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  Die Entenanalyse: Ausgehext
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»Tag & Nacht im Einsatz« heißt das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 554, das seit dem 4. Januar im Handel ist, und ein Quintett an Mitarbeitern unserer Seite ist seitdem Tag und Nacht im Einsatz, um die darin abgedruckten Comics zu besprechen. Zuletzt ging es hier um die Geschichte »Der unsichtbare Klecks«, die eine Hommage an den »Unsichtbaren« von H.G. Wells war. Sicher war dies nicht die allerbeste Literaturumsetzung der Disney-Geschichte, aber durchaus eine ordentliche. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Eure Abstimmung fällt bisher deutlich kritischer als unsere Meinung aus: Während wir die Note 2,8 vergeben haben, ist euer Zwischenstand eine 3,46. Mit Gundel Gaukeley geht es nun weiter.

Ausgehext

Abermals handelt es sich um einen ziemlich aktuellen Comic: Erst am 17. März des vergangenen Jahres war er im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht worden. Damals hieß der 24 Seiten lange Dreireiher »Amelia e la magia tecnologica«, was man mit »Gundel Gaukeley und die technologische Magie« übersetzen kann. Die Geschichte wurde von Marco Palazzi und Massimiliano Valentini verfasst und von Giulia La Torre zeichnerisch in Szene gesetzt.

Worum geht es?

Gundel Gaukeley startet gerade ihren neuesten Angriff auf Dagobert Ducks Geldspeicher, als ihr Besen plötzlich den Geist aufgibt und sie abstürzt. Sie kommt neben dem Vorsitzenden des Hohen Hexenrats zum Liegen, der ihr verkündet, dass ihr die Zaubermacht entzogen wurde, da sie sich nur noch mit Dagoberts Glückszehner beschäftigt hat, anstatt neue Zaubersprüche auszuarbeiten und das internationale Hexenwerk zu fördern.

Spoiler

Gundel Gaukeley nimmt ein »ziviles« Leben in Entenhausen auf. Aufgrund ihres Faibles für Besen wird sie von einem Unternehmer engagiert, der die Firma »Fegerleins Feinste« leitet und von Vertretern Kehrbesen verkaufen lässt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten wird aus Gundel eine hervorragende Vertreterin. Zudem wird sie eine Genießein: Nachdem sie feststellt, dass ihr Knoblauch plötzlich nichts mehr anhaben kann, kommt sie auf den Geschmack und verzehrt das Lauchgewächs in allen möglichen Rezepten. Dagobert Duck lässt Gundel von Spionen beobachten und kommt nach einer Weile zu dem Schluss, dass sie keine Gefahr mehr darstellt. Stattdessen zieht eine andere Bedrohung auf: Eine Hexe namens Bissgurna will den Glückszehner an sich bringen. Gundel begibt sich sofort zu Dagobert und beginnt, den Geldspeicher gemeinsam mit ihm gegen die neue Zauberin zu verteidigen. Dabei kommt Technologie zum Einsatz, die Daniel Düsentrieb ausgearbeitet hat, um Magie vorzutäuschen, etwa ein batteriebetriebener Flugbesen. Als dessen Batterien den Geist aufgeben, stürzt Gundel erneut ab. Wieder taucht der Vorsitzende des Hohen Hexenrats auf, ebenso der Chef von »Fegerleins Feinste«. Dieser gibt sich als Magier zu erkennen, der die Rolle des Unternehmers nur gespielt hat. Alles war nur ein großer Test gewesen, eine Hexe namens Bissgurna gab es in Wirklichkeit nie. Da Gundel gelernt hat, ihre Beherrschung zu bewahren, werden ihr die Zauberkräfte wieder zurückgegeben. Prompt will sie diese wieder gegen Dagobert zum Einsatz bringen, doch ihre Knoblauchallergie setzt ebenfalls sofort wieder ein, und so wird sie eine Woche lang ans Bett gefesselt. Dagobert kann daher Vorbereitungen auf die kommenden Angriffe Gundels treffen.

Die Einschätzung

Dieses Mal schicken wir das Salz in der Suppe, das wir bei dieser Geschichte empfinden, mal vorweg: Dass der Hohe Hexenrat hier versucht, Gundel eine Lektion zu erteilen, ist an sich eine interessante Idee. Bei näherer Betrachtung lernt sie die Lektion aber eigentlich gar nicht, sondern entscheidet sich postwendend dafür, wieder weiterzumachen, wo sie vorher aufgehört hatte (zumindest sobald sie es knoblauchbedingt wieder können wird). Was hat der Hohe Hexenrat hier also erreicht? Unabhängig davon lässt sich der Geschichte jedoch nicht ihr Unterhaltungswert absprechen. Gundel ihrer Zauberkräfte beraubt zu erleben, ist eine nette und unverbrauchte Idee gewesen. Und die Art und Weise, in der sie magielos in Szene gesetzt wird, verbreitet einfach gute Stimmung. Sowohl die storytechnischen Gags als auch die gezeichneten wissen zu überzeugen, Dagobert und Gudel Seite an Seite zu sehen ist zwar komisch, ruiniert Gundels Figur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Situation jedoch nicht. Hinzu kommt noch, dass das Ganze zeichnerisch schön in Szene gesetzt wurde. Daher sind wir nicht päpstlicher als der Papst und sehen über die etwas fragwürdige Auflösung der »Prüfung« des Hohen Hexenrates hinweg. Zwei unserer Mitarbeiter entschieden sich, den Comic mit der Note Zwei zu bewerten, drei für eine Drei. Somit landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 2,6.


Wie fandet ihr "Ausgehext"?
1
 
 160 (42,7%)
Schulnote 3
2
 
 75 (20,0%)
Schulnote 4
3
 
 66 (17,6%)
Schulnote 2
4
 
 37 (9,9%)
Schulnote 1
5
 
 19 (5,1%)
Schulnote 5
6
 
 18 (4,8%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz