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  Die Entenanalyse: Das Prärieduell
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Am 7. Dezember ist das 553. Lustige Taschenbuch erschienen. Seitdem lassen wir »Wie alles begann ...«, so der Titel des Bandes, von einem Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite testlesen. Nach einem ordentlichen Start ist der Motor ins Stocken geraten, mit »Gesichter eines Superhelden« war zuletzt die dritte schwache Story in Folge an der Reihe. An dieser Stelle findet ihr unseren zugehörigen Artikel. Ihr wart noch deutlich kritischer als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 4,0 vergeben haben, liegt der Durchschnitt eurer Abstimmung bisher bei 4,85. Mit einer Wildwest-Fernsehshow geht es nun weiter.

Das Prärieduell

Etwas mehr als drei Jahre sind verstrichen, seitdem dieser Comic erstmals das Licht der Welt erblickt hat: Am 17. Oktober des Jahres 2018 wurde er im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Namen »Zio Paperone in: Belando sotto le stelle« abgedruckt. Dieser bedeutet »Onkel Dagobert in: Blöken unter den Sternen«. Der vierzig Seiten lange Dreireiher wurde von Bruno Sarda erdacht und von Nicolino Picone gezeichnet.

Worum geht es?

Dagobert Duck ist für seine Fernsehfirma auf der Suche nach einem gewinnbringenden neuen Format. Donald und Dussel empfehlen eine Realityshow im Westernantlitz: Tierherden sollen von einem Bauernhof zu einem anderen getrieben werden, und dabei treten zwei Teams gegeneinander an. Dagobert gefällt die Idee, und so bringt er sie vor den Rundfunkrat. Dummerweise wurde sein Gespräch mit seinen beiden Neffen von Klaas Klever abgehört, und so ist der zweitreichste Erpel der Welt gerade mit der gleichen Idee vorstellig geworden.

Spoiler

Die Leute vom Rundfunkrat beschließen eine Pilotfolge, in welcher ein von Dagobert gestelltes Team gegen ein von Klever gestelltes Team antreten soll. Der Sieger erhält anschließend den Zuschlag für das Format. Dagobert tritt mit seiner Familie an, während Klever eine Reihe von Spezialisten verpflichtet. Es gilt nicht nur, Schafe voranzutreiben, sondern auch einige Neben-Challenges zu lösen. Oma Ducks Kuchenrezept findet beispielsweise bei einer Jury genauso Anklang wie das Gericht der Gegner, woraufhin die Zuschauer per Televoting entscheiden, wer diesen Wettbewerb gewonnen hat ... welchen Sinn dies bei einem Geschmackswettbewerb auch ergeben soll. Beim Musizieren unterliegt der sich völlig selbst überschätzende Dussel klar gegen Anwantzer, beim Westerntanz unterliegen Donald und Daisy gegen eine von Klever verpflichtete Ballerina. Franz Gans schläft beim Wettscheren von Schafen ein, beim Lassowerfen siegen die Ducks hingegen dank des sprichwörtlichen Glückes von Gustav Gans. Im Zielort Kaktus City kommen die Ducks mit knappen Vorsprung an, erhalten jedoch einen Punktabzug, da ihnen zwischenzeitlich eine kleine Hilfe zugekommen war. Dank eines Selfies, das Donald geschossen hat, kann jedoch bewiesen werden, dass Klaas Klever die Ducks von Anfang an mit Hilfe einer kleinen Roboterfliege abgehört hat. Da er somit falsch gespielt hat, wird er disqualifiziert. Und a propos falsch spielen: Dussels mieser Gesang und katastrophales Gitarrenspiel ist inzwischen zu einem viralen Hit geworden, weswegen er plötzlich viele jugendliche Fans hat.

Die Einschätzung

In der Disney-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. zählt »Das Prärieduell« zu den am schlechtesten bewerteten Comics aller Zeiten, und das völlig zurecht. Auf den ersten Blick kann man vielleicht noch meinen, dass es sich um die Umsetzung einiger neuer Ideen handelt, tatsächlich haben wir hier einfach nur einen neuen Anstrich der Standard-Storyline von Dagobert Duck gegen Klaas Klever, gepaart mit der Standard-Storyline des Wettrennens, bei dem eine der beiden Parteien falsch spielt, am Ende wie der Sieger aussieht und dann doch zugunsten der Ducks den Kürzeren zieht. Hier kommen noch verschiedene andere negative Aspekte hinzu, allen voran das fürchterliche Geschmiere, das Nicolino Picone in die Panels hineinverbrochen hat. Insbesondere die Gesichter der Protagonisten sind eine einzige Beleidigung für das Auge des Betrachters, über alle entstellten Fratzen hinweg hat es dabei Franz Gans ganz besonders schlimm getroffen. Die Größenverhältnisse variieren, alle optischen Gags sind Reinfälle. Vieles an der eigentlichen Showidee ergibt keinen Sinn ... einschließlich des Titels im Übrigen, denn »Hü oder Hott« hat reichlich wenig mit Schafen zu tun. Kurzum: Dies hier war der (bislang) schwächste Beitrag dieses Bandes ... und dann war er ausgerechnet noch der Längste. Von einem Mitarbeiter gab es dennoch die Note Drei, von drei die Note Fünf, von einer Mitarbeiterin die Note Sechs. Damit landeten wir hier im Schnitt beim Durchschnittswert 4,8. Schade: Das Lustige Taschenbuch hatte ziemlich ordentlich angefangen, geht jedoch inzwischen so langsam aber sicher den Bach hinunter.


Wie fandet ihr "Das Prärieduell"?
1
 
 159 (35,8%)
Schulnote 6
2
 
 139 (31,3%)
Schulnote 5
3
 
 64 (14,4%)
Schulnote 4
4
 
 42 (9,5%)
Schulnote 3
5
 
 26 (5,9%)
Schulnote 1
6
 
 14 (3,2%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 444 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz