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  Die Entenanalyse: Das Unglückshuhn
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Dieser Tage lesen wir nach und nach die Comics des 522. Lustigen Taschenbuchs. Dieses ist am 16. Juli erschienen und trägt den Titel »Sommerferien auf dem Mond«. Nach diversen Science-Fiction-Storys waren wir zuletzt bei dem Kurzcomic »Eine wahre Tragödie« angelangt, mit dem jungen Lesern offenbar nahegebracht werden sollte, was sie erwartet, wenn sie das Theater besuchen, um sich eine Tragödie anzuschauen. Nun ... man kann sagen, dass es nicht gerade Werbung für diese Form des Dramas war. Unsere Meinung könnt ihr an dieser Stelle nachlesen. Die nächste Story führt die Leserschaft mitsamt den Ducks nach Mexiko.

Das Unglückshuhn

Gerade mal ein Jahr hat diese Geschichte auf dem Buckel, die Erstveröffentlichung erfolgte am 23. Mai des vergangenen Jahres im italienischen Magazin »Topolino«. Damals trug der dreißig Seiten lange Dreireiher den Titel »Paperinik e la gallina infausta«, was man mit »Phantomias und die wenig Glück verheißende Henne« übersetzen kann. Die Geschichte stammt von Marco Bosco, alles Zeichnerische erledigte Graziano Barbaro.

Worum geht es?

Die mexikanische Milliardärin Dolores de Dolares y Pesetas, der wir zuletzt vor vier Wochen in dem Comic Der falsche Neffe begegnet waren, feiert Geburtstag. Dagobert reist dazu gemeinsam mit Donald zu ihr nach Mexiko. Unter anderem ist auch Klaas Klever unter den Partygästen. Um gute Geschäfte abschließen zu können, hat sich Dagobert nicht lumpen lassen und eine teure Kristallhenne gekauft, die er der Doña schenken möchte. Als ihr das (noch ungeöffnete) Paket übergeben wurde, erfährt Dagobert, dass die Doña das Schenken von Kristallhennen als furchtbare Beleidigung ansieht.

Spoiler

Dagobert schickt Donald in die Stadt, um ein anderes teures Geschenk zu kaufen. Er entscheidet sich für eine Vase. In der Nacht tauschen die Ducks ihr (immer noch ungeöffnetes) Geschenk aus. Als Donald das Paket mit der Kristallhenne in den Kofferraum ihres Wagens legt, belauscht er ein Gespräch zwischen Klaas Klever und Anwantzer, durch das er erfährt, dass die beiden selbst eine Kristallhenne gekauft haben, um sie gegen Dagoberts Geschenk auszutauschen, damit dieser vor der Doña blamiert wird. Mittels eines Phantomias-Hilfsmittelchens schleicht sich Donald erneut in den Geschenkeraum und filmt Klever und Anwantzer beim Tausch der Kartons. Ehe er wieder verschwinden kann, wird er von einem Enterhaken getroffen und wird ohnmächtig. Als er wieder erwacht, sind alle Geschenke verschwunden. Mit weiteren Phantomias-Hilfsmittelchen spürt er ihnen hinterher und landet im Versteck der mexikanischen Panzerknacker. Es gelingt ihm, die Ganoven (im Kostüm des Phantomias) zu überrumpeln und unschädlich zu machen, dann bringt er die Geschenke zurück. Tags darauf findet die Doña die Kristallhenne in Dagoberts Geschenkkarton und ist erbost, doch mit Hilfe seines Handyvideos kann Donald richtigstellen, dass Klever dahintersteckt. Anschließend widmet sich die Doña Dagoberts richtigem Geschenk. Gerade als sie es öffnen will, hören die Ducks von einem umherstehenden Mann, dass es noch ein Präsent gibt, das die Doña mehr verachtet als Kristallhennen: Vasen. Die Ducks sind schockiert, und der Comic endet, ehe man die Reaktion der Doña erleben kann.

Die Einschätzung

«Das Unglückshuhn« war vielleicht nicht die aller-aufregendste Geschichte, aber doch eine, die den Leser ganz zufriedengestellt zurücklässt. Denn was man ihr anrechnen kann, ist der gute Mittelweg zwischen Spannung und Humor. Und Letzterer kommt nicht nur die Sprechblasen zustande, denn in dem Fall sind auch die gelungenen und witzigen Zeichnungen hervorzuheben ... inklusive einer Erpelversion von Donald Trump, die sich unter die Gäste der Doña gemischt hat. Ansonsten wurden erprobte Zutaten gut zusammengemischt - ein wenig Dagobert gegen Klaas Klever, eine Dosis Panzerknacker, ein mehrschichtiges Verwechslungsspielchen - das passt alles ganz gut zusammen. Und auch der Schlussgag ist durchaus gelungen. In allen Bereichen fehlte vielleicht noch das Tüpfelchen auf dem i, das aus einer ordentlichen Geschichte eine unbedingt lesenswerte gemacht hätte, aber man kann hier wirklich nicht meckern. Am Ende entschied sich einer unserer Mitarbeiter für die Note Zwei, der Rest für eine Drei, so dass wir summa summarum beim ordentlichen Durchschnittswert 2,8 landeten. Eine deutliche Steigerung gegenüber der seltsamen Theater-Geschichte!
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz