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  Büchernews: Lutz Seiler mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet
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Vor einigen Tagen wurde die Leipziger Buchmesse, die heute begonnen und bis zum Sonntag angedauert hätte, aufgrund des Coronavirus abgesagt. Zur Tradition der Veranstaltung gehört die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse in verschiedenen Kategorien. Da dies auf gewohntem Wege nun nicht mehr möglich war, wurden die neuen Preisträger in diesem Jahr via Deutschlandfunk Kultur bekanntgegeben.

In der medial am stärksten beachteten Kategorie, nämlich dem Bereich der Belletristik, wurde Lutz Seiler für sein Werk »Stern 111« aus dem Suhrkamp Verlag ausgezeichnet. Er tritt in die Fußstapfen von Anke Stelling, die im vergangenen Jahr für ihr Werk »Schäfchen im Trockenen« mit der Ehrung bedacht wurde. Nachdem Seiler bereits 2014 zum Auftakt der damaligen Frankfurter Buchmesse für seinen Debütroman »Kruso« mit dem Deutschen Buchpreis gewürdigt worden war, nennt er damit die beiden - dies ist natürlich bis zu einem gewissen Grad Ermessensfrage - wichtigsten Auszeichnungen der deutschsprachigen Buchwelt sein Eigen.

In seinem Buch zeichnet Seiler ein Bild der unmittelbaren Nachwendejahre. Man begegnet dem Ehepaar Bischoff zwei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, als es sein bisheriges Leben hinter sich lässt. Die beiden Fünfzigjährigen erfüllen sich einen Traum und begeben sich auf eine Reise, die sie durch Notaufnahmelager & Co. führt. Von ihrem Lebensgeheimnis, dem sie dabei nachgehen, weiß nicht einmal ihr Sohn etwas. Dieser wiederum flieht nach Berlin, wo er zunächst auf der Straße lebt und sich anschließend einer Gruppe junger Menschen anschließt, die ein Dasein am Rande der Legalität führt. Während Carl - so der Name des jungen Mannes - durch die Wirren seiner Zeit mäandert, bleibt nur eines konstant, nämlich seine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der einzigen Frau, in die er je verliebt war. »Stern 111« hat einen Umfang von 528 Seiten und kann für 24 Euro erworben werden. Die digitale Ausgabe des Romans ist drei Euro günstiger, zudem existiert eine ungekürzte Autorenlesung als Hörbuchversion. Sie hat eine Spielzeit von 18:28 Minuten.

In der Kategorie der Sachbücher und Essayistik wurde Bettina Hitzer für ihr Werk »Krebs fühlen - Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts« ausgezeichnet. In dem Buch aus dem Hause Klett-Cotta erzählt die Autorin die unbemerkte Kulturgeschichte der Gefühle am Beispiel der »Königin aller Krankheiten«. Für die beste Übersetzung wurde Pieke Biermann ausgezeichnet, welche die wiederentdeckte moderne Theseus-Sage »Oreo« von Fran Ross für den Deutschen Taschenbuch Verlag aus dem Englischen ins Deutsche übertrug.

Die Jury, die über die Preisträger entschied, setzte sich aus der Autorin und Bloggerin Katharina Herrmann, der freien Literaturkritikerin Katharina Teutsch, Katrin Schumacher von 3Sat und dem MDR, Marc Reichwein von der Welt, dem freien Literaturkritiker Tobias Lehmkuhl, Wiebke Porombka vom Deutschlandradio sowie Jens Bisky von der Süddeutsches Zeitung zusammen. Letzterer fungierte zum zweiten Mal in Folge als ihr Vorsitzender.

Die nächste Leipziger Buchmesse wird vom 18. bis 21. März 2021 stattfinden, sie wird ab Montag vorbereite.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Schäfchen im Trockenen vom 14.12.2019 22:42:
» Eine gnadenlose Abrechnung mit seinem Umfeld Inhalt & Handlung: In „Schäfchen im Trockenen“ hadert die Protagonistin Resi mit ihrem Schicksal und arbeitet dieses in einem fiktiven Buch, das sie zum Teil an ihre Tochter Bea gerichtet hat, auf. Sie nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund und rechnet darin gnadenlos mit ihrer Umgebung ab. Dieses Buch, das letztlich zahlreiche Preise einheimst, führt zum Bruch Resis mit ihrem Freundeskreis von früher, da sich dieser verständlicherweise verraten fühlt. Schreibstil: Das Buch ist als Monolog an Resis Tochter Bea aufgebaut, manchmal verlieren sich die Gedanken in Fantasien, es hagelt Vorwürfen in alle Richtungen, die geprägt sind von der recht einseitigen Sichtweise Resis. Man findet aber auch wirklich komische Beschreibungen ganz alltäglicher Szenerien, wie sie jeder von uns selbst wohl bestens kennt. Die wirklich treffenden Formulierungen können einem so manches Schmunzeln …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Sheena01
Kommentar zu Kruso vom 18.10.2014 8:10:
» Dem Deutschen Buchpreis sei dank ist "Kruso" inzwischen auf den ersten Platz der Spiegel-Bestseller geklettert. Wenn die Leute nur wüssten, was für einen geschwurbelten Blödsinn sie sich da zulegen! Wobei es schon faszinierend ist, welchen Einfluss solch ein Preis hat. Wenn irgendwann damit begonnen wird, gute Bücher mit Preisen auszustatten, wird es in Zukunft vielleicht sogar mal qualitativ gute Bestseller geben.«
– geschrieben von bak
Kommentar zu Kruso vom 13.10.2014 16:27:
» Ein von den Kritikern hochgelobter und mit Preisen ausgestatteter Roman, der blendend unter Beweis stellt, warum man auf Kritiker nichts geben kann. Absolut unmöglich geschrieben, unnötig kompliziert, konfus, und vor allem extrem langweilig. Jurys sind einfach so gut wie immer vollkommen weltfremd.«
– geschrieben von Jam

 
Autorentags: Anke Stelling, Lutz Seiler
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Kruso
Geschrieben von: Lutz Seiler (2. September 2014)
6,00
[2 User]
Schäfchen im Trockenen
Geschrieben von: Anke Stelling (27. August 2018)
Stern 111
Geschrieben von: Lutz Seiler (2. März 2020)
2,13
[136 User]
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz