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  Die Entenanalyse: Ab ans Meer - Riesenwirbel am Strand
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Vor einigen Wochen ließen wir fünf unserer Mitarbeiter die Comics lesen, die im 546. Lustigen Taschenbuch mit dem Namen »Anpfiff in Europa« abgedruckt worden waren. Es handelte sich um eine mehr oder weniger ordentliche Ausgabe, deren anderthalb beste Comics zum Glück die besten waren, so dass immerhin der Anteil an guten Seiten ganz ordentlich war. Unsere Zusammenfassung, die wir völlig verspätetet veröffentlicht haben und die eure Abstimmungsergebnisse enthält, findet ihr an dieser Stelle. Inzwischen ist mit der Nummer 547 die diesjährige Sommerausgabe erschienen, was nicht unbedingt das vielversprechendste Thema ist. Das Buch heißt »Ab ans Meer«, und wir haben unser Mitarbeiter-Quintett im ersten Schritt auf die Titelgeschichte anegsetzt.

Ab ans Meer - Riesenwirbel am Strand

Hierbei handelt es sich um den einzigen Comic dieses Bandes, der speziell fürs Lustige Taschenbuch und seine anderen europäischen Pendants ersonnen wurde, während die restlichen Geschichten dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurden. Die Geschichte wurde im vergangenen Jahr von Gorm Transgaard geschrieben und von Flemming Andersen gezeichnet. Sie ist zweigeteilt, denn sie besteht nicht nur aus den 33 Seiten zu Beginn des Bandes, sondern auch noch aus einem dreiseitigen Epilog, der ganz ans Ende des Lustigen Taschenbuchs gedruckt wurde.

Worum geht es?

Tick, Trick und Track erfahren durch einen Artikel im Entenhausener Kurier, dass es einen Wettbewerb im Sandburgbauen gibt, bei dem es eine satte Million Taler (!?) zu gewinnen gibt. Ganzen Entenhausen ist sofort im Sandburgenbaufieber, unter anderem auch (auf ihre jeweils ganz individualistische Weise) Donald, Gustav und Onkel Dagobert.

Spoiler

Während sich die ganze Stadt am Strand versammelt und dort von einem Anheizer dazu gebracht wird, sich intensiv ans Burgenbauen zu machen, attackieren Gundel Gaukeley und die Panzerknacker gemeinschaftlich den Geldspeicher. Gundel sorgt dafür, dass die gesamte Polizei in ihrem Präsidium gefangen ist, die Panzerknacker bearbeiten indessen den Geldspeicher mit einem Hochleistungslaser. (Wenn sie über die Kapazitäten verfügen, an so ein Gerät zu gelangen, warum verschwenden sie ihre Zeit dann überhaupt mit den ständigen erfolglosen Angriffen auf Dagobert Ducks Vermögen?). Während die Panzerknacker am Werkeln sind, schaut sich Gundel das Szenario am Strand an und verliert dabei ihren Zauberstab. Der landet in Donalds Händen, der sich daraufhin (unter anderem) eine besonders herausragende Sandburg zusammenzaubert. Nachdem sich der Anheizer des Wettbewerbs als verkleideter Panzerknacker herausstellt, begibt sich Dagobert auf einem riesigen Sandroboter, dem ihm Donald auf magische Weise verschafft hat, zum Geldspeicher. Die Panzerknacker wollen gerade fliehen, er jagt ihnen nach und bringt sie nach einigem Hin und Her zur Strecke. Gundel hat derweilen bemerkt, dass ihr Zauberstab weg ist, und so fliegt sie (mit dem inzwischen eingeheimsten Glückszehner) zum Strand. Dort entbrennt ein magisches Duell mit Donald, bei dem drei Dinge geschehen: (1) Gundel verliert den Glückszehner, die Kinder nehmen ihn an sich. (2) Der Zauberstab geht kaputt. (3) Daisy wird in eine Riesin verwandelt, was zum Glück nicht lange vorhält, da die Kinder im Schlauen Buch ein Gegenmittel für sämtliche Magie finden. Dagobert bekommt seinen Zehner zurück, die Belohnung für die Ergreifung der Panzerknacker wird als neues Preisgeld dem Sandburgen-Wettbewerb zur Verfügung gestellt. Donald gewinnt mit seiner magisch hergestellten Burg.

... nun, zumindest sieht es so aus, aber dann kommt eben noch der dreiseitige Epilog obendrauf. Gundel rächt sich für den Verlust des Glückszehners, indem sie einen Tornado zum Strand schickt. Dieser zerstört alle Sandburgen. An Gustavs Platz schiebt die Windhose hingegen den Sand zu einem imposanten Gebäude zusammen. So gewinnt dann am Ende doch Gustav, und Donald ärgert sich schwarz.

Die Einschätzung

Nach dem Lesen der drei Extraseiten waren wir uns einig, dass der Epilog den Comic noch einmal eine ganze Stufe schlechter gemacht hat, als er ohne ihn gewesen wäre. Gut, Donald hat seine Sandburg nicht selbst gebaut und dafür eigentlich auch nicht den Sieg verdient, aber immerhin hat er an der Ergreifung der Gangster und der Bereinigung der Situation mitgeholfen, und so wäre es irgendwie nett gewesen, ihn am Ende auf der Siegerseite zu sehen ... zumal es ja auch keine Million mehr zu gewinnen gab. Dass dann Gustav der Sieg hinterhergeworfen wurde, obwohl er - für alle ersichtlich - keinen Finger gerührt hat, war erstens nicht witzig, zweitens sorgte es dafür, dass man das Lustige Taschenbuch mit einem eher negativen Moment zuschlägt. Und das haben die Macher des Bandes für eine gute Idee gehalten? Bis dahin war der Comic ganz okay, sieht man mal von ein paar holprigen Momenten ab, etwa der Tatsache, dass trotz riesiger Teilnehmerzahl niemand hinterfragt, woher denn bitte die Million eigentlich kommen soll, die hier für solch trivialen Nonsens wie das Bauen von Sandburgern ausgelobt ist. Davon abgesehen gab es hier immerhin ein paar ganz ordentliche Einfälle, die man nicht alle Tage erlebt, und da man generell keine große Erwartungen an die Comics hat, die nicht aus Italien stammen, ist der Eindruck nicht allzu schlecht. Schlussendlich entschieden sich drei unserer Mitarbeiterinnen, den Comic mit der Note Drei zu bewerten, zweimal wurde eine Vier vergeben. Damit landeten wir beim Durchschnittswert 3,4.


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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz