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  Die Entenanalyse: Aus dem Entenhausener Kurier - Geheime Formel in Gefahr
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Seit dem 8. Dezember kann man das 540. Lustige Taschenbuch bekommen, das den Titel »Zank und Zoff« trägt. Bisher erwies sich der Band als stetiges qualitatives Auf und Ab. Erfreulicherweise zählte die letzte von uns thematisierte Geschichte - ein Comic namens »Die falsche Partitur«, der einen Einblick in das Wirken von Giuseppe Verdi und zusätzlich auch noch einen in die italienische Geschichte bot - nicht einfach nur zu den besseren dieser Ausgabe, sondern sogar zu den richtig guten Disney-Comics allgemein. Ihr könnt unsere Analyse an dieser Stelle finden. Bei unserer Abstimmung habt ihr den Comic bislang ganz gut, aber nicht so gut wie wir bewertet (Durchschnittsnote 2,52 vs. unsere Note 1,8). Was folgte, war eine Geschichte aus den Redaktionsräumen des Entenhausener Kuriers.

Aus dem Entenhausener Kurier: Geheime Formel in Gefahr

Hierbei handelt es sich um einen außergewöhnlich jungen Comic, denn er hat gerade einmal ein halbes Jahr auf dem Buckel: Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 15. April dieses Jahres, also mitten in der Phase, in der Italien ganz besonders intensiv von der Corona-Pandemie gebeutelt wurde. Der 24 Seiten lange Dreireiher hieß damals »Zio Paperone e la formula minacciata«, was zu Deutsch »Onkel Dagobert und die bedrohte Formel« bedeutet. Corrado Mastantuono hatte die Idee zur Story, und er zeichnete die Geschichte auch selbst.

Worum geht es?

Die Assistentin des Colaproduzenten Gandolf Gurr hört durch Zufall, dass eine (nicht erkennbare) Person in ihrem Unternehmen telefonisch ankündigt, die geheime Rezeptur der Erfolgsmarke »Lola Cola« weiterzugeben. Dagobert Duck, mit dem er viele Jahrzehnte zuvor einen gemeinsamen Laden leitete, wird von eben jenem Gurr herbeigebeten, um herauszufinden, welcher seiner Angestellten ihn hintergeht. Daraufhin setzt Dagobert die Starreporter seiner Zeitung - Donald und Dussel auf den Fall an.

Spoiler

Drei Angestellte von »Lola Cola« gelten in den Augen von Gandolf Gurr als die Hauptverdächtigen, woraufhin sich Dussel und Donald an ihre Fersen heften. Rudi Rattinger verhält sich tatsächlich suspekt, hat aber offensichtlich nur ein geheimes Stelldichein mit einer Geliebten in einem Restaurant. Vor dem Haus von Boris Borst halten sich lauter zwielichtige Gestalten auf, tatsächlich handelt es sich jedoch nur um Freunde des Mannes, da dieser gerade seinen Geburtstag feiert. Sigi Stamp läuft mit einer auffälligen Aktentasche durch die Gegend und führt heimlich finanzielle Transaktionen durch, er entpuppt sich jedoch lediglich als Philatelist, der seiner Frau verheimlicht, dass er sein ganzes Geld für Briefmarken ausgibt. Nachdem Dussel und Donald dann zufälligerweise auf dem Titelblatt einer Klatschzeitung sehen, dass Rudi Rattingers Geliebte die Leiterin eines Getränkeherstellers ist, der mit seiner Marke »Gluck Cola« eine Nachahmung von »Lola Cola« erschaffen hat, rückt wieder der erste Verdächtige in den Fokus. So kommt es, dass Rattinger verhaftet wird. Bei einem abschließenden Gespräch von Dagobert und Gandolf Gurr vestrickt sich der Letztgenannte jedoch in merkwürdige Aussagen, und nachdem Dagobert wieder einfällt, dass ihre einstige Geschäftsbeziehung am Gebahren Gurrs scheiterte, beginnt er dessen Verhalten zu hinterfragen. Tatsächlich entlarvt Dagobert ein doppeltes Spiel des Geschäftsmannes, der die Formel von »Lola Cola« selbst verkaufen, aber weiter Einfluss ausüben wollte. Gurr versucht Dagobert zu beruhigen, indem er ihm verspricht, ihn an seinen Geschäften zu verteidigen, doch der reichste Erpel der Welt spielt nicht mit und sorgt für Gurrs Verhaftung.

Die Einschätzung

Zunächst einmal: Mit Corrado Mastantuonos Art, Figuren zu zeichnen, werden wir wohl nie so richtig warm werden. Was wir beispielsweise von dem von ihn kreirten Sergei Schlamassi halten, haben wir an dieser Stelle schon wiederholt erwähnt, und auch in »Geheime Formel in Gefahr« lassen die Mimiken der Ducks und die ergänzenden Nebenfiguren (Fräulein Frise - unterirdisch) in einigen Panels einfach die Augen bluten. Ansonsten kann man sich aber erfreulich wenig beschweren: Dafür, dass diese Geschichte einen großen Dussel-Duck-Anteil hatte, kommt sie mit vergleichsweise wenig schlechter Slapstick aus, die falschen Fährten sind nett ausgedacht, und dass sich Dagobert nicht in die finsteren Geschäfte seines einstigen Partners einbeziehen lässt, sondern ihn auffliegen lässt, rückt auch ihn in ein gutes Licht. Dass der Entenhausener Kurier als Grundgerüst um die Story herumgebaut wurde, ist eigentlich ziemlich überflüssig gewesen und wird nur am Rande in ein paar Panels erwähnt, schadet aber auch nicht weiter. Summa summarum eine ganz anständige Geschichte, die vielleicht nicht lange in Erinnerung bleiben wird, die man aber gut nebenher lesen kann und die einem ein paar nette Minuten beschert. Eine unserer Mitarbeiterinnen bewertete sie mit der Note Zwei, dreimal wurde die Drei vergeben, und einmal die Vier, so dass wir hier bei der Durchschnittsnote 3,0 landeten.


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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz