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  Die Entenanalyse: Auf ins Meer
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Erst vor wenigen Tagen sind wir damit fertiggeworden, die Comics des - leider eher durchwachsenen - 560. Lustigen Taschenbuchs durchzusprechen. Eine Übersicht unserer damaligen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Seit dem Dienstag ist bereits ein neuer Band im Handel. Die Nummer 561 trägt den Titel »Auf ins Meer!«, und in gewohnter Manier werden wir hier in den kommenden Tagen die Meinung unserer fünf Testleser zu den darin abgedruckten Comics zum Besten geben. Los geht es mit der Titelgeschichte (die im Gegensatz zum Buchtitel ohne Ausrufezeichen auskommt).

Auf ins Meer

Hierbei handelt es sich - abgesehen von einem Einseiter ganz am Ende des Bandes - um den einzigen Comic, der nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen wurde, sondern in diesem Lustigen Taschenbuch erstveröffentlicht wurde. Er besteht aus einem vierseitigen Prolog namens »Zurück aus den Ferien, rein in den Urlaub!« (verfasst von Maya Åstrup) und dem 23seitigen eigentlichen Comic »Plötzlich Perlentaucher« (verfasst von Lars Jensen). Die zeichnerische Arbeit leistete Massimo Fecchi.

Worum geht es?

Die Ducks und Gustav kehren von ihrem Ausflug zurück, der im vergangenen Lustigen Taschenbuch in der Auftaktgeschichte Der Strandraub beschrieben worden war. Daniel Düsentrieb trudelt gerade auch bei Donald ein und lädt ihn und Gustav zu einer Testreise auf einer Luxusyacht ein, die er für Klaas Klever konstruiert hat. Donald hat eigentlich keine Lust, doch als er hört, dass auch Daisy mit an Bord sein wird, schließt er sich dem Erfinder und Gustav an. Die nun folgende Seefahrt wird für ihn und seine Reisegefährten leider alles andere als lustig.

Spoiler

Die Seefahrt plätschert ein wenig vor sich hin. Vor allem Gustav langweilt sich. Er wünscht sich, es würde etwas Interessantes passieren, etwa dass ein »Wesen aus den Legenden« auftauchen würde. Und siehe da: Ein Riesenkrake taucht postwendend auf und zieht die Yacht (die dank Düsentrieb rasch unterseefähig gemacht wird) auf den Meeresboden. Dort schimmert es grell aus einer riesigen Spalte, und Donald erkennt, dass das Glitzern von Perlen herrühren muss ... denn deren Schimmern kennt er aus Dagoberts Geldspeicher. Donald und Düsentrieb steigen aus dem Schiff und tauchen in die Spalte hinab. Dort wartet ein wütendes Fischwesen namens Wanda auf sie, das Besucher nicht mag und den Kraken auf sie hetzt. Daisy und Gustav versuchen zu helfen, wodurch auch sie in Wandas Gefangenschaft geraten. Das zornige Fischwesen fordert von ihnen, das »Tal der Schmerzen« zu durchschreiten, eine Meerespassage mit Perlenmuscheln, die nach ihnen schnappen. Gustav beschließt, Wanda mit ein paar Beispielen seines Glücks abzulenken. Dadurch gelangen Donald, Daisy und Düsentrieb zurück ins Schiff und verpassen Wanda eine Ladung Duriansaft (Saft der Stinkfrucht). Auf diese Weise wird das Fischwesen bezwungen. Gustav ist indessen in einer riesigen Muschel gelandet, die eine Perle um ihn hat wachsen lassen. Diese Perle wird von einem Wal verschlungen. Zurück an der Küste spuckt der Wal die Perle aus, und so hat Gustav jede Menge Stoff, den er den passenderweise gerade am gleichen Ort stehenden Medienvertretern erzählen und damit prahlen kann.

Die Einschätzung

«Der Strandraub«, der Mehr-oder-weniger-Vorgänger dieses Comics, »bestach« (?) vor allem dadurch, dass er vollkommen hanebüchene Ideen miteinander verschachtelte und sich seiner Absurdität selbst bewusst war. »Auf ins Meer« entspricht so ziemlich der gleichen Kategorie, denn auch wenn viele hier verbauten Elemente durchaus auch schon in anderen Disney-Comics durchexerziert wurden, ist die Kombination des Ganzen schon außergewöhnlich abenteuerlich. Und spätestens durch den Einsatz der Stinkfrucht weiß man, dass den Machern sehr genau bewusst ist, dass sie hier ganz gezielt über jede Vernunft hinausgeschossen sind. Daher kann man der Geschichte ihre Verrücktheit nicht übelnehmen. Was man ihr hingegen sehr wohl anlasten kann, ist die Tatsache, dass all das nicht dazu geführt hat, dass der Comic sonderlich unterhaltsam wurde. Abgedreht ja, humorvoll ... naja. Die Geschichte mag ihre paar Momente gehabt haben, aber übermäßig gut funktioniert sie einfach nicht. Daher sind wir nicht unzufrieden, dass diese Strand- und Meer-Dilogie bereits ihr Ende gefunden hat. Und dass im kommenden Band (bis auf einen Einseiter) nur »Topolino«-Comics verbraten werden, dürfte auch erstmal nicht schaden. Für »Auf ins Meer« setzte es jedenfalls von einem unserer Testleser die Note Drei, und die Noten Vier und Fünf wurden jeweils zweimal vergeben. Damit landeten wir im Schnitt bei der Schulnote 4,2.


Wie fandet ihr "Auf ins Meer" (den Comic, nicht den ganzen Band)?
1
 
 120 (31,1%)
Schulnote 5
2
 
 90 (23,3%)
Schulnote 4
3
 
 89 (23,1%)
Schulnote 6
4
 
 53 (13,7%)
Schulnote 3
5
 
 24 (6,2%)
Schulnote 2
6
 
 10 (2,6%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 386 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz