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  Die Entenanalyse: Das neue Helferlein
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Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 556, das »Das Geheimnis des Geldspeichers« heißt und seit dem 1. März im Handel ist, hat sich unseren fünf Testlesern bisher nicht als großer Wurf erwiesen. Nach einem ordentlichen Auftakt ging es stufenweise abwärts, erst mit dem Comic »Der Rat der Efeutute« wurde zuletzt wieder ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ihr findet unseren zugehörigen Artikel an dieser Stelle. Ihr seid dem Comic gegenüber ein Stück kritischer als wir: Während wir uns auf die Schulnote 3,2 geeinigt haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bisher bei 3,6. In Daniel Düsentriebs Erfinderwerkstatt geht es nun weiter.

Das neue Helferlein

Zwanzig Seiten umfasst dieser Dreireiher, der am 23. September 2020 im italienischen Magazin »Topolino« das Licht der Welt erblickt hat. Damals trug die Geschichte den Titel »Archimede e l'assistente talentuoso«, was man mit »Daniel Düsentrieb und der begabte Assistent« übersetzen kann. Geschrieben wurde das gute Stück von Carlo Panaro, für die (auffallend schönen) Zeichnungen sorgte Francesco Guerrini.

Worum geht es?

Daniel Düsentrieb soll für Dagobert Duck ein absolut sicheres Anti-Einbrecher-System entwickeln und wird von ihm so stark unter Druck gesetzt, dass er eine Stellenanzeige in einem Erfinderforum aufgibt, um sich einen Assistenten für seine Arbeit zu suchen.

Spoiler

Der erste Bewerber hat einen »Klamotten-Toaster« erfunden und wird von Daniel aus dem Haus geworfen, nachdem er seinen neuen Pullover zerstört. Dussel Duck will sich bewerben, doch Daniel macht ihm gar nicht erst die Tür auf. Der nächste Bewerber hat eine Maschine entwickelt, die dem Magnetfeld der Erde Energie entzieht und keinen Nutzen hat, außer dass sie alles kaputtmacht. Der nächste Bewerber - ein junger Mann namens Jasper - erweist sich derweilen als wirklich talentiert. Daniel stellt sich ein und konzentriert sich fortan auf die Arbeit an Dagobert Ducks Auftrag, während Jasper den Rest erledigt. Mit Erfolg: Diverse bestellte Erfindungen funktionieren durch Jaspers Ideen noch besser als geplant, und Düsentriebs Geschäfte brummen. Schlussendlich ist das Anti-Einbrecher-System fertig, und Daniel reist mit Jasper zum Geldspeicher. Ehe Daniel sein Gerät aktiviert, motzt es Jasper noch mit einem Zusatzapparat auf, mit dem Dagobert Duck Energie sparen kann. Während Dagobert dem Erfinder-Duo anschließend einen weiteren Auftrag erklärt, bemerkt Helferlein, dass Jaspers Apparatur durchbrennt. Bis hierhin hatte sich Helferlein durch den neuen Assistenten zurückgesetzt und nutzlos gefühlt. Jetzt deaktiviert er Jaspers Erfindung in letzter Sekunde, ehe ihnen der Geldspeicher um die Ohren fliegt. Jasper ist entsetzt, doch Daniel Düsentrieb richtet ihn mental wieder auf. Der Held des Tages ist allerdings Helferlein, der dafür von Dagobert Duck einen Orden erhält.

Die Einschätzung

Als wir den Titel zum ersten Mal gelesen hatten, hatten wir die Befürchtung, dass es auf einen Comic nach Schema F hinauslaufen würde: Daniel Düsentrieb könnte irgendein Gerät entwickeln, das Helferlein praktisch ersetzt, eine Weile geht alles gut, dann läuft es aus dem Ruder, und am Ende deeskaliert Helferlein die Situation. Diese Storyidee hat es schon wiederholt gegeben. Indem an dieser Stelle nicht auf eine Düsentrieb'sche Neuentwicklung zurückgegriffen wird, sondern auf einen zweiten »fleischlichen« Erfinder, ist zumindest ein Prinzip verwendet wurden, das sich noch nicht abgenutzt hat. Betrachtet man es nüchtern, dann sind die Unterschiede zu den erwähnten Comics allerdings überschaubar: Auch Jasper ersetzt Helferlein praktisch, eine Weile geht alles gut, dann läuft es aus dem Ruder, dann deeskaliert Helferlein die Situation. Von daher ist diese Geschichte trotz der Abänderungen letztlich auch nur ein Aufguss dessen, was man schon kennt. Besser gesagt: Hier fehlte etwas, das der Story noch ein Stück mehr Würze gegeben hätte, dass sich beispielsweise Jasper als Bösewicht entpuppt hätte. So ist dies hier letztlich nur ein unspektalärer Heile-Welt-Comic mit ein paar amüsanten Szenen und ohne große Spannung. Was man allerdings lobend erwähnen muss: Zeichnerisch war dieser Comic der normalen Durchschnittskost meilenweit voraus. Angefangen von ungewöhnlichen Gesten wie einem von Dagobert zwischen die Schulter und das Ohr geklemmten Handy bis hin zur Vielfalt der Hintergrundzeichnungen ist das alles ziemlich kunstvoll ausgefallen. Dummerweise konnte die Story da halt nicht mithalten. Von zwei Mitarbeitern gab es insgesamt die Note Drei, vom Rest eine Vier, so dass wir hier beim Durchschnittswert 3,6 landeten.


Wie fandet ihr "Das neue Helferlein"?
1
 
 130 (31,7%)
Schulnote 4
2
 
 99 (24,1%)
Schulnote 5
3
 
 91 (22,2%)
Schulnote 3
4
 
 38 (9,3%)
Schulnote 1
5
 
 34 (8,3%)
Schulnote 6
6
 
 18 (4,4%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 410 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz