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  Die Entenanalyse: Aufschlag zum Erfolg
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Neun Comics aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 559, das »Eine handfeste Erfindung« heißt und seit dem 24. Mai im Handel ist, liegen hinter unseren fünf Testlesern. Zuletzt ging es hier um den Phantomias-Comic »Hof in Gefahr«, in den wir im Vorfeld die größten Hoffnungen gesteckt hatten und der sich auch tatsächlich als der beste Part dieses Bandes herausgestellt hat, aber dennoch ein wenig hinter den Erwartungen zurückblieb. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr wart dem Comic gegenüber noch ein klein wenig mehr zugetan: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,8 vergeben haben, ist der Zwischenstand eurer Abstimmung eine 2,61. Da wir den Einseiter »Mit Stock, Charme und Zylinder: Gehobener Lösungsansatz« aufgrund seiner Kürze weglassen, kommen wir nun zum letzten Comic dieses Bandes, den wir ausführlich thematisieren.

Aufschlag zum Erfolg

24 Seiten ist dieser Dreireiher lang, der am 24. Juli des Jahres 2019 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt worden war. Er stammt von Giorgio Salati und wurde von Francesco D'Ippolito zeichnerisch umgesetzt. Im Original hieß er »Paperina, Paperoga e l'impresa tennistica«, was man mit »Daisy und Dussel und das Tennisgeschäft« übersetzen kann.

Worum geht es?

Daisy ist glühender Fan der Tennisspielerin Joy de Paume, was Donald nervt. Sein Nervenkostüm wird noch mehr beansprucht, als Dussel auftaucht und eine neue Geschäftsidee im Gepäck hat. Er versteckt sich. Da Dussels neuester Coup ausgerechnet einen Exklusivvertrag zur Herstellung und zum Verkauf von Tennisartikeln im Namen Joy de Paumes ist, steigt stattdessen Daisy als Dussels neue Geschäftspartnerin ein.

Spoiler

Zunächst versucht Dussel signierte Tennisbälle an den Mann zu bringen, die jedoch von so schlechter Qualität sind, dass sie sich nur als Hundespielzeug eignen. Da er einen abstrus hohen Preis verlangt, wird aus dem Geschäft nichts. Danach versucht er es mit Tennisschlägern, die mit Ukulelensaiten bespannt sind und sich nur zum Musizieren eignen. Diese bekommt er verkauft, verlangt jedoch einen Spottpreis. Daraufhin reißt Daisy die finanzielle Seite des Geschäfts an sich. Überdimensionierte Shirts werden daraufhin erfolgreich - als Zelt - an den Mann gebracht. Wenig später treffen Daisy und Dussel auf Joy de Paume, die gerade Autogramme gibt. Dadurch erfährt Daisy, dass die Sportlerin niemals wissentlich einen Vertrag mit Dussel unterschrieben hat. Stattdessen hat sich Dussel ein Autogramm auf einen Vertrag geben lassen. Als der Manager von Joy de Paume dies mitbekommt, gibt es jede Menge Ärger, und Daisy zahlt eine Geldstrafe. Ihr gemeinsames Unternehmen ist damit am Ende. Dussel erholt sich, indem er auf einer Parkbank essbare »Energie-Tennisbälle« verspachtelt, die er zuvor hat patentieren lassen. Als Passanten dies mitbekommen, sind sie begeistert, und er schenkt ihnen ein paar von den vermeintlichen Bällen. Auch Joy de Paume sieht die essbaren Tennisbälle und engagiert Dussel prompt für ihr Merchandising-Team. Daisy ist damit auch wieder mit im Geschäft. Nur einer hat das Nachsehen: Donald, dem Dussels erste funktionierende Geschäftsidee damit durch die Lappen gegangen ist.

Die Einschätzung

Laut dem ersten Panel ist der Aufschlag von Joy de Paume »900 Kilometer pro Sekunde« schnell. Was soll das für ein Humor sein? Richtig zu kritisieren sind jedoch andere Dinge, insbesondere zeichnerische Aspekte. Ein Balljunge im ersten Panel hat gar kein Gesicht, Zuschauer auf dem linken mittleren Panel der zweiten Seite des Comics sind eine fürchterlich zusammengeschmierte Skizze, für die sich selbst Graffiti-Anfänger schämen würden, dann sind mal die Verhältnisse des Hintergrunds entgleist, etwa auf dem untersten Panel auf Seite 217. In anderen Panels wurden hingegen liebevolle zeichnerische Gags eingebaut - kurzum: Das ist alles sehr unkonstant.

Davon mal abgesehen ist die Kombination aus Dussel und Daisy vergleichsweise unverbraucht. Dadurch war zumindest gewährleistet, dass sich der Comic von den üblichen Dussel-Geschäftsideen-Storys unterschied, in denen in der Regel das gleichbleibende Wechselspielchen zwischen Dussel und Donald geboten wird. Hier ist zwar am Ende Donald trotzdem wieder derjenige, der das Nachsehen hat, bis dahin werden aber zumindest ein paar brauchbare neue Ideen abgeliefert. Gerade der Einfall mit dem Autogramm unter dem Vertriebsvertrag ist schon ziemlich gelungen. Nicht alles zündet, einige Gags sorgen gar für Stirnrunzeln, aber insgesamt gibt es keinen Grund, sich großartig zu beschweren. Eine nette kleine Story, die für ein paar Minuten unterhält und die man danach vermutlich schnell wieder vergisst. Von einem unserer Testleser gab es dafür die Note Zwei, während jeweils zwei die Noten Drei und Vier vergaben. Damit landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 3,2.


Wie fandet ihr "Aufschlag zum Erfolg"?
1
 
 172 (45,7%)
Schulnote 4
2
 
 100 (26,6%)
Schulnote 5
3
 
 45 (12,0%)
Schulnote 3
4
 
 33 (8,8%)
Schulnote 1
5
 
 16 (4,3%)
Schulnote 6
6
 
 10 (2,7%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 376 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz