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  Die Entenanalyse: Besondere Fundstücke
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Kurz bevor sich der April seinem Ende zugeneigt hatte, war mit »Das Zeitportal« das 558. Lustige Taschenbuch erschienen. Wir haben kürzlich damit begonnen, es in gewohnter Manier von fünf Mitarbeitern und Helfern unserer Seite testlesen zu lassen. Mit der Titelgeschichte war es losgegangen, und die erwies sich leider als so schwach, dass man besser einen Bogen darum machen sollte. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr habt euch sogar noch als ein klitzekleines Stückchen kritischer als unser Team erwiesen: Während bei uns der Notenschnitt 4,6 herausgekommen war, ergab eure Abstimmung eine 4,69. Beinahe jeder zweite Teilnehmer der Abstimmung vergab die Note Sechs. Eigentlich kann es nun also fast nur aufwärts gehen ... hoffentlich. Den ersten Versuch treten dabei Donald und Dussel Duck an.

Besondere Fundstücke

Hierbei handelt es sich um einen Comic, der dreieinhalb Jahre auf dem Buckel hat: An Halloween des Jahres 2018 wurde er in Italien als »Paperino, Paperoga e gli oggetti ritrovati« im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Der damalige Titel bedeutet »Donald, Dussel und die Fundstücke«. Die Idee zu dem Zwanzigseiter stammte von Fausto Vitaliano, die (fragwürdigen) Zeichnungen steuerte Nicolino Picone bei.

Worum geht es?

Dussel Duck hat eine neue Geschäftsidee: Er möchte ein Fundbüro führen. Als Mitgesellschafter fungiert Donald Duck. Um sich von anderen Fundbüros abzuheben und schnell zu so viel Erfolg wie möglich zu kommen, hat sich Dussel dabei noch etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Spoiler

Die Spezialität von Dussels Fundbüro besteht darin, dass hier nicht nur verlorene Gegenstände abgegeben werden können. Stattdessen sammeln die beiden Vettern aktiv Gegenstände ein, die kurz davor stehen könnten, von ihren Besitzern verloren zu werden. Anders ausgedrückt: Sie nehmen den Besitzern die Gegenstände unbemerkt weg. Tatsächlich führt Dussels Idee zum Erfolg, schon bald steht man vor ihrem Fundbüro Schlange. Mit der Zeit treiben es die Vettern jedoch zu weit, die Leute kommen ihnen auf die Schliche und werden zornig. Unter anderem kommen die Ducks in den Besitz eines seltsamen Gegenstands, den sie als Teil eines Geräts zur Zubereitung von Heißgetränken identifizieren, der jedoch in Wirklichkeit ein wichtiges Bauteil einer Trägerrakete ist und zwei Geheimdienst-Agenten gehört. Diese machen ihnen schon bald die Hölle heiß. Da Dussel und Donald das Bauteil inzwischen aber schon an eine alte Frau weitergegeben haben, die es in ihre Kaffeemaschine eingesetzt und diese in ein Flugobjekt verwandelt hat, bleibt es verloren. Mit einer törichten Ausrede werden die Agenten dennoch zufriedengestellt: Da außer ihnen niemand weiß, wie das Bauteil aussah, können sie ihren Chefs einfach irgendetwas Beliebiges anderes geben. Äh ... okay!? An einem mysteriösen Platz an einem anderen Ort der Welt trägt sich indessen das gleiche zu. Zwei Enten haben ein Fundbüro eröffnet und halten ein Trägerraketen-Bauteil für einen Melonenschäler. Die Idee zu den Sprüchen, die einer von ihnen während der Arbeit verwendet, hat er aus einem Lustigen Taschenbuch.

Die Einschätzung

Das Erste, das einem - noch vor dem Lesen der ersten Sprechblase - unangenehm ins Auge springt, ist der Zeichenstil. Dieser Comic wurde teilweise gruselig zusammengeschmiert und ist definitiv kein optischer Höhepunkt. Storytechnisch ... leider auch nicht. Schlussendlich sieht man Dussel und Donald hier dabei zu, wie sie Leute bestehlen. Was bei den Panzerknackern, Kater Karlo & Co. bekämpft werden muss, ist hier etwas Drolliges ... klar, es sind schließlich Dussel und Donald. Ähem. Aber gut, man hinterfragt es ja auch nicht, wenn Dagobert Duck auf Schatzsuche mal wieder die Kulturgüter des nächstbesten Andenstaates plündert und in die eigene Kasse abfließen lässt. Wenn es denn wenigstens irgendein kleiner unterhaltsamer Spaß gewesen wäre, der dabei rausgekommen wäre ... aber nein, das ist die Geschichte einfach nicht. Anstrengend an Dussel-Duck-Comics wie diesen ist nebenbei, dass Donald Duck in Zusammenarbeit mit seinem Vetter scheinbar immer um ein paar Stufen verdummt. Dass es trotzdem kein komplettes Debakel geworden ist, liegt an den letzten beiden Seiten, in denen doch tatsächlich die vierte Wand durchbrochen worden ist. Bisweilen gibt es dazu ja kleine Anspielungen in Sprechblasen, doch so deutlich wie hier ist es schon lange nicht mehr erfolgt. Sonderlich witzig ist der dabei zustandegekommene Schlussgag zwar nicht, aber immerhin ist es mal ein Versuch, etwas anderes zu bieten als einen der üblichen Standards. Schlussendlich gab es für die »besonderen Fundstücke« von vier unserer Testleser die Note Vier, ein Mitarbeiter entschied sich für eine Fünf. Im Schnitt ergab das die Schulnote 4,2.


Wie fandet ihr "Besondere Fundstücke"?
1
 
 133 (34,6%)
Schulnote 6
2
 
 89 (23,2%)
Schulnote 5
3
 
 71 (18,5%)
Schulnote 4
4
 
 57 (14,8%)
Schulnote 2
5
 
 27 (7,0%)
Schulnote 3
6
 
 7 (1,8%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 384 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz