Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.220 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Susanne Lange«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Das Alabaster-Einhorn
Werbung:
Sieben Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 542, das den Titel »Wohin des Weges, Phantomias?« trägt und seit dem 2. Februar im Handel ist, hatten wir bis hierhin schon gelesen. Die meisten von ihnen waren so unterdurchschnittlich, dass man im Grunde bereits jetzt sagen kann, dass der Band keine große Chance mehr haben wir, noch zu einem empfehlenswerten Buch zu werden. Zuletzt thematisierten wir den Science-Fiction-Comic »Der Mars-Pendler«, der zwar angesichts der neuesten Ereignisse rund um den roten Planeten eine gewisse Aktualität hatte, leider aber alles andere als gut war, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Bewertung ist bis dato exakt die gleiche wie unsere (unsere Schulnote war eine 4,4, ihr liegt derzeit bei einer 4,41). In der nächsten Geschichte ging es in die Vergangenheit.

Das Alabaster-Einhorn

Anderthalb Jahre hat diese Geschichte bis dato auf dem Buckel, denn sie wurde am 18. September des Jahres 2019 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Damals trug die dreißig Seiten lange dreireihige Story den Titel »Paperin Sanspeur a l'unicorno d'alabastro«, was zu Deutsch »Donaldos Sanspeur und das Einhorn aus Alabaster« bedeutet. »Sanspeur« spielt dabei auf das französische »sans peur« an, was »ohne Angst« bedeutet. Ersonnen wurde der historische Comic von Carlo Panaro, gezeichnet wurde er von Alessia Martusciello.

Worum geht es?

Im Paris zu Zeiten von Sonnenkönig Ludwig XIV. begegnet man Donaldos Sanspeur, einem tapferen und aufopferungsvollen Adeligen, der leider vollkommen abgebrannt ist und sich vor seinen Gläubigern verstecken muss. Vor ihm steht eine große Aufgabe.

Spoiler

Der Schmied Francois (Franz Gans) beschlägt das Pferd von Donaldos, aufgrund des großen Zeitdrucks muss er ihm jedoch ein eckiges Hufeisen an den Fuß nageln. Donaldos soll zu seinem Onkel - dem schwerreichen Bankier Duckschild - kommen. Auf dem Weg dahin rettete er eine Frau vor einem Überfall. Eine Belohnung lehnt er ab, da ihm sein Ehrenkodex verbietet, Geldgeschenke anzunehmen. Duckschild berichtet ihm wenig später, dass der reiche Comte de Fée derzeit nach einem Mann sucht, der seine Güter verwalten soll. Um diesen Auftrag zu bekommen, möchte Duckschild ihm ein kleines Einhorn aus Alabaster schenken, da er weiß, dass der Comte solche Gegenstände sammelt. Donaldos soll die Figur überbringen. Er wird jedoch von der berüchtigten Basset-Bande (den Panzerknackern) überfallen und ausgeraubt. Madame Dorette (Oma Duck) stellt ihm ein Pferd zur Verfügung, um die Räuber zu überführen. Er findet die Spur seines eigenen Gauls, da die Abdrücke des eckigen Hufeisens unverwechselbar sind. Am Ende kann er die Bassets überrumpeln. Diese haben das Einhorn inzwischen an Duckschilds großen Rivalen Klevery (Klaas Klever) weiterverkauft. Klevery steht daher auch kurz vor dem Zuschlag für das ertragreiche Geschäft, als Donaldos auftaucht. Die beiden Männer liefern sich ein Säbelgefecht, das jäh endet, als die Nichte des Comte auftaucht: hinzukommt, ausgerechnet die Frau, die Donaldos zu Beginn des Comics gerettet hat. Sie überzeugt ihren Onkel von der Wahrheit. Der Comte möchte Donaldos abschließend mit tausend Goldstücken belohnen, doch Juliette erinnert in dem Moment daran, dass Donaldos kein Geld annimmt. Ernüchtert zieht der Held von dannen.

Die Einschätzung

Da haben wir ihn endlich, den ersten wirklich lesenswerten Teil dieses Lustigen Taschenbuchs. Dieser Ansicht wären wir mit Gewissheit auch, wenn unser Anspruch durch die vielen schwachen vorausgegangenen Comics nicht gesunken wäre. Die Duck-Storys im historischen Ambiente sehen zumeist nicht nur ziemlich gut aus, sie haben oft auch storytechnische Vorteile gegenüber anderen Comics, und da reiht sich das »Alabaster-Einhorn« gut ein. Donaldos Sanspeurs Charakter wird binnen weniger Seiten gut und glaubwürdig aufgebaut, die Grundidee weiß zu überzeugen, der Storyverlauf ist recht kreativ und spannend, und bis zur Auflösung weiß das Ganze zu überzeugen. Das Auftreten von Juliette kommt auch nicht wie eine Deus ex machina rüber, wie man es an dieser Stelle vielleicht glauben könnte, sondern gibt dem finalen Twist der Story einen überzeugenden Anstrich. Und selbst der Schlussgag ist in Ordnung und dem Rest der Geschichte durchaus angemessen. Wie man sehen kann, empfanden wir das Ganze weitaus besser als alles, was zuvor in diesem Band abgedruckt worden war. Am Ende gaben drei unserer Mitarbeiter dem »Alabaster-Einhorn« die Note Zwei, die beiden anderen entschieden sich für eine Drei. Summa summarum landeten wir hier also beim Durchschnittswert 2,4 ... wer hätte das gedacht, dass dieser Band noch einmal so gut abliefern würde.


Wie fandet ihr "Das Alabaster-Einhorn"?
1
 
 218 (47,8%)
Schulnote 2
2
 
 74 (16,2%)
Schulnote 1
3
 
 53 (11,6%)
Schulnote 3
4
 
 52 (11,4%)
Schulnote 4
5
 
 32 (7,0%)
Schulnote 5
6
 
 27 (5,9%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 456 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz