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  Die Entenanalyse: Ausbruchsgeschichten - Immer der Nase nach
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Zuletzt hatte sich das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 508 in eine erfreuliche Richtung bewegt: Der Comic »Der Schrecken der Meere«, den wir gestern gelesen hatten, erwies sich - gemeinsam mit dem Auftaktcomic - als (bisher) beste Geschichte des Buches. Besonders positiv fanden wir, dass der Unterhaltunsfaktor und die dahintersteckende Botschaft gut miteinander verwoben wurden, wie wir an dieser Stelle berichteten. Nun haben in dem seit dem 19. Juni erhältlichen Buch, das den Titel »Einfach entspannen!« heißt, weitergeschmökert.

Ausbruchsgeschichten: Immer der Nase nach

Vor einem Vierteljahr war im 505. Lustigen Taschenbuch die erste »Ausbruchsgeschichte« abgedruckt worden, die Opa Knack den anderen Panzerknackern aus seinem Leben schilderte. Wir fanden »Opa Knack geht in die Luft« recht durchschnittlich, wie ihr hier nachlesen könnt. »Immer der Nase nach« ist der zweite Teil der (unabhängig voneinander lesbaren) Trilogie, die von Alessandro Sisti erdacht und von Giada Perissinotto gezeichnet wurde. Das italienische Magazin »Topolino« veröffentlichte die Reihe im Laufe des Jahres 2014, dieser Teil hier erblickte am 15. April 2014 das Licht der Welt. Der damalige Titel lautete »Fuga dall'isola del cavolo«, was zu Deutsch »Flucht von der Kohlinsel« bedeutet. Der Dreireiher ist zwanzig Seiten lang.

Worum geht es?

Die im Gefängnis sitzenden Panzerknacker murren über das Essen, das ihnen vorgesetzt wird, nur Opa Knack ist vom eingelegten Kohlkopf in Salzlake begeistert. Da die anderen seine Jubelarie nicht nachvollziehen können, fragen sie nach, wie e dazu kommen konnte, dass Opa Knack ein solches Gericht lieben gelernt hat.

Spoiler

Opa Knack wird auf einem Schiff auf eine Gefängnisinsel transportiert. Dort wird er von einem Wächter namens Willi in Empfang genommen. Die Insel ist weder umzäunt noch bewacht, doch da sie sich mitten auf dem Meer befindet und nur von einem einzelnen Transportschiff angelaufen wird, ist offenbar kein Entkommen möglich. Auf der gesamten Insel befinden sich Kohlfelder, und die Häftlinge arbeiten darauf. Überall stinkt es bestialisch, insbesondere in der Fabrik, in welcher der Blumenkohl gekocht und konserviert wird. Opa Knack startet bewusst einen (schwachen) Fluchtversuch, nachdem er hört, dass Störenfriede in der stinkenden Fabrik arbeiten müssen. Dort arbeitet er fortan voller Begeisterung. Wenig begeistert sind seine Mithäftlinge, denn er durch seine Arbeit stinkt er dermaßen, dass sie nicht mehr in seiner Nähe schlafen wollen. So kommt es, dass Opa Knack komplett in die Fabrik umzieht. Eines Tages verschwindet er von dort spurlos. Der Spürhund kann aufgrund des Gestanks seine Fährte nicht aufnehmen, und die Kohlfässer sind viel zu klein, als dass er sich darin verstecken könnte. Tatsächlich hat er zwei Fässer zusammenmontiert und sich darin versteckt. Auf dem Schiff wird er zum Festland transportiert und befreit sich dort.

Die (jungen) Panzerknacker applaudieren Opa Knack für die Geschichte und für den gelungenen Ausbruchsversuch. In diesem Moment bekommt der alte Ganove Besuch von dem mittlerweile ergrauten Wächter Willi, der inzwischen zum »obersten Aufseher« aufgestiegen ist. Der berichtet, wie Opa Knack einst wieder eingefangen wurde: Da er noch immer dermaßen nach Kohl stank, war es kein Problem gewesen, ihn auf dem Festland wieder aufzuspüren.

Die Einschätzung

Wie schon die erste Ausbruchsgeschichte vor einem Vierteljahr, so war auch diese hier weder besonders gut noch besonders schlecht. Schlussendlich waren die zwanzig Seiten einzig und allein auf den Schlussgag hin geschrieben, auf einen Spannungsfaktor oder dergleichem wurde hier komplett verzichtet. Zugegebenermaßen wäre Opa Knack ohnehin nicht unbedingt der Protagonist, mit dem man sonderlich mitfiebern würde ... immerhin ist und bleibt er ein Verbrecher. Was uns nicht sonderlich gefiel, waren die Zeichnungen, die teilweise sehr abgespeckt waren. Auf mehreren Panels wurde (abgesehen von einer Farbe) auf jeden Hintergrund verzichtet, und insbesondere Wächter Willi sah schon ziemlich dürftig gezeichnet aus. Letztlich eine Geschichte, die man mal lesen kann, zumal sie auch vergleichsweise kurz ist und einem somit selbst dann nicht viel Zeit raubt, wenn man sich schlussendlich nicht damit anfreundet. Es ist aber auch eine Geschichte, bei der es kein großer Verlust ist, wenn man sie nie zu Gesicht bekommt. Schlussendlich entschieden sich jeweils zwei unserer Mitarbeiter, sie mit den Schulnoten Drei und Vier zu bewerten, ein Helfer gab ihr eine Fünf. So kam summa summarum der Durchschnittswert 3,8 zustande.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz