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  Die Entenanalyse: Das hypermolekulare Büffet ist eröffnet!
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Inzwischen haben unsere Testleser vier Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 559, das »Eine handfeste Erfindung« heißt und seit dem 24. Mai zu bekommen ist, vorgestellt. Die zuletzt thematisierte Geschichte »Im Falle des Brotes« war zwar nicht sonderlich gut gezeichnet und hatte ein paar Stirnrunzelmomente, trotzdem war sie alles in allem das Beste, was bisher geboten wurde. Ihr findet unsere Besprechung an dieser Stelle. Ihr wart dieses Mal signifikant kritischer als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,8 vergeben haben, ist bei eurer Abstimmung eine 3,78 herausgekommen. Nun geht es mit einem mikroskopisch genauen Blick in eine Küche weiter.

Das hypermolekulare Büffet ist eröffnet!

Drei Jahre hat diese Story bereits auf dem Buckel: Sie wurde am 26. Juni 2019 im italienischen »Topolino«-Magazin erstmals veröffentlicht. Damals trug der 26 Seiten lange Dreireiher den Titel »Topolino e la disavventura molecolare«, den man mit »Micky Maus und das molekulare Missgeschick« übersetzen kann. Roberto Moscato hat die Story zusammengeschraubt, Giampaolo Soldati hat sie in Bilder gegossen.

Worum geht es?

Micky, Minnie, Goofy und Gamma picknicken im Park. Mortimer Maus kommt vorbei und denunziert ihr Essen, da er seinerseits inzwischen auf »hypermolekulare Kochkunst« setzt. Kurzerhand lädt er Minnie ein, ihn zu besuchen, wenn er die kulinarische High Society der Stadt zu Gast haben wird. Die anderen dürfen auch mitkommen. Schlussendlich verläuft das Essen ganz anders als geplant.

Spoiler

Während Micky und Minnie von Mortimer zu den anderen Gästen vorgelassen werden, sperrt der Gastgeber Goofy und Gamma in die Küche, damit sie nicht mit den anderen Besuchern zusammentreffen und ihm Peinlichkeiten bescheren können. Als Micky dies merkt, begibt er sich ebenfalls in die Küche. Dort erläutert ihm Gamma, dass er auf eine ganz andere Weise kocht als man es kennt: Mit einem Strahler vergrößert er Nahrung, dann verändert er ihre Molekülanordnung, dann verkleinert er sie wieder. In dem Moment tritt Mortimer ein, rempelt die Tür gegen Micky und sorgt dadurch dafür, dass die drei Helden in den Strahl des Zerkleinerers geraten. Sie landen im Senf und sind nun extrem klein. Während sich Goofy abseilt und alles für ein großes Spiel hält, versuchen Micky und Gamma, die Außenwelt auf ihr Malheur aufmerksam zu machen. Nach einigen Abenteuern gelingt es ihnen, sich bei Minnie bemerkbar zu machen. Die schießt daraufhin auf den Senf und strahlt zum Glück so genau präzise, dass sie nur Micky und Gamma trifft, nicht aber den Rest des Senfs. Goofy bringt inzwischen beim Spielen die molekulare Struktur des Senfs so durcheinander, dass Mortimers Senfsoße explodiert und die anderen Gäste vertreibt. Micky wird noch einmal verkleinert und rettet Goofy aus der Senfsoße. Abschließend entscheiden sich die Freunde dazu, vom hypermolekularen Essen abzusehen und stattdessen zu grillen. Mortimer ist auch eingeladen, er versteckt sich jedoch in einem Faß, damit er beim Essen solch schnöder Kost nicht von seinen Promifreunden gesehen wird.

Die Einschätzung

Nun ... sagen wir mal: Comics, in denen Bewohner Entenhausens bis auf eine mikroskopisch kleine Ebene verkleinert werden und dann Gefahren ganz anderer Art ausgesetzt sind, kann man - je nachdem, ob man es positiv oder negativ meint - als alte Tradition oder als alten Hut bezeichnen. Allgemein würden wir eher zur zweiten Kategorie tendieren, denn das Thema ist wirklich schon verflixt oft gebracht worden, und allein in Daniel Düsentriebs Werkstatt dürfte es ein Extrazimmer mit Apparaturen zur Verkleinerung der Ducks geben. In diesem Fall kann man den Machern trotzdem attestieren: Aus dem alten Hut wurde dann doch noch einiges Neues rausgeholt, und zwar genug, um den Comic als Ganzes ordentlich zu finden. Dass es angesichts des eher belanglos wirkenden Themas (gemeinsames Essen) überhaupt auf so etwas hinauslaufen würde, war bereits überraschend. Wie es hier auf der mikroskopischen Ebene zugeht und was insbesondere Goofy dort verzapft, verursacht zwar schon den ein oder anderen kleinen Kopfschmerz, aber der drückt nicht so stark, dass man gar nicht mehr weiterlesen will. Kurzum: Die Geschichte verdient das Prädikat »joah, ganz nett«. So vergaben am Ende vier unserer Testleser die Note Drei, während der letzte im Bunde nicht mehr als eine Vier verteilen wollte. Im Schnitt bedeutete das die Schulnote 3,2.


Wie fandet ihr "Das hypermolekulare Büffet ist eröffnet!"?
1
 
 121 (30,3%)
Schulnote 5
2
 
 103 (25,8%)
Schulnote 4
3
 
 78 (19,5%)
Schulnote 6
4
 
 54 (13,5%)
Schulnote 3
5
 
 28 (7,0%)
Schulnote 1
6
 
 15 (3,8%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 399 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz