, zu Deutsch »Micky Maus und die Wolken«. Er zählt zur Reihe »La storia del arte« (Die Geschichte der Kunst), die von Roberto Gagnor geschrieben wurde. In diesem Fall war Stefano Zanchi für die Zeichnungen verantwortlich.

Worum geht es?

Ein mysteriöser Verbrecher namens Zirro Stratus schickt Komplizen aus Rauch und Nebel durch Entenhausen, um Überfälle zu begehen. In der Halle, in der die Polizei ihn vermutet, befindet sich jedoch nur ein Künstler namens Aurel Adrian Altonimbus, der Wolken mit Hilfe chemischer Substanzen kreiert. Er ist harmlos. Goofy, der gemeinsam mit Micky beim Zugriff der Polizei war, entschließt sich, noch ein Weilchen bei ihm zu bleiben. Tags darauf herrscht in der Halle Chaos: Offenbar hat es hier einen Überfall und eine Entführung gegeben.

Spoiler

Aurel hat mit seinen künstlichen Wolken Pfeile geschaffen, die zum Himmel zeigen und verdeutlichen, wohin er entführt wurde. Micky steigt in einen Flieger und folgt ihnen. Dabei wird er verfolgt. Am Himmel wird er von wütenden Riesenwolken attackiert und von seinem Verfolger gerettet, der sich als Gamma herausstellt. Gamma berichtet, dass Aurel in Wirklichkeit Lambda Phi Delta heißt und - genau wie Gamma - aus der Zukunft stammt. Er ist in die Gegenwart gereist, um Wolkenbilder in der Malerei zu studieren. Micky und Gamma werden schließlich von einer besonders riesigen und besonders grimmigen Wolke verschluckt, die sich als das »Mutterschiff« von Zirro Stratus herausstellt. Letzterer ist eigentlich der maskierte Kralle. Er hatte Aurel alias Lambda mehrere Monate zuvor beobachtet und seine Maschine kopiert. Nun hat er viele Krieger aus Wolken erschaffen, um die Welt zu erobern. Micky und Gamma werden zu Lambda und Goofy gesperrt, die sich in einer aus Wolken erschaffenen Zelle befinden. Goofy stellt fest, dass er die »Gitterstäbe« verformen kann, wenn er sich nur vorstellt, dass sie aus Zuckerwatte seien. Auch Kralles Krieger lassen sich mit der Kraft der Gedanken in friedliche Wattewölkchen verwandeln. Am Boden ist Kralle gerade dabei, Entenhausen zu erobern und Kommissar Hunter den Rest zu geben. Mit Hilfe der Kraft von Goofys Gedanken wird Kralles Armee unschädlich gemacht, und am Ende können Micky und Goofy friedlich Wolken beobachten.

Die Einschätzung

«Das Wolkenkommando« war mal wieder einer jener Comics, denen man zugute halten kann, dass ihnen eine Idee zugrunde liegt, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat, die dann aber in der Story nicht so recht zu zünden will - oder in dem Fall zu abstrakt war, um wirklich richtig gut zu unterhalten. Wenn man großzügig mit ihr umgeht, kann man den Comic als Metapher verstehen, denn beim Anschauen von Wolken - wie beispielsweise auch beim Anschauen von Kunstwerken, denn der Comic zählt ja zur Reihe über die Kunstgeschichte - liegt der Sinn stets im Auge des Betrachters und kann dementsprechend vollkommen verschieden sein. So ist es hier mit Goofy geschehen. Dass sich seine Sicht der Dinge »materialisiert«, ist dennoch nicht erklärbar. Von daher ist dies hier ein Comic für Leser »mit Spezialinteressen«, würden wir sagen. Da wir Comics nicht mit einem spirituellen Auge betrachten, sondern rein nach dem Unterhaltungswert urteilen, können wir hier leider wieder keine überragende Wertung abgeben. Dafür war das alles ein Stück zu seltsam. Auch der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig - modern und farbenfroh, aber er sieht eben auch eher kalt und computergeneriert als mit Liebe gezeichnet aus. Letztlich bewerteten alle fünf Mitarbeiter das »Wolkenkommando« mit der Note Vier - so viel Einigkeit erreichen wir selten. Die Durchschnittsnote war dementsprechend eine 4,0, auch wenn es eigentlich überflüssig ist, dies speziell herauszustellen. ;)
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz