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  Die Entenanalyse: Das letzte Abenteuer
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Eine allerletzte Geschichte haben wir noch, dann sind wir am Ende des 544. Lustigen Taschenbuchs angelangt, das man seit dem 30. März bekommen kann und das den Titel »Fast schon zu furios!« trägt. Zuletzt hatten wir hier eine Story thematisiert, in der Kater Karlo vom Pech verfolgt war ... besser ausgedrückt: noch mehr vom Pech verfolgt war als üblich, denn der obligatorische Verlierer ist er normalerweise am Ende sowieso immer. Den zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Wir nahmen an, dass den Comic mit der Note 4,2 hart bewertet hätten, ihr seid in eurer Abstimmung jedoch noch strenger: Bis dato kommt ihr auf den Durchschnittswert 4,64. Den Abschluss bildeten nun Donald und Dagobert.

Das letzte Abenteuer

Einmal mehr handelt es sich um einen noch recht frischen Comic: Am 18. Dezember des Jahres 2019 wurde er im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Dafür, dass er einer Weihnachtsausgabe entstammt, ist er bemerkenswert unweihnachtlich, aber - das werden wir gleich noch schildern - immerhin endet er sehr friedlich. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Pietro Zemelo verfasst und von Roberto Marini gezeichnet. Ursprünglich hieß er »Zio Paperone & Paperino in: La sfida del fiume d'oro«, was zu Deutsch »Onkel Dagobert und Donald Duck in: Der Wettbewerb um den Fluss aus Gold« bedeutet.

Worum geht es?

Donald hat die Nase voll: Er will Dagobert nicht mehr auf dessen Expeditionen begleiten, da er immer nur einen Hungerlohn bekommt, während Dagobert Abermillionen einstreicht. Man muss sagen: Donald hat da einen Punkt. Als es zu einem offenen Streit kommt, taucht Besuch auf: Ein alter Bekannter aus Dagoberts Zeit am Klondike und dessen Neffe, die eine Show produzieren, in der sie Abenteuer erleben, erscheinen. Sie fordern die Ducks dazu auf, sich in einem freundschaftlichen Wettbewerb auf die Jagd nach dem »goldenen Fluss« zu begeben.

Spoiler

Schnell zeigt sich, dass die Gegner der Ducks ein falsches Spiel spielen: Sie kennen den Ort, an dem sie reisen, bereits. Sie wissen also, was zu beachten ist. Auf diese Weise erhoffen sie sich ein leichtes Spiel gegen Donald und Dagobert, denn ein Sieg gegen die Ducks würde ihnen viel Prestige und damit bessere Einschaltquoten bringen. Donald und Dagobert geraten rasch ins Hintertreffen und arbeiten nicht gut zusammen. Der erwähnte Ort ist ein Tempel, in dem sich irgendwo der »goldene Fluss« befinden soll. Die Abenteuer müssen über ein Newtonsches Fluid sprinten (das hier jedoch nicht so benannt wird), sie bekommen es mit »Dschungenkrabben« zu tun, müssen an Lianen über Abgründe schwingen, riesige Blätter als Gleitflügel verwenden und durch gleißende Kristalle tappen, die sie blenden. Nach einem Zwischenfall, bei dem Heuschrecken die Stelzen des jüngeren der beiden Gegner wegfuttern und Donald ihn davor bewahrt, ins Loch der Krabben zu plumpsen, beginnt es im Gegnerteam zu kriseln. Am Ende gibt es gar ein offenes Zerwürfnis. Der Gegner siegt trotzdem, da Dagobert die Jagd abbricht, als Donald in große Gefahr gerät. Die Ducks haben den Wettkampf verloren, doch der Fluss ist gar nicht aus Gold, er reflektiert lediglich die Abendsonne gülden. Während Donald und Dagobert ihre Versöhnung und den golden schimmernden Anblick genießen, schwört der Ältere der beiden Gegner Rache.

Die Einschätzung

Zum Ende des Bandes haben die Macher des Lustigen Taschenbuchs den Lesern also genau den Rausschmeißer gegeben, den sie erwarten konnten: Einen Comic, der ihnen nochmal eine deftige Kelle »Heile Welt« auf den Teller platschen lässt. Zuvor erlebt man eine Schatzsuchgeschichte, die an manchen Stellen weniger einer der üblichen Duck'schen Schatzjagden gleicht, sondern eher an ein Lara-Croft-Abenteuer erinnert. Ein klein wenig zu hektisch erschien uns das schon streckenweise. Dass es am Ende auf die große Versöhnung hinauslaufen würde und sich Donald und Dagobert irgendwie die Hand reichen würden - was letztlich sogar wortwörtlich geschieht -, war natürlich klar. Dabei wird haarscharf daran vorbeigeschrammt, zu dick aufzutragen, denn hier werden schon mehrere Tuben pathetischen Schwulstes ausgedrückt. Aber wie gesagt: Nur »fast«, irgendwie macht das trotzdem alles einen netten Eindruck. Und auch die vorausgegangene Jagd um den goldenen Fluss macht Spaß, da sie gegenüber vielen anderen Schatzsuch-Storys durch den direkten Wettbewerbsfaktor frisch und unverbraucht wirkt. Letztlich gaben zwei unserer Mitarbeiter dem Comic die Note Zwei, drei entschieden sich für eine Drei, so dass wir hier beim Durchschnittswert 2,6 gelandet sind. Ein ordentlicher Comic also, der ein auch insgesamt durchaus respektables Lustiges Taschenbuch angemessen abrundet.


Wie fandet ihr "Das letzte Abenteuer"?
1
 
 170 (44,2%)
Schulnote 2
2
 
 106 (27,5%)
Schulnote 3
3
 
 44 (11,4%)
Schulnote 4
4
 
 39 (10,1%)
Schulnote 1
5
 
 18 (4,7%)
Schulnote 5
6
 
 8 (2,1%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz