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  Die Entenanalyse: Das Erfinder-Diplom
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Nachdem wir nun schon fünf Comics aus dem aktuellen Lustigen Taschenbuch hinter uns gebracht haben, macht sich langsam Ernüchterung breit: Bis hierhin war zwar nichts wirklich schlecht, aber so richtig gut war auch noch nichts. Zuletzt hatten wir die Sergei-Schlamassi-Geschichte »Künstler im Geiste« thematisiert, unseren zugehörigen Artikel findet ihr hier. Nun ging es mit einer Story rund um Primus von Quack weiter.

Das Erfinder-Diplom

Der mit dreizehn Seiten verhältnismäßig kurze Dreireiher entstammt ursprünglich dem italienischen Magazin »Topolino« vom 10. Mai 2005, es hat also beinahe dreizehn Jahre gedauert, ehe man sich dazu durchringen konnte, die Geschichte ins Deutsche zu übersetzen. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass dreizehn Seiten eine eher untypische Länge für einen Comic aus einem Lustigen Taschenbuch sind, denn für eine »normale« Story ist diese hier zu kurz, für einen einfachen Lückenfüller aber auch schon wieder ein Stück zu lang. Die von Silvia Gianatti ausgearbeitete und von Danilo Barozzi gezeichnete Geschichte hieß im Original »Pico e la laurea da inventare«, was zu Deutsch »Primus und der Doktorgrad, der erst noch erfunden werden muss« bedeutet, wenn wir das richtig verstehen. Der Egmont Verlag gab die deutsche Version am 27. März 2018 im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 505 heraus, das man seit dem 27. März 2018 bekommen kann und das den Titel »Zutritt verboten!« trägt.

Worum geht es?

Primus von Quack wurde von einer Universität eingeladen, um der Abschlussklasse die Diplome zu überreichen. Er wurde auserkoren, da er Entenhausens Erpel mit den meisten Diplomen ist. Tatsächlich kann er jedem der Absolventen mitteilen, dass er das gleiche Diplom auch besitzt ... bis er an einen Studenten gerät, der einen Abschluss in Inventologie gemacht hat. Ein Erfinder-Diplom hat Primus noch nicht, was ihn in eine Sinnkrise stürzt.

Spoiler

Schockiert wendet sich Primus an den Mann, der sich mit dem Erfinden am besten auskennt: Daniel Düsentrieb. Er bittet ihn, ihm zu erläutern, wie man gute eine Erfindung entwickelt. Düsentrieb erklärt es damit, dass man sich einfach nur die Defizite im Alltag ansehen müsse, und dann das bauen müsse, was das Defizit ausgleicht. Egal was Düsentrieb auch vorschlägt, Primus hat immer eine Diplomarbeit parat, mit der er belegen kann, dass die jeweilige Erfindung eigentlich keine gute Idee ist, da es durchaus positive Folgen hat, das jeweilige Defizit bestehen zu lassen. Nun ... sagen wir mal: Primus müsste theoretisch jedes Mal eine Diplomarbeit parat haben, doch er findet sie im Chaos in seiner Tasche nicht. Primus und Düsentrieb gehen durch die Straßen, besuchen Donald, besuchen Gustav, und es passiert immer das gleiche: Daniel findet Defizite, erfindet irgendetwas, und Primus findet gute Gründe, warum man eigentlich gar nichts erfinden sollte. Last but not least bekommt er trotzdem ein Diplom in Inventologie: Nachdem er partout nicht die richtigen Diplomarbeiten finden konnte, hat er kurzerhand einen Rucksack erfunden, der alle darin enthaltenen Dokumente automatisch ordnet.

Die Einschätzung

Dass man von einem Dreizehnseiter jetzt nicht die allerkomplexeste Story erwarten kann, das dürfte jedem klar sein, der diese Zeilen hier liest. Tatsächlich aber war es so offensichtlich, dass Primus' finale Erfindung etwas mit dem Auffinden der richtigen Diplomarbeit zu tun haben würde, dass man selbst innerhalb dieser dreizehn Seiten das Gefühl »So langsam könnten die mal zum Punkt kommen« entwickelt. Sprich: Das hier wirkte wie ein Musterbeispiel einer Auffüllgeschichte mit einer einstelligen Seitenzahl, die versehentlich auf eine zweistellige Seitenzahl gedehnt wurde. Da man trotzdem binnen sehr weniger Minuten hindurchgerauscht ist, stört hieran aber auch nichts. Irgendwie passt das zu Primus von Quack: Findet irgendwer Primus von Quack super? Findet ihn irgendwer mies? Oder steht ihm nicht jeder vollkommen indifferent gegenüber, so wie wir das tun? Daher war das ein Comic, den man einmal schnell durchschmökert, anschließend mit dem nächsten weitermacht und ihn in der Zwischenzeit auch schon wieder vergisst. Schlussendlich entschieden sich zwei unserer Mitarbeiter für die Schulnote Drei, drei entschieden sich für eine Vier, was summa summarum die Durchschnittsnote 3,6 gab. Eben irgendwo im grauen Mittelfeld, so wie unsere Meinung zu Primus von Quack.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz