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  Die Entenanalyse: Das Halb-voll-Prinzip
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Schon fünf Comics des 552. Lustigen Taschenbuchs, das seit dem 9. November im Handel ist und den Titel »70 Jahre Panzerknacker« trägt, haben wir in den vergangenen Tagen von fünf Leserkanonen-Mitarbeitern lesen lassen. Nachdem der Band ziemlich gut gestartet war, haben wir zuletzt mit »Eine raketenstarke Geschäftsidee« einen ersten Ausbrecher nach unten vor der Flinte gehabt. An dieser Stelle findet ihr den zugehörigen Artikel. Wir mochten die Geschichte wirklich überhaupt nicht und vergaben am Ende die Durchschnittsnote 5,2, ihr hingegen wart bei eurer Abstimmung deutlich friedlicher und seid bisher im Schnitt bei einer 3,81 gelandet. Mit Lebensberatung durch Dussel Duck geht es nun weiter.

Das Halb-voll-Prinzip

Dieser Comic ist knapp drei Jahre alt: Am 2. Januar des Jahres 2019 wurde er erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht und hieß damals »Paperino e il mezzopienismo«, was man etwas krumm mit »Donald Duck und der Halbvollismus« übersetzen könnte. Das 21 Seiten lange Werk wurde von Bruno Sarda ersonnen und von Lucio Leoni gezeichnet.

Worum geht es?

Besonders weise Leute wissen, dass man nicht an dem Gedanken zerbrechen sollte, dass das Glas halb leer sein könnte, sondern dass man das gute Stück stattdessen in ein kleineres Glas umschütten und mit dem Herumheulen aufhören sollte. Genau dies versucht Dussel Duck seinem Vetter Donald im Comic »Das Halb-voll-Prinzip« zu verdeutlichen.

Spoiler

Dussel Duck hat das Buch »Das Halb-voll-Prinzip« von Undine Unsinn gelesen, das besagt, dass man den Standpunkt ändern müsse, wenn einem ständig Schlechtes widerfährt: Sobald man versucht, sich auf das Gute im Schlechten zu konzentrieren, sieht das Leben wieder besser aus. Das Prinzip hat Dussel so überzeugt, dass er unter die Buchvertreter gegangen ist und Frau Unsinns Buch an den Mann bringen möchte. Er überredet Donald, mit ihm einen Tag lang nach ihrem Prinzip zu leben. Sollte sich zeigen, dass es selbst bei einem Dauerpessimisten wie ihm funktioniert, soll er das Buch kaufen. Donald willigt ein, und siehe da: Da er aufgrund eines Missgeschicks nicht daheim frühstücken kann, geht er essen und trifft prompt einen alten Freund wieder. Ein ausgefallener Bus führt dazu, dass er und Dussel nicht wie geplant in die Innenstadt fahren können, stattdessen fahren sie aufs Land und finden ein idyllisches Fleckchen Erde. Ameisen und ein Unwetter machen ein geplantes Picknick kaputt, dafür finden sie ein Wirtshaus mit besonders leckerem Essen. Am Ende ist Donald überzeugt, dass ihn sein Pech tatsächlich vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Dussel gewinnt sogar eine Känguru-Farm bei einer Verlosung, doch die Ameisen haben sein Los zerfressen, so dass er seinen Gewinn niemals einlösen können wird. So kommt es, dass sich am Ende die Verhältnisse verdrehen: Während Donald inzwischen wie von Dussel gewünscht das Gute im Schlechten sieht, ist Dussel selbst über sein Pech unendlich wütend. Er beschließt, eine Gegenbewegung ins Leben zu rufen: Das »Halb-leer-Prinzip«.

Die Einschätzung

Bedenkt man, dass es sich hierbei um einen Dussel-Duck-Comic handelt und es praktisch niemanden in unserem Webseiten-Team gibt, der etwas mit den »üblichen« Dussel-Duck-Comics etwas anfangen kann, war dieser hier eigentlich ziemlich in Ordnung. Dies war vor allem der Tatsache geschuldet, dass man den drögen Slapstick-Humor, der Dussels Auftritten üblicherweise immer innewohnt, extrem weit heruntergefahren hat. Stattdessen erlebt man hier zwei Vettern dabei, wie sie versuchen, gemeinsam einen halbwegs anständigen Tag zu durchleben und sich dabei zu motivieren. Sprich: Der Comic hat eine ziemlich positive Grundstimmung ... was ja auch sehr gut zum Thema passt. Dass Dussel - mal wieder - irgendetwas gelernt hat (bzw. gelernt zu haben glaubt) und eine neue Geschäftsidee hat, ist zwar altbacken und schon tausend Mal dagewesen, da es hier aber anders verpackt wurde als üblich, kann man darüber hinwegsehen. Hinzu kommt noch, dass ein paar Gags ziemlich gut zünden - dass Donald wie selbstverständlich von »halb leer« spricht, ist beispielsweise einfach amüsant -, und dass die Geschichte nach hinten »rund« wirkt. Kurzum: Das ist alles ziemlich erträglich gewesen und damit weit mehr, als wir von einem Dussel-Duck-Comic erwarten. Natürlich ist die Geschichte aber auch zu unspektakulär, um allzu lange im Gedächtnis zu bleiben. Am Ende entschied sich einer unserer Testleser für eine Zwei, während der Rest eine Drei vergab, und so landeten wir hier im Schnitt bei der Note 2,8.


Wie fandet ihr "Das Halb-voll-Prinzip"?
1
 
 98 (24,0%)
Schulnote 4
2
 
 84 (20,5%)
Schulnote 6
3
 
 80 (19,6%)
Schulnote 5
4
 
 70 (17,1%)
Schulnote 2
5
 
 56 (13,7%)
Schulnote 3
6
 
 21 (5,1%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 409 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz