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  Die Entenanalyse: Das Jahr des Lichts
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Am 11. September ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 511, die den Titel »Gauner im Goldrausch« trägt. Den Titelcomic fanden wir wenig erbaulich, allein schon deshalb, weil wir Dagobert Duck ein paarmal zu häufig in seinem Geldspeicher eingesperrt erlebt haben, nachdem ein neues Sicherheitssystem nicht wie gewünscht funktioniert. Unsere Analyse könnt ihr an dieser Stelle nachlesen. Nun ging es mit einer Story weiter, in der Mack und Muck im Mittelpunkt standen.

Das Jahr des Lichts

Hierbei handelt es sich um einen knapp drei Jahre langen Comic, der am 29. September des Jahres 2015 in zwei Teilen im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt wurde. Die beiden Parts wurden damals unmittelbar hintereinander gedruckt, damit der Comic später auch in kürzeren Publikationen abgedruckt werden konnte. Der Originaltitel des insgesamt 44 Seiten langen Dreireihers lautete »Topolino e le avventure della luce«, was zu Deutsch »Micky Maus und das Abenteuer mit dem Licht« bedeutet. Abweichend von der Originalversion haben die beiden Hälften in der deutschsprachigen Ausgabe mit »Extrem erhellend« und »Dunkle Schatten« zwei Untertitel. Der Comic wurde von Matteo Venerus ersonnen und von Marco Mazzarello zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Im Entenhausener Kongresszentrum soll die Stifterin des »Jahrs des Lichts« - eine Professorin der Elektrodynamik mit Namen Blenda Blink - möglicherweise einen Vortrag halten. Seit eines Zwischenfalls auf einer anderen Preisverleihung hat sich diese eigentlich aus der Öffentlichkeit zurückhezogen. Mack und Muck beschließen, der alten Dame einen Besuch abzustatten und sie mit ihrem Wissen über das Licht davon zu überzeugen, dass ihre Arbeit derart wichtig ist, dass sie sie zurückkommt.

Spoiler

Mack und Muck erzählen von ihren Erkenntnissen über das Licht während des Mesozoikums und fahren fort über die ersten Jahre der Menschheit, über das antike Griechenland bis hin ins Mittelalter. Sie schildern ein Abenteuer Mickys, der den Archäologen Indiana Goof nach Ägypten begleitete, um dort mehr über einen Mann zu erfahren, der tausend Jahre zuvor mit Lichtstrahlen in der Dunkelheit experimentierte. Zu ihrem Glück begegnet Micky und Indiana einem Nachfahren, der mehr zu berichten weiß, sie bekommen jedoch auch Stress mit einer Geheimgesellschaft. Eine Vorfahrin von Minnie Maus war zugegen, als eine Frau ein neues System zur Klassifizierung und Ordnung von Sternen entwickelte. Das schwarze Phantom arbeitet mit Superlasern und Hologrammen, als es beim Versuch, einen Tresor aufzusperren, von Micky erwischt wird. Infos über Luftverschmutzung gibt es ebenso zu lesen wir den Fall eines sprechenden Papageis. Nach all den Geschichten fühlt sich die Professorin, als sei sie Teil eines roten Fadens, der quer durch Raum und Zeit verläuft. Also wird sie weiter forschen, wenngleich sie dies eingeschränkt tun muss, da sie ihr Augenlicht nach und nach verliert. Das war auch der Grund für ihre Zurückgezogenheit.

Die Einschätzung

Der Comic war unserer bescheidenen Meinung nach leider auf zweierlei Weise enttäuschend. Zum einen hegen wir grundsätzlich eine gewisse Vorfreude auf die etwas längeren Comics im Lustigen Taschenbuch, da sich ansonsten ja eine »Höchstgrenze« von rund dreißig Seiten eingebürgert hat und es nicht mehr die schönen ausgedehnten langen Abenteuer wie in den früheren Lustigen Taschenbüchern gibt, in denen mal etwas Komplexeres erzählt werden konnte. In diesem Fall ist die Länge gewissermaßen eine Mogelpackung, denn eigentlich handelt es sich ja um eine Aneinanderreihung von sehr kurzen Comics, die zwangsläufig - jede für sich - noch viel weniger komplex sein können als ein Dreißigseiter. Zum anderen ist ein gewisser Bildungsanspruch ja schön und gut, aber das hier ist ein konfuses Gespringe zwischen Einzelthemen, so dass am Ende bei den kleinen Lesern vermutlich nicht viele Informationen hängenbleiben werden ... erst recht dadurch, dass es ein Wechselspiel an realen und fiktiven Komponenten gibt. Last but not least ist die ganze Idee der Rahmenstory schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen worden, offensichtlich weil man auf Kampf irgendetwas rund ums Licht bringen wollte. Schlussendlich entschieden sich jeweils zwei unserer Mitarbeiter für die Schulnoten Drei und Vier, von einem gab es gar eine Fünf. So kamen wir summa summarum auf den Durchschnittswert 3,8. Bis hierhin ist das neue Lustige Taschenbuch leider noch nicht ins Rollen gekommen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz