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  Die Entenanalyse: Auf zum Titel!
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Vor einigen Wochen ließen wir fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon ein Stückchen zu alt sind, die Comics des 506. Lustigen Taschenbuchs lesen. Am Ende kamen wir zu einem erfreulich positiven Fazit, wie ihr nach wie vor an dieser Stelle nachlesen könnt. Am 22. Mai ist nun ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, und angesichts der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wurde es mit einer fußballbezogenen Titelgeschichte ausgestattet. Genau diese haben wir nun gelesen.

Auf zum Titel!

Während die meisten Comics, die im Lustigen Taschenbuch (und in seinen anderen europäischen Schwesternbüchern) abgedruckt werden, aus dem italienischen Magazin »Topolino« stammen, werden Storys wie diese hier extra geschrieben, um Tagesaktualität erzeugen zu können. Konzeptionell ist das natürlich eine nachvollziehbare Entscheidung, denn Tagesaktualität dürfte zusätzliche Buchverkäufe produzieren, qualitativ sind diese Geschichten allerdings meist nicht ganz so gut. In Italien wird »Auf zum Titel!« sicher auch in den kommenden Wochen erscheinen. Geschrieben wurde der 24 Seiten lange Dreireiher von Gorm Transgaard, für die zeichnerische Umsetzung war Giorgio Cavazzano zuständig. Der internationale Titel lautet »Four-Legged Footie«, was zu Deutsch »Vierbeiniger Fußball« bedeuten müsste.

Worum geht es?

Kurz vor dem Start der Fußball-WM läuft Donald durch einen Entenhausener Park und rettet einen Hund, der sich in einem Kletternetz verheddert hat. Der Besitzer des Hundes entpuppt sich als der Fußballer Sepp Stierle von der »Entenhausener Nationalelf«. Dieser entlässt seine unachtsame Hundesitterin und stellt stattdessen Donald an, um sich während der Spiele um »Schnupsi« zu kümmern. So kommt Donald zu einer unerwarteten Russlandreise.

Spoiler

Schon auf dem Flug erfährt Donald, dass Stierle extra einen Sternekoch engagiert hat, um für den Hund zu kochen. Schnupsi verweigert jedoch dessen exquisite Ravioli, die sich daraufhin Donald schmecken lässt. Nach der Ankunft in dem Haus, das der Fußballer für die Dauer des Wettbewerbs angemietet hat, wiederholt sich das Schauspiel: Schnupsi weigert sich, Spaghettis mit Champignons zu essen, dafür haut Donald rein. Nachdem Stierle zum Stadion aufbricht, wo die Entenhausener Nationalelf gegen »Costa Rosta« spielen muss, flüchtet der Hund aus dem Grundstück. Donald informiert seinen Arbeitgeber darüber, was diesen so aus der Fassung bringt, dass er katastrophal spielt und Entenhausen 0:4 verliert. Mit Hilfe eines GPS-Peilsenders gehen Stierle und Donald anschließend auf die Suche nach Schnupsi. Der hat sich zweihundert Kilometer entfernt, da er an Bord eines Güterzuges gesprungen ist. Auf abenteuerliche Weise heftet sich Donald ihm an die Fersen und findet ihn in einem Tierheim, aus dem sich Schnupsi gar nicht befreien lassen will, weil er dort gewöhnliches (aber dafür umso wohlschmeckenderes) Hundefutter bekommt. Schlussendlich kann Donald ihn doch mitnehmen, da ihm Hundefutter mitgegeben wird. Inzwischen läuft bereits das Halbfinale der Fußball-WM, und Stierle spielt schon wieder miserabel. Kurzerhand lässt sich Donald zum Stadion fliegen und springt gemeinsam mit Schnupsi mit dem Fallschirm darüber ab. Nachdem Stierle sieht, dass sein Hund wieder da ist und alles wieder in Butter ist, beginnt er groß aufzuspielen und Tore zu schießen.

Die Einschätzung

In der Vergangenheit haben wir schon gefühlt tausend Fußballgeschichten aus dem Entenhausener Comicuniversum gelesen, da nahezu jeder erdenkliche Anlass - Welt- und Europameisterschaften, Bundesliga-Saisonbeginn, Bundesliga-Saisonfinale, Europapokale & Co. - als Grund herangezogen wird, um im Lustigen Taschenbuch, dem Micky Maus Magazin und in anderen Publikationen Fußballthemen verarbeiten zu können. Neues gibt es dabei selten, und Donald war auch schon häufig als Unterstützer der Entenhausener Mannschaft (üblicherweise des FC, in diesem Fall eben der »Nationalelf« der Stadt, was auch immer das sein soll) dabei. Glücklicherweise ist die Fußballmannschaft in diesem Fall zwar als Kulisse dabei, spielt aber eigentlich nur eine sehr untergeordnete Nebenrolle, während Donalds Zusammenspiel mit Schnupsi den Kern der Angelegenheit bildet. Der Einfluss des Hundes auf den Sportler ist natürlich ein wenig abenteuerlich überzogen worden, aber trotzdem wirkt die Story im Vergleich zu dem, was man erwarten (oder befürchten) konnte, frisch und unverbraucht. Übermäßig spannend ist sie natürlich nicht, aber hier stand eben auch der Spaß an der Sache im Vordergrund. Außerdem muss man festhalten, dass die Geschichte zeichnerisch mit ein paar richtigen Höhepunkten aufwartet, etwa der opulenten Darstellung russischer Zwiebeltürme. So waren wir am Ende ganz zufrieden mit dem Comic: Jeweils zwei unserer Mitarbeiter bewerteten ihn mit den Schulnoten Zwei und Drei, eine Mitarbeiterin gab ihm eine Vier, so dass summa summarum der Durchschnittswert 2,8 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz