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  Die Entenanalyse: Das Leichtigkeitselixier
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Derzeit lassen wir fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon ein paar Jährchen zu viel auf dem Buckel haben, die Geschichten aus dem 504. Lustigen Taschenbuch lesen. Die ersten beiden empfanden wir als ziemlich durchschnittlich, zuletzt hatten wir euch unsere Analyse zur Micky-Maus-Story »Der Wunderknabe« präsentiert. Der dritte Anlauf führt seine Leser ins Alte Ägypten, wo man einer antiken Version des Duckschen Geheimdienstes bei der Arbeit zuschauen kann.

Das Leichtigkeitselixier

Die Geschichte selbst ist eigentlich schon fast vier Jahre alt, denn sie erschein erstmals am 27. Mai 2014 in der damaligen Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino«. Geschrieben wurde der 28 Seiten lange Dreireiher von Giorgio Figus, für die zeichnerische Umsetzung war anschließend Maurizio Amendola zuständig. Der italienische Titel lautete »Cheopaperin e il fluido fluttante«, was zu Deutsch »Donaldinius und die Schwebeflüssigkeit« bedeutet. Hierzulande veröffentlichte der Egmont Verlag den Comic im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504, das seit dem 27. Februar 2018 zu bekommen ist und den Titel »Der Superschleim« trägt.

Worum geht es?

Die furchtlosen Agenten Donaldinus (Donald Duck) und Dussaldonis (Dussel Duck) werden von ihrem reichen Chef (und Onkel) Dagh-ench-Bert (Dagobert Duck) einbestellt, um einen Auftrag zu erledigen. Dieser liefert sich gerade einen Wettstreit mit seinem Erzrivalen Mon-ih-Sak, wer von beiden der schnellere Pyramidenbauer ist. Einen entscheidenden Vorsprung könnte ein Elixier bringen, das Dhan-ih-Hel (Düsentrieb) erfunden hat, mit dem man gewaltige Steine für kurze Zeit zum Schweben bringen kann, was das Transportieren und Aufschichten der Pyramiden deutlich beschleunigen würde. Die Gangster der Gruppierung E.G.A.L. (Emsige Gauner aus Leidenschaft) haben jedoch eine der Flaschen entwendet, weswegen Dagh-ench-Bert befürchtet, sie könnten sie an seinen Rivalen verkaufen und damit seinen Vorteil zunichte zu machn. Donaldinus und Dussaldonis sollen deshalb die Flasche wiederbeschaffen.

Spoiler

Die beiden Agenten inszenieren einen Überfall auf einen der Anführer von E.G.A.L. und »retten« ihn, wodurch sie sein Vertrauen erschleichen. Sie bieten sich als neue Mitglieder an und werden von ihm ins Lager der Gauner mitgenommen. Dort absolvieren sie mit mäßigem Erfolg ein Trainingsprogramm, bis sich endlich die Gelegenheit bietet, die Flasche in die Finger zu bekommen. Die Verbrecher nehmen sofort die Verfolgung auf. Ein erster Versuch, sie mit einer von Dhan-ih-Hels Erfindungen zurückzuschlagen, läuft ins Leere, da die Erfindung unbrauchbar ist. Dennoch schaffen sie es, sich bis in einen Steinbruch zu retten. Dort wehren sie sich erfolgreich mit einer anderen Erfindung Dhan-ih-Hels (einer Blitzmaschine), allerdings geht die Flasche mit dem Elixier dabei zu Bruch. Ein Sandsturm wirbelt das Elixier daraufhin durch den Steinbruch, und die riesigen Blöcke beginnen zu schweben. Der Wind trägt sie bis in die Stadt, ehe die Flüssigkeit ihre Wirkung verliert. So kommt es, dass die Stadt mit den riesigen Steinen bombardiert wird. Kurzerhand flüchten Donaldinus und Dussaldonis nach »Babbelon« und mischen sich dort unter Sterndeuter, da sie nicht mehr nach Hause können, um nicht dem Zorn ihres Onkels ausgesetzt zu sein.

Die Einschätzung

Grundsätzlich ist die Idee, den DGD mal in einer anderen Epoche auszuprobieren, keine schlechte, zumal das Alte Ägypten in den Comics aus dem Duck-Universum ein recht unverbrauchter Platz ist. Auch das Leichtigkeitselixier ist mal eine Erfindung, die es in dieser Form noch nicht tausendmal gegeben hat. Der Comic ist dennoch nicht allzu überragend. Für einen DGD-Comic fehlt es einfach an einer ordentlichen Portion Ermittlungsarbeit, eigentlich ist das hier nur eine Art »reingehen, Gegenstand nehmen, rausgehen«. Das einzige halbwegs spannende Element ist die anschließende Verfolgungsjagd, aber auch die hält sich in Grenzen und wirkt nicht richtig gefährlich. Kurzum: Das war alles ein wenig schlaff, und da hätte man deutlich mehr aus dem Szenario rausholen können. Nicht zu vergessen: Was haben eigentlich die Chaldäer in einer Story zu suchen, die sich im Alten Ägypten abspielt? Ein sehr willkürlich gewählter Schluss-Twist. Letztlich entschieden sich vier unserer Mitarbeiter, der Geschichte die Schulnote Drei zu geben, eine Mitarbeiterin entschied sich für die Note Vier. Damit stand am Ende für »Das Leichtigkeitselixier« die Durchschnittsnote 3,2 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz