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  Blick in die Bestsellerlisten vom 20. Dezember 2020
Vorgestern haben wir hier die dieswöchige Bestsellerliste der altehrwürdigen New York Times thematisiert, und dabei galt es fetstzuhalten, dass die Mühlen des Buchmarktes ziemlich eingeschlafen waren, denn es hatte - zum zweiten Mal in Folge - keine Neueinsteiger gegeben. Auch in den deutschsprachigen Bestsellerlisten ging es in dieser Woche ruhig zu. Kein Wunder: Weihnachten ist nah, und es sind in den letzten Wochen nicht mehr allzu viele prominente Neuveröffentlichungen erschienen, da es sich nicht mehr gelohnt hätte, sie so kurz vorm Fest noch schnell in den Handel zu spülen. Oder anders ausgedrückt: Die meisten potenziellen Bestseller waren schon ein paar Wochen eher veröffentlicht worden. Nichtsdestotrotz haben es acht Werke frisch in eine Reihe von ausgesuchten deutschsprachigen Büchercharts geschafft, und diese werden wir euch hier nun vorstellen. Wenn ihr euch nicht nur für die Neuzugänge, sondern für die kompletten Bestsellerlisten interessiert, solltet ihr euch indessen bei Charts.de, auf der Webseite der BILD und natürlich beim Spiegel umsehen.

Print-Verkaufscharts von Media Control

Um ihre Print-Verkaufscharts zu errechnen, zählten die Fachleute von Media Control die Absatzzahlen, die zwischen dem 1. und 7. Dezember zustandegekommen sind. Hier gelang es Thrillerkönig Sebastian Fitzek, mit seinem aktuellen Roman »Der Heimweg« die Spitze zu verteidigen. Kinderbuchautor Jeff Kinney verharrte mit »Halt mal die Luft an!«, dem fünfzehnten Band seiner Erfolgsreihe »Gregs Tagebuch«, auf der zweiten Position ... unterschiedlicher könnten die beiden Erstplatzierten kaum sein. Charlotte Link robbte sich mit ihrem Buch »Ohne Schuld« auf den Bronzerang hoch. Der Krimi wurde in den vergangenen Tagen zum Buch des Monats November der Leserkanone-Besucher gewählt ... doch dazu werden wir euch später am Tag mehr berichten. Was Neuzugänge angeht, so zeigte sich das gleiche Bild wie bei der New York Times: Es gab gar keine. Im Gegensatz zu den amerikanischen Büchercharts gab es aber immerhin einen Rückkehrer, nämlich Volker Kutscher, der mit seinem historischen Kriminalroman »Olympia« wieder auf dem neunten Platz eintraf.

E-Book-Verkaufscharts von Media Control

Bei den E-Books war schon etwas mehr los. Die Media-Control-Leute zählten hierfür die Verkaufszahlen, die zwischen dem 30. November und dem 6. Dezember zusammenkamen. Hier schaffte eine Neueinsteigerin auf Anhieb den Sprung an die Spitze: Corina Bomann landete dort mit dem historischen Roman »Sophias Triumph«, dem finalen Band ihrer Saga über die »Farben der Schönheit« aus dem Hause Ullstein. Auf umgerechnet 528 Seiten entführt sie ihre Leser darin in das New York zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der sich der Ehemann von Titelfigur Sophia nach einem Streit freiwillig für den Dienst an der Front meldet. In der Folge versucht sich Sophia mit Arbeit abzulenken. Zum einen könnte sie für Elizabeth Arden eine eigene Pflegeserie entwickeln, sie spielt jedoch auch mit dem Gedanken, ein eigenes Unternehmen aufzuziehen. All dies rückt auf einen Schlag in den Hintergrund, als ihr Mann in Frankreich verschwindet und weitere schlimme Nachrichten aus der alten Heimat folgen. Das E-Book hat einen Preis von 11,99 Euro. Im Bücherblog Meine kleine Welt wurde Corinna Bomanns Werk als »großartiger Abschluss einer wirklich tollen Trilogie« eingestuft.

Wegen des Erfolgs von Frau Bomann musste der Vorwochenerste Sebastian Fitzek mit seinem »Heimweg« in dieser Woche mit der Silberposition Vorlieb nehmen. Charlotte Link verteidigte mit »Ohne Schuld« den dritten Rang. Um die zweite Neueinsteigerin dieser Woche zu finden, muss man derweilen bis zum zehnten Platz hinabstöbern. Auf jener Position stößt man dann auf Helen Harper, die dort mit ihrem Fantasyroman »Verhexte Nächte« durchs Ziel kam. Bei dem Buch aus dem LYX Verlag handelt es sich um den dritten Teil ihrer Reihe über die »Hex Files«. In der umgerechnet 267 langen Geschichte stolpert die Hexe Ivy Wilde in ein neues Abenteuer, was der Tatsache geschuldet ist, dass sie als einziger Mensch auf der Welt mit Toden kommunizieren kann. Durch die schwatzhaften Geister erfährt sie, dass ein Serienkiller umherzieht, der Hexen hasst, und sie entscheidet, es selbst mit dem Unhold aufzunehmen. Dabei gerät sie erwartungsgemäß in große Schwierigkeiten. Das E-Book ist für 6,99 Euro zu bekommen, und die Buchbloggerin von Die Lesebrille bezeichnete es als »lustig, charmant, spannend und einfach eine tolle Unterhaltung«.

Belletristik-Bestsellerliste der BILD

Die Top Zwanzig, die in dieser Woche von den Bücherexperten unter dem Dach der BILD-Zeitung veröffentlicht wurde, ermittelte sich aus den Verkaufszahlen, die zwischen dem 7. und 13. Dezember bei Amazon zustandekamen. Hier rangierte der Psychothriller »Der Heimweg« von Sebastian Fitzek einmal mehr ganz oben. Es war bereits das sechste Mal, dass das Buch dort Platz Eins belegte, was für das laufende Jahr einen absoluten Rekord darstellt. Nur wenige Werke schaffen es bei der BILD zwei Wochen lang auf den Platz an der Sonne, alles darüber hinaus kommt nur alle paar Jubeljahre zustande. Jeff Kinney blieb mit seinem Kinderbuch »Halt mal die Luft an!« auf der zweiten Position, dahinter katapultierte sich der schreibende Drogerieketten-Besitzer Dirk Roßmann mit seinem Klimathriller »Der neunte Arm des Oktopus« vom dreizehnten Rang der Vorwoche hoch auf die Bronzeposition.

Der höchste Neueinsteiger der Woche stammt von zwei Autoren. Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter sind sich vor einiger Zeit durch Zufall in einem edlen Grand Hotel an der Ostsee über den Weg gelaufen und haben begonnen, sich zu unterhalten. Die damaligen Gespräche wurden vom Diogenes Verlag in dem Buch »Alle sind so ernst geworden« abgedruckt. Auf 272 Seiten kann man darin erleben, wie sich die beiden Starautoren über allerhand Wichtiges und Wichtiges einen Schlagabtausch liefern, unter anderem über Badehosen, Drogen, das Kochen, über Gott und den Teufel, übers Verliebtsein, übers Wiedersehen ... und über so ziemlich alles andere auch, das man sich vorstellen kann. Die Kritiken dazu, die man im Internet finden kann, gehen bis dato sehr weit auseinander. Um sich selbst ein Bild machen zu können, sind 22 Euro zu zahlen, die E-Book-Version ist drei Euro preiswerter.

Delia Owens kehrte mit ihrem Entwicklungsroman »Der Gesang der Flusskrebse« auf der zwölften Position zurück, die nächste »richtige« Neueinsteigerin schaffte es bis auf die fünfzehnte Position. Martina Gercke führt dort eine Stafette von fünf direkt aufeinander folgenden Neuzugängen an. Die Self-Publisherin erzählt in »Eine unperfekte Liebe« die Geschichte einer Innenausstatterin namens Katie, deren Leben in London an sich perfekt läuft, die jedoch einfach partout nicht auf ihren Traummann stoßen will, während ihre biologische Uhr am Ticken ist. Kurz vor Weihnachten begegnet sie einem attraktiven Stripper ... und wie sich bald zeigt, handelt es sich bei diesem um ihren neuen Auftraggeber. Sie selbst hat sich die Regel gesteckt, sich niemals auf Kunden einzulassen. Auf der anderen Seite wird die Geschichte des Schriftstellers Hunter erzählt, der nach einer schmerzlichen Trennung die Nase von Frauen voll hat und sich in das Cottage seiner Großeltern zurückzieht. Dort wird sein häuslicher Frieden alsbald von einer ganz speziellen Innenausstatterin gestört. Für Martina Gerckes Buch sind 12,99 Euro zu zahlen, die E-Book-Ausgabe gibt es für zehn Euro weniger. Abonnenten von »Kindle Unlimited« können »Eine unperfekte Liebe« gänzlich kostenfrei lesen. Das Buch hat einen Umfang von 380 Seiten.

Auf Platz Sechzehn landete der schwedische Bestsellerautor Jonas Jonasson mit seinem aktuellen Roman »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte«. Den Einstieg in das Buch hatten wir erst vor wenigen Stunden im Rahmen unserer Kolumne Projekt 10 vorgestellt, und in wenigen Tagen werden wir euch eine hauseigene Rezension präsentieren können. Das 400 Seiten starke Werk aus dem C. Bertelsmann Verlag schildert die Geschichte eines Aufeinanderprallens zweier Kulturen: Auf der einen Seite wäre das ein skrupelloser schwedischer Galerist, der Ausländer hasst, Frauen verachtet und für Geld bereit ist, über Leichen zu gehen. Auf der anderen Seite begegnet ihm ein Massai aus Kenia, der sich für vieles interessiert, für Geld jedoch ganz und gar nicht ... vielmehr weiß er nicht mal so recht, worum es sich dabei überhaupt handelt. Ausgerechnet dieser Krieger ist im Besitz eines Gemäldes, mit dem der Galerist jede Menge Geld verdienen könnte. Für das Buch des Schöpfers des »Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand« sind 22 Euro zu zahlen, die Digitalausgabe ist fünf Euro günstiger.

Hinter Jonasson konnte sich keine Geringere als JK Rowling platzierten. Sie holte sich mit ihrem Kinderbuch »Der Ickabog« die siebzehnte Position. In dem Werk, das jungen Bücherwürmern ab einem Alter von acht Jahren ans Herz gelegt wird und 34 Zeichnungen von Kindern enthält, die sich bei einem Wettbewerb durchgesetzt hatten, müssen zwei kleine Helden außergewöhnlich viel Mut beweisen. Es geht nach Schlaraffien, das einst das glücklichste Königreich der Welt war. Einziger Haken an der Sache war das neblige Marschland im Norden, denn dort hauste einer Legende nach ein schreckliches Monster, nämlich der titelgebende »Ickabog«. Eigentlich hieß es, dass es sich dabei aber nur um einen Mythos handelt, der den Zweck verfolgte, kleinen Kindern Angst zu machen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, kann man auf 352 Seiten erfahren. JK Rowlings Buch ist im Carlsen Verlag auf Deutsch erschienen und kann für zwanzig Euro bezogen werden. Die Digitalausgabe hat einen Preis von 12,99 Euro. Laut Booknerds by Kerstin hat die Autorin ihre Geschichte »wunderschön fantasievoll und humorvoll erzählt«, und auch Bloggerin Tine_1980 von nichtohnebuch lobte sie, wenngleich sie anmerkte, dass die »düstere Seite und die brutalen Beschreibungen [..] für ein (Hör)buch ab acht Jahren etwas zu detailliert« seien.

Self-Publisherin Emmi Winter sicherte sich mit ihrem weihnachtlichen Liebesroman »Millionär on Ice« den achtzehnten Platz. Darin begegnet man einer jungen Eiskunstläuferin namens Blanche, deren Karriere seit einem schweren Trainingsunfall in der Schwebe hängt und eine lange Reha absolviert hat. Ausgerechnet als sie zum Heiligabend auf dem Dach des Hochhauses, das den »Millionaires NightClub« beherbergt, ihre Comebackshow abliefern soll, tritt ihr Trainer von allen Ämtern zurück und wird durch einen berüchtigten Playboy ersetzt, der einst selbst große Erfolge als Eiskunstläufer feierte und nun ein attraktiver Millionär ist. Seine Vorstellungen umfassen nicht nur eine spektakuläre Show am Heiligabend, sondern auch noch eine spezielle Kür im Nachhinein. Wie diese aussehen soll, kann man auf 235 Seiten erfahren. Zu bekommen ist das Buch für 10,99 Euro, die E-Book-Fassung hat einen Preis von lediglich 99 Cent. Auch hier sind die Abonnenten von »Kindle Unlimited« von der Zahlung befreit.

Damit kommen wir noch einmal zurück zu Joanne K. Rowling, die nicht nur mit ihrem Kinderbuch unter ihrem richtigen Namen den Weg auf die BILD-Bestsellerliste fand, sondern auch mit dem neuesten Thriller, den sie unter ihrem Alter Ego des »Robert Galbraith« zu Papier gebracht hat. »Böses Blut« ist der fünfte Thriller, den sie über ihren Ermittler Cormoran Strike verfasst hat. Bemerkenswert daran ist, dass das Buch eigentlich erst am 14. Dezember veröffentlicht wurde, also einen Tag, nachdem der Bemessungszeitraum der Bestsellerliste eigentlich schon abgelaufen war. Dass dies möglich ist, dürfte daran liegen, dass man die Sache mit den Veröffentlichungsterminen bei Amazon bisweilen nicht ganz so genau nimmt und Bücher und E-Books regelmäßig schon den einen oder anderen Tag zu früh freigibt. Auf satten 1.200 Seiten erzählt Frau Rowling, wie Strike nach Cornwall reist, um dort seine Familie zu besuchen. Vor Ort wird er von einer Frau angesprochen und darum gebeten, mehr über das Verschwinden ihrer Mutter herauszufinden. Diese ist vierzig (!) Jahre zuvor abhanden gekommen. Obwohl Cold Cases eigentlich nicht gerade Strikes Sache sind, nimmt er sich der Angelegenheit an. Gemeinsam mit seiner Kollegin Robin, die eigentlich aufgrund privater Vorfälle ganz andere Dinge im Kopf hat, nimmt er die Ermittlungen auf und stößt auf suspekte Tarotkarten, auf Psychopathen und auf wenig glaubhafte Zeugen. Ob er es trotz allem schafft, den Fall aufzuklären, kann man für 26 Euro erfahren. Die E-Book-Ausgabe hat einen Preis von 19,99 Euro.

Hardcover-Bestsellerliste des Spiegels

Sowohl in dieser Spiegel-Liste als auch in allen anderen hat sich in dieser Woche äußerst wenig getan. Sebastian Fitzek holte sich hier einen weiteren ersten Rang, und er hatte diesen auch schon in der Vorwoche inne. Hinter Fitzek tauschten Dirk Rossmanns Thriller »Der neunte Arm des Oktopus« und der von Charlotte Link zu Papier gebrachte Kate-Linville-Krimi »Ohne Schuld« die beiden anderen Positionen auf dem Siegertreppchen. Der einzige Neuzugang dieser Woche ist das von Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter gemeinsam verfasste Gesprächswerk »Alle sind so ernst geworden«, das wir schon bei der BILD-Bestsellerliste erwähnt haben. Neben dem einzigen Neuzugang gab es mit Hans Rosenfeldts Thriller »Wolfssommer« noch einen Weidereinsteiger, der auf Platz Zwanzig landete. Das Buch hatte acht Wochen zuvor schon einmal für einen einmaligen Auftritt auf der gleichen Platzierung vorbeigeschaut.

Paperback-Bestsellerliste des Spiegels

Bei den Paperback-Ausgaben stürzte die Vorwochenerste, nämlich die bei den Media-Control-Charts erwähnte Corina Bomann, in dieser Woche mit »Sophias Triumph« sang- und klanglos auf den neunten Platz ab. Arno Strobel kehrte mit seinem Thriller »Die App« nach Rang Zwei in der Vorwoche wieder ganz nach oben zurück. Dort hatte sich sein Buch bereits zwei Monate zuvor schon mal befunden. Luca Di Fulvios historischer Roman »Es war einmal in Italien«, den wir vor einigen Wochen für euch rezensiert haben und der mit seinen Lesern einen Sprung zurück ins Jahr 1870 unternimmt, robbte sich von der dritten auf die zweite Position. Laura Baldini kletterte mit »Lehrerin einer neuen Zeit« von Fünf auf Drei. Neueinsteiger gab es gar keine, aber immerhin zwei Rückkehrer: Ragnar Jónassons zweiter »Hulda«-Krimi »Insel« kam auf der sechzehnten Position durchs Ziel, zwei Ränge weiter unten kehrte Stephanie Schuster mit ihrem Buch »Alles, was das Herz begehrt« zurück. Der Auftakt zur Reihe über die »Wunderfrauen« aus dem Fischer Taschenbuch Verlag war im Sommer Stammgast in der Bestsellerliste, hatte zuletzt jedoch acht Wochen ausgesetzt.

Taschenbuch-Bestsellerliste des Spiegels

Auch dieser Abschnitt ist schnell erzählt, denn auch hier gab es keine Neueinsteiger, sondern lediglich eine Rückkehrerin in Person von Mariana Leky, deren Dauerbrenner »Was man von hier aus sehen kann« sich Platz Vierzehn sichern konnte. An der Spitze verteidigte Lucinda Riley mit ihrem Roman »Die Sonnenschwester« den ersten Platz vor Karsten Dusses schwer in eine Kategorie einzusortierenden Roman »Achtsam morden«. Dieser ist inzwischen mehr als siebzig Wochen ständig in den Büchercharts vertreten, es hat jedoch bis gestern gedauert, ehe wir euch eine Rezension zu dem Werk präsentieren konnten. John Ironmonger kletterte mit seinem Buch »Der Wal und das Ende der Welt« - wieder mal - vom fünften auf den dritten Rang.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Achtsam morden vom 21.11.2022 17:16:
» Respektlos sympathisch! Für Eilige: »Achtsamkeit kennt keine Gnade, Achtsamkeit kennt kein Pardon!« Die Verse aus dem Film mit Heinz Schenk und Hape Kerkeling möchte man in leichter Abwandlung anstimmen, wenn man das Buch »Achtsam morden« von Karsten Dusse (sprich: "Düss") zusammenfassen soll. Spätestens aber, wenn man sich entschließt, es zu rezensieren, weil es einem so gut gefallen hat. Kein Pardon kennt Dusse, sobald es um das Zwerchfell oder andere humorgesteuerte Körperteile des Lesers und der Leserin geht. Wobei ich es vorgezogen habe, genussvoll zu schmunzeln und den einen oder anderen Abschnitt mit einem breiten Grinsen noch einmal zu lesen. Als Strafverteidiger weiß der Autor, worüber er schreibt. Nur hoffe ich für ihn, »Achtsam morden« trage keine autobiografischen Züge, wenn der Protagonist zusammen mit seinem Stress sich auch der langfristig aufgebauten oder …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Michael Kothe
Kommentar zu Kate Linville 3 - Ohne Schuld vom 17.11.2021 22:27:
» Schon der Prolog hat es in sich - „er hat ein Kind bei sich… ich habe Todesangst…“ – da sind schon alle Antennen hochgefahren. Was ist da los? Ob diese beklemmende Situation in Zusammenhang steht mit dem, was dann folgt? Lange scheint das nicht der Fall zu sein. Kate sitzt im Zug, sie ist auf dem Weg nach Scarborough zu ihrer neuen Arbeitsstelle und bereits hier ist sie mittendrin - Schüsse fallen. Gerade noch rechtzeitig kann Kate sich mit Xenia, die von einem Unbekannten bedroht wird, retten. Derweilen versucht Caleb verzweifelt, einen anderen, der sich in einer Wohnung verschanzt hat, davon abzuhalten, zum Mörder zu werden. Es sind mehrere Handlungsstränge, die vermeintlich nicht das Geringste miteinander zu tun haben. Charlotte Link versteht es, ihre Leser bei Laune zu halten. Ihre Charaktere wirken voller Leben und dann wieder sind sie total neben der Spur. Beim Lesen werden viele Gefühle freigesetzt, es ist tragisch und dramatisch, dazu sehr traurig …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Magnolia
Kommentar zu Der Wal und das Ende der Welt vom 03.10.2021 15:50:
» Ein nackter Mann, ein Wal und ein Virus … Die Bewohner des kleinen Dorfes St. Piran an der Küste von Cornwall sind in heller Aufregung. In den frühen Morgenstunden wurde ein nackter, stark unterkühlter Mann von der Flut angespült, später wurde auch noch ein Wal gesichtet. Der Mann, Joe Haak, erholte sich unerwartet rasch, denn als auch der Wal am nächsten Tag strandete gelang es ihm, beinahe alle 307 Einwohner zur Rettung desselben zu mobilisieren. Der Wal konnte ins Wasser zurück befördert werden, aber war dies bereits ein Anzeichen für eine bevorstehende Katastrophe? Bevor Joe in St. Piran angespült wurde, war er als Mathematiker in London damit beschäftigt ein Programm zu entwickeln, das anhand weltweiter Daten Börsencrashs voraussagen sollte. Als dieses Programm dann eine Vorhersage machte, die nach Joes Ansicht unmöglich eintreffen konnte und sich sein Programm somit als fehlerhaft herausstellte, floh er Hals …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Herbstrose
Kommentar zu Der Heimweg vom 26.08.2021 13:14:
» Jules Tannberg arbeitet aushilfsweise für einen Freund beim Begleittelefon der Notrufzentrale. Menschen, die nachts auf dem Heimweg sind und Angst haben, können sich via Begleittelefon nach Hause führen lassen. Klara Vernet ist nicht auf dem Heimweg, hat aber trotzdem grosse Angst vor ihrem Ehemann Martin. Zudem wird sie von einem Serientäter verfolgt. Das eher zufällig entstandene Telefongespräch zwischen Jules und Klara verbindet zwei Schicksale. Klara, die von ihrem Mann Martin misshandelt, gedemütigt und gequält wird und Jules, der nach einer familiären Tragödie versucht, wieder am Leben teilzunehmen. Beide Geschichten sind voller Brutalität und Entsetzen und geprägt von Trauer, Hass und ekelhaften Szenen. Ab und zu musste ich schlucken, wie abscheulich und leider zu bildlich Sebastian Fitzek gewisse Szenen beschreibt. Sie triefen vor Blut, Ausscheidungen und obszönen Handlungen. Ich hatte oft das …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Igela
Kommentar zu Die App vom 28.07.2021 15:48:
» Spannend, wachrüttelnd... Das Cover-Bild zeigt einen normalen Haustüreingang. Der Titel „Die App“ gibt einen Anhaltspunkt & lässt Vermutungen zum Thema des Buches zu. In diesem Fall ist der Name des Autoren, mit Sicherheit ein weiterer Grund, sich das Buch näher anzusehen. Zum Inhalt: Ein glückliches Paar verbringt einen schönen gemeinsamen Abend in ihrem Zuhause. Hendrik, ein am UKE tätiger Chirurg & Linda eine Bankangestellte, planen mit Vorfreude, ihre Hochzeit. Diese soll in der kommenden Woche stattfinden. Nach einem klinischen Notfall, kehrt Hendrik heim und muss feststellen, dass Linda nicht mehr dort ist. Außer sich, vor Sorge, sucht er Hilfe & Unterstützung bei der Polizei. Leider wird seine Hoffnung enttäuscht. Die Polizei vermutet, dass es sich bei Lindas Verschwinden, um einen selbstbestimmten Akt handelt. Sie wird vorerst keine Ermittlungen anstellen. Hendrik beginnt auf eigene Faust, …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von JoanStef
Kommentar zu Die sieben Schwestern 6 - Die Sonnenschwester vom 09.06.2021 11:10:
» Elektra die sechste Schwester Elektra d’Aplièse ist reich berühmt und bildschön. Doch sie ist auch den Drogen und dem Alkohol verfallen und dabei ihr Leben zu ruinieren. Eines Tages taucht plötzlich ihre Großmutter auf. Sie heißt Stella und Elektra hatte von ihr bisher nichts geahnt. Denn Elektra ist ein Adoptivkind, sie weiß nicht woher sie kommt. Doch nun soll sie alles erfahren, denn Stella, ihre Großmutter, erzählt ihr die Geschichte einer Amerikanerin namens Cecily Huntley-Morgan. Diese lebte in den 1940er Jahren in Afrika auf einer Farm, dort wo Elektras Schicksal seinen Anfang nahm Meine Meinung Dies ist nun das sechste Buch über die sieben Schwestern. Es handelt von Elektra der bisher jüngsten der Adoptivschwestern. Ich war in der Geschichte wieder schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch auch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lerchie
Kommentar zu Kate Linville 3 - Ohne Schuld vom 24.05.2021 12:48:
» Im Zug von London nach York wird eine Frau von einem Unbekannten mit einer Waffe verfolgt. Sie kann in letzter Sekunde entkommen. Nur zwei Tage später stürzt eine junge Frau mit ihrem Fahrrad über ein, über den Weg gespanntes, dünnes Drahtseil. Sie ist sofort bewusstlos und den nachfolgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die beiden Opfer stehen in keiner Verbindung zueinander und doch soll es dieselbe Tatwaffe gewesen sein. Kate sollte eigentlich erst später bei der North Yorkshire Police anfangen, aber wird schon jetzt in die Ermittlungen hineingezogen. Auch für sie wird es brenzlig. "Ohne Schuld" ist der dritte Band mit Ermittlerin Kate Linville. Es lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich selbst war es das erste Buch von ihr und ich habe es kaum gemerkt, dass es hier schon Vorgänger gibt. Ich mag den Schreibstil. Er lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Mit nur wenig Spannung und …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Annabell95
Kommentar zu Die Farben der Schönheit 3 - Sophias Triumph vom 04.03.2021 11:15:
» Ein würdiger Abschluss von Sophias Geschichte > Handlung Im dritten Band der Trilogie sucht und findet Sophia weiterhin ihren Platz im Leben und in der Kosmetik-Welt. Gleichzeitig beschäftigen sie die Nachrichten aus ihrer Heimat Deutschland, da hier ein Krieg in greifbare Nähe rückt. All ihren Halt verliert die junge Frau schließlich, als sich ihr Mann Darren freiwillig für die Front meldet und ihr die Arbeit bei Madame Rubinstein alle Kräfte raubt. Doch wie wir es vom Schicksal kennen, tun sich auch neue Wege und Möglichkeiten auf und es bleibt bis zum Schluss spannend, für welche sich Sophia entscheidet. > Charaktere Wie auch bei den ersten beiden Bänden steht natürlich Sophia im Zentrum der Erzählung. Besonders gefreut hat mich, dass auch unsere gute Freundin Henny, die wir aus den Augen verloren haben, hier wieder Teil der Geschichte ist. Sophias Mann Darren spielt hier auch wieder eine spannende Rolle, …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Schlaflos
Kommentar zu Oktopus 1 - Der neunte Arm des Oktopus vom 28.02.2021 19:32:
» Hat leider meine Erwartungen an einen Thriller nicht erfüllt! Zitat S. 99 „Der Mensch ist eingebunden in die Natur und er kann ohne sie nicht überleben“ Klappentext: Der Klimawandel - eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes steht uns bevor. Verändert unsere Erde. Verändert unser aller Leben. Das Fiasko scheint unaufhaltsam. Bis die drei Supermächte China, Russland und die USA einen radikalen Weg einschlagen. Doch wird diese starke Klima-Allianz das Ruder noch herumreißen? Die Maßnahmen der Allianz greifen gravierend in das Leben der Menschen ein, und nicht jeder will diese neue Wirklichkeit kampflos akzeptieren. Alle Mittel sind den Gegnern recht, um ihre ökonomischen und machtpolitischen Interessen zu verteidigen. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, und plötzlich liegt das Schicksal der Erde in den Händen eines schüchternen Kochs und einer unscheinbaren Geheimagentin. Ich lese sehr gerne auch spannende …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gina1627
Kommentar zu Oktopus 1 - Der neunte Arm des Oktopus vom 26.02.2021 22:44:
» Die Fernsehauftritte des Autors, Dirk Rossmann, selbst haben mich auf dieses Buch aufmerksam und neugierig gemacht. Ich muss definitiv zugeben, dass dies Herr Rossmann sehr geschickt angestellt hat, sein Werk in den Medien anzupreisen und letztendlich wohl auch so viele Leser dafür zu finden. Der Autor lockt mit einem unheimlich präsenten Thema, dem Klimawandel und dessen enormen Auswirkungen. In fast schon utopisch undenkbar anmutender Art, schließen sich die drei Supermächte, nämlich China, Russland und die USA, zusammen um unsere Erde vor uns und der tagtäglichen Ausbeutung zu schützen. Eine wahnwitzige Vorstellung! Dass solch eine weltweite Bevormundung einfach so hingenommen wird, ist natürlich undenkbar und so kommt es zu dramatischen Auseinandersetzungen und Verstrickungen. In letzter Zeit habe ich mich thematisch sehr oft Büchern mit dem Bezug zum Klimawechsel gelesen und mich somit immer mehr in die Thematik eingearbeitet. …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von San1

 
Autorentags: Arno Strobel, Benjamin von Stuckrad-Barre, Charlotte Link, Corina Bomann, Delia Owens, Dirk Roßmann, Emmi Winter, Hans Rosenfeldt, Helen Harper, Jeff Kinney, JK Rowling, John Ironmonger, Jonas Jonasson, Karsten Dusse, Laura Baldini, Luca Di Fulvio, Lucinda Riley, Mariana Leky, Martina Gercke, Martin Suter, Ragnar Jónasson, Sebastian Fitzek, Stephanie Schuster, Volker Kutscher
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Achtsam morden
Geschrieben von: Karsten Dusse (10. Juni 2019)
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Geschrieben von: Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre (9. Dezember 2020)
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Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 01 - Lehrerin einer neuen Zeit
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Der Ickabog
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Der Wal und das Ende der Welt
Geschrieben von: John Ironmonger (27. März 2019)
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Geschrieben von: Arno Strobel (23. September 2020)
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Die Wunderfrauen 1 - Alles, was das Herz begehrt
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Es war einmal in Italien
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Gereon Rath 8 - Olympia
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Gregs Tagebuch 15 - Halt mal die Luft an!
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Hex Files 3 - Verhexte Nächte
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Hulda-Helgi-Serie 2 - Insel
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Was man von hier aus sehen kann
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Wolfssommer
Geschrieben von: Hans Rosenfeldt (13. Oktober 2020)
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies