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  Die Entenanalyse: Auf Härte und Niete geprüft
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Seit fünf Tagen kann man das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 520 im Handel bekommen, das dem neuesten Jubiläum des ersten Auftritts des bekanntesten Erpelmatrosen der Welt gewidmet ist und dementsprechend »85 Jahre Donald Duck« heißt. Zuletzt thematisierten wir hier den Comic »Rasante Radtour«, der sich als ein absolutes Ärgernis erwies, da er absolut katastrophal gezeichnet war und vor altbackenen Holland-Klischees nur so strotzte. Unsere Einschätzung findet ihr an dieser Stelle. Mit einem metallenen Beschützer ging es weiter.

Auf Härte und Niete geprüft

In diesem Band wurden mehrere recht alte Comics abgedruckt, »Auf Härte und Niete geprüft« ist der Älteste von ihnen: Die Erstveröffentlichung erfolgte bereits am 5. März des Jahres 2002. Anschließend hatte sich der Comic schnell auf der Welt verbreitet: 2003 konnte man ihn erstmals in Brasilien und Finnland lesen, 2004 in Portugal, hierzulande hieß es hingegen warten. Der 26 Seiten lange Dreireiher stammt von Carlo Chendi, er wurde von Giulio Chierchini gezeichnet und hieß im Original »Paperino e il robot guardia del corpo«, was man mit »Donald Duck und der Roboter-Bodyguard« übersetzen kann.

Worum geht es?

Dagobert Duck und Klaas Klever spazieren durch Entenhausen. Es kommt zu einem Angriff mit einem Farbeimer. Klevers Bodyguard wehrt die Attacke ab, so dass Dagobert die Farbe abbekommt. Klever empfiehlt dem reichsten Erpel der Welt, auch einen Leibwächter zu engagieren, doch die Kosten von 50.000 Talern pro Jahr missfallen Dagobert. Nachdem er auf dem Heimweg einen weiteren Farbeimer abbekommt, überlegt er sich die Sache nochmal sehr genau.

Spoiler

Die Firma »Gorilla-Bot« bietet Dagobert an, einen automatischen Bodyguard zu nutzen. Dieser würde 10.000 Taler kosten. Dagobert vereinbart eine Probezeit. Für den Stresstest engagiert er Donald Duck: Er bietet ihm 1.000 Taler an, wenn er es schaffen sollte, den Roboter zu überlisten. Donalds erster Farbeimeranschlag endet damit, dass der Roboter den Eimer mit einem Laser zerstört und die Farbe auf Donalds Jacke herabregnet. Ein Überraschungsangriff endet damit, dass der Roboter Donald in eine Mülltonne wirft. Bei einem besonders fixen Angriff landet er in einer Wanne voller Teer, beim vierten Versuch im Abwasserkanal. Anschließend muss er jedes Mal seine Jacke reinigen lassen. Ehe er kapituliert, bietet Donald Tick, Trick und Track 500 Taler, wenn sie eine Methode finden, den Roboter zu überlisten. Diese haben die zündende Idee: Donald verkleidet sich als Dagobert, woraufhin der Roboter nicht mehr weiß, ob er den richtigen oder falschen reichsten Erpel der Welt vor sich hat. Donald hat seinen Auftrag also erledigt. Dagobert versucht sich vor der Zahlung zu drücken, indem er behauptet, es sei nie von 1.000 Talern die Rede gewesen, doch Donald hat eine Tonaufnahme gemacht. Donald seinerseits versucht sich anschließend mit der gleichen Behauptung vor der Zahlung an die Kinder zu drücken, doch diese haben eine Videaufnahme gemacht. Am Ende muss Donald auch noch die restlichen 500 Taler an die Reinigungsfirma zahlen, so dass er am Ende genauso arm ist wie zuvor.

Die Einschätzung

Die User der Comic-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. haben »Auf Härte und Niete geprüft« eher schlecht bewertet. Wir können uns der Meinung nicht anschließen: Zwar ist das Grundprinzip der Story schnell durchschaut und hie und da hat man den Eindruck, schon mal ähnliche Comics gelesen zu haben, aber als ein Stück locker-leichte Unterhaltung für zwischendurch funktioniert der Comic durchaus. Donalds Angriffsversuche mögen nicht die Kreativsten gewesen zu sein, doch die Slapstick-Momente funktionieren, das Tempo ist dynamisch genug, um keinen Leerlauf aufkommen zu lassen, und dass die Angelegenheit nicht mit dem erfolgreichen Negativtest des Roboters zu Ende ist, sondern mit den Fragen der Geldverteilung noch eine kleine Episode obendrauf gesetzt wurde, wirkt auch rund und stimmig. Eigentlich fragt sich nur, wie sich Dagobert nun in Zukunft gegen Attacken zur Wehr setzt. »Auf Härte und Niete geprüft« ist vielleicht nicht so überragend, dass man die Geschichte unbedingt gelesen haben muss, aber trotzdem besser als so macher jüngerer Comic, der den Weg ins Lustige Taschenbuch geschafft hat. Am Ende entschied sich eine Mitarbeiterin für die Note Zwei, die übrigen für die Note Drei, so dass wir uns am Ende beim Durchschnittswert 2,8 wiederfanden.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz