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  Die Entenanalyse: Das Glück liegt auf Eis
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Am 4. Januar ist mit »Tag & Nacht im Einsatz« das 554. Lustige Taschenbuch erschienen. Nach einem eher mäßigen Auftakt hat es nach Meinung unserer Testleser zuletzt die Kurve gekriegt, drei Comics in Folge waren ganz ordentlich. So auch »Sparen um jeden Preis«, die gestern von uns thematisierte Geschichte, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Meinung liegt dieses Mal nahe bei der unseren: Wir hatten die Schulnote 3,2 vergeben, der Schnitt eurer Abstimmung liegt bisher bei 3,33. Im Lustigen Taschenbuch folgte nun ein achtseitiger Kater-Karlo- und Schnauz-Beitrag, den wir aufgrund seiner Kürze nicht thematisieren, der aber auch nicht allzu schlecht war. Wir fahren hier derweilen mit Donald und Dussel Duck sowie mit Gustav Gans fort.

Das Glück liegt auf Eis

Bei diesem 26 Seiten langen Dreireiher handelt es sich um den nächsten ziemlich aktuellen Comic: Erst am 13. Januar des letzten Jahres tauchte er erstmals im italienischen Magazin »Topolino« auf. Die von Bruno Sarda ersonnene und von Massimo Fecchi in Bilder gegossene Geschichte hieß damals »Gastone e l'hotel di ghiaccio«, was man mit »Gustav Gans und das Eishotel« übersetzen kann.

Worum geht es?

In Entenhausen herrscht ein knackig-kalter Winter. Just in diesem Moment gelangt Gustav Gans durch sein unvergleichliches Glück in den Besitz eines Hotels. Da er wenig später den Anruf eines Regisseurs erhält, der in dem Hotel einige Szenen seines neuen Thrillers drehen möchte und die von Gustav vergötterte Schauspielerin Betty Bell mit von der Partie sein wird, schnappt sich Gustav seine Vettern Donald und Dussel, die ihn als Hotelmitarbeiter unterstützen sollen, und begibt sich zu seiner neuen Immobilie.

Spoiler

Es zeigt sich, dass Gustav kein gewöhnliches Hotel geschenkt bekommen hat: Es besteht ganz und gar aus Eis. Nachdem die Filmcrew auftaucht, versucht Gustav die Aufmerksamkeit von Betty Bell zu erlangen, doch sein Glück scheint ihn verlassen zu haben: Immer wieder tritt er in Fettnäpfchen, blitzt er ab, sorgt er eher für Ärger denn für Wohlgefallen bei der holden Dame. Stattdessen hat ausgerechnet Dussel Duck bei ihr scheinbar zielgenau immer den richtigen Riecher. Nachdem der Film abgedreht ist, kippt Donald versehentlich ein Getränk über dem Schauspieler Lord Blake aus. Beim Versuch, ihm die Jacke abzunehmen, um sie zu reinigen, fällt ein Reagenzglas aus deren Futteral. Der zweite Regisseur Jimmy Koller gibt sich in dem Moment als Mitarbeiter eines Geheimdienstes zu erkennen, der einem Dieb auf der Spur war, der die Probe eines geheimen Astronautenanzuges geraubt hatte. Der Schuft wurde in Person von Lord Blake nun entlarvt. Blake versucht Betty als Geisel zu nehmen, doch Dussel knallt ihm versehentlich die Tür an den Kopf, wodurch er überwältigt werden kann. Zum Dank bietet Betty Dussel an, ihn in ihrer Villa zu besuchen. Nachdem Dussel erfährt, an welchen extremen Sportarten er dort gemeinsam mit Betty teilnehmen müsste, wieselt er sich mit einer Ausrede heraus. Dadurch erkennt Gustav nun auch, warum ihn sein Glück verlassen hatte: Es wollte verhindern, dass er bei Betty landet, damit er seinerseits nicht an dem ganzen Extremsport teilnehmen musste. Wenig später bekommt Gustav einen dicken Scheck für das Hotel und ist es somit auch schon wieder los. Dussel und Donald erhalten abschließend eine Tropenreise, da ihnen für ihre Mitarbeit ein Urlaub versprochen worden war. Ihr Zielort entpuppt sich als viel zu heiß.

Die Einschätzung

Auch bei diesem Comic könnte man wieder ein wenig Salz in der Suppe finden, wenn man auf Teufel-komm-raus gezielt danach sucht. So hat man inzwischen den Eindruck, dass in der Hälfte aller Gustav-Gans-Comics dessen sprichwörtliches Glück abhanden kommt. Natürlich passiert es nicht ganz so oft, und hier gibt es sogar eine schlüssige Erklärung, aber das Ganze nutzt sich ein wenig ab. Zum anderen wirkt der kleine Krimiaspekt, der in den Comic hineingestreut wurde, ein wenig auf Krampf hineingepresst. Sieht man davon aber einmal ab, erhält man auch hier wieder einen anständig unterhaltsamen Comic. Allein dass Dussel Duck hier nicht seine üblichen schrecklichen Slapstick-Stafetten abarbeitet und in jedem zweiten Panel etwas von besuchten Kursen faselt, ist eine Wohltat. Und auch die übrige Geschichte weiß zu überzeugen. Hier herrscht zwar kein großes Spannungslevel, aber die drei Vettern an einem Strang ziehen zu sehen, sorgt für eine Reihe von Feelgood-Momenten, die Leute vom Film bieten eine gute Ergänzung, und selbst der Schlussgag ist ganz okay. Zuguterletzt ist zeichnerisch hier kein Panel entgleist. So kamen wir am Ende zum zweiten Mal in diesem Band zur Durchschnittsnote 2,8: Ein Mitarbeiter vergab eine Zwei, der Rest unseres Testleser-Quintetts entschied sich für eine Drei.


Wie fandet ihr "Das Glück liegt auf Eis"?
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz