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  Die Entenanalyse: Abflug auf Ski
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Ein paar Wochen sind ins Land gegangen, seitdem wir hier die Comics des 554. Lustigen Taschenbuchs besprochen hatten. Abgesehen vom überdrehten Auftaktcomic und einem überflüssigen Dussel-Duck-Beitrag hatte sich »Tag & Nacht im Einsatz« als durchaus lesenswerter Band entpuppt. Eine Zusammenfassung der damaligen Beiträge könnt ihr an dieser Stelle finden.

Der Februar ist der Monat der Schnapszahlen: Den 2.2.22 hatten wir nun schon, der 22.2.22 steht bald an, und das Lustige Taschenbuch 555 ist erschienen. Das gute Stück heißt »Abflug auf Ski«, und natürlich haben wir wieder ein Quintett an Mitarbeitern darauf angesetzt. Mit der Titelgeschichte legen wir heute los.

Abflug auf Ski

Dieses Mal sind zwei (verhältnismäßig) ausführliche Comics sowie ein weiterer Einseiter speziell für dieses Lustige Taschenbuch geschrieben worden, der Rest wurde dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen. In gewohnter Manier gehört die Titelgeschichte zur ersten Kategorie. Sie ist dreißig Seiten lang und wurde von Peter Snejbjerg ersonnen, die Zeichnungen steuerte Flemming Andersen bei.

Worum geht es?

Kurz nachdem Donald - wieder einmal - aus der Margarinenfabrik rausgeflogen ist, begegnen er und die Kinder Gustav. Der ist irritierenderweise (scheinbar) erkältet, obwohl er eigentlich sonst nie krank wird. Kurzerhand suchen er und die Ducks einen »Spezialisten« (einen Glücksguru) auf. Dieser attestiert Gustav eine akut aufgetretene Allergie gegen Glück und wartet mit einer ungewöhnlichen Behandlungsmethode auf.

Spoiler

Laut dem Guru muss Gustav vorübergehend sein Glück loswerden. Dazu will es der Pseudowissenschaftler mit Hilfe einer Maschine auf einen lebenden Zwischenspeicher übertragen. Als Wirt fungiert Donald. Fortan hat Gustav das Pech gepachtet, während Donald plötzlich das Schoßkind des Glücks ist. Während Gustav auf der sozialen Leiter schnell absteigt und als niederer Arbeiter in der Margarinenfabrik strandet, landet ein Video, auf dem Donald mit verbundenen Augen schlittschuhlaufend an Löchern im Eis vorbeischusselt, dank der Kinder im »Entnet«. Dadurch kommt Donald auf die Idee, immer abstrusere Stunts durchzuführen und auf die Jagd nach Klicks zu gehen ... schließlich hat er seiner Meinung nach nichts zu befürchten. Seine Stunts führt er auf dem »Schleudertraumtobel« durch, einem steilen Berg, der sich neuerdings auf dem Stadtgebiet befindet. Ein in Ketten durchgeführter Stunt bringt immerhin 17.000 Klicks. Eine mit einem Jetpack getriebene Abfahrt von der Spitze des Bergs soll seinen endgültigen viralen Durchbruch bringen. Inzwischen hat Gustav jedoch seine Allergie abgestreift und lässt sich das Glück zurückgeben ... was in Donalds Abwesenheit durchgeführt werden kann, welchen Sinn das nun auch wieder ergeben soll. Es kommt, wie es kommen muss: Die Abfahrt wird zu einem Debakel und endet in einem Bottich warmer flüssiger Schokolade. Durch Zufall gerät Gustav danach auf Donalds Schlitten und rast - mit Dynamit im Gepäck - darauf weiter. Dies endet mit der Explosion eines Hotels, das ohnehin abgerissen werden sollte. Gustav bekommt dafür eine Belohnung. Donald beschließt nach alledem, seinen Plan, viral zu gehen, trotzdem weiter zu verfolgen ... nun aber nicht mehr als #DonImGlück, sondern unter dem Hashtag #DonImPech.

Die Einschätzung

Inzwischen ist es soweit gekommen, dass man den Eindruck hat, dass es mehr Geschichten gibt, in denen Gustav Gans auf irgendeine Weise sein Glück verliert, als dass er von seinem Glück profitiert. Vermutlich täuscht das Gefühl, aber auf jeden Fall lässt sich nicht leugnen, dass das Thema »Gustav ohne Glück« schon sehr, sehr häufig aufgegriffen wurde ... auch (und gerade) im Lustigen Taschenbuch. Dass er es dieses Mal (mehr oder weniger) freiwillig loswerden will, ist zumindest ein Ansatz, der noch nicht ganz so überstrapaziert wurde. Auf welche Weise diese Idee umgesetzt wurde - also durch den Guru und seine Glücksentzugsmaschine - ist dann schon wieder so abstrus, dass man sich die Stirn reiben möchte. Andererseits: Gustavs Glück ist von Haus aus so überzeichnet, dass eigentlich alles, was damit zu tun hat, bei Lichte betrachtet ziemlich albern ist. Dass Donald mit seinem frisch gewonnenen Glück nichts Besseres einfällt, als »Entnet«-Star zu werden, ist vermutlich dem Erfolg von TikTok & Co. geschuldet und vor allem wegen jüngeren Lesern so umgesetzt worden. Uns selbst erschien dies nicht wie die spaßigste aller Ideen. Was schlussendlich dabei herausgekommen ist, ist kein schlechter Comic, aber übermäßig unterhaltsam ist er nun auch wieder nicht. Dass es bei den Szenenwechseln kein kurzes Wort der Überleitung gab, war im Übrigen ein wenig irritierend. Schlussendlich entschied sich eine Mitarbeiterin unserer Webseite, den Comic mit der Note Drei zu bewerten, während sich der Rest für eine Vier entschied. Damit sind wir mit der durchschnittlichen Schulnote 3,8 in diesen Band hineingestartet.


Wie fandet ihr "Abflug auf Ski" (den Comic, nicht das ganze Buch)?
1
 
 131 (32,8%)
Schulnote 5
2
 
 107 (26,8%)
Schulnote 4
3
 
 83 (20,8%)
Schulnote 6
4
 
 42 (10,5%)
Schulnote 3
5
 
 27 (6,8%)
Schulnote 1
6
 
 9 (2,3%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 399 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz