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  Bestseller der New York Times vom 31.12. mit John Grisham, Brit Bennett und Ernest Cline
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Kurz vor dem Jahreswechsel haben die Bücherexperten der altehrwürdigen New York Times eine letzte 2020er Ausgabe ihrer allwöchentlichen Bestsellerliste veröffentlicht. Diese basierte auf den Verkaufszahlen, die zwischen dem 20. und 26. Dezember in den Vereinigten Staaten erzielt wurden. Einmal mehr ging es sehr ruhig zu: Die fünfzehn Werke, die schon eine Woche zuvor die vorderen Ränge belegt hatten, blieben unter sich, es gab also keinen Neuzugang, von dem wir euch berichten könnten. Dies war in den vergangenen Wochen mehrfach geschehen - der amerikanische Buchmarkt hat sich im Dezember augenscheinlich dazu entschlossen, eine ziemlich ruhige Kugel zu schieben. Wenn ihr euch dennoch alle fünfzehn Plätze ansehen möchtet, dann werdet ihr durch einen Klick hier fündig.

Nicht nur, dass die fünfzehn Romane die gleichen waren wie eine Woche zuvor, auch an den einzelnen Positionierungen hat sich wenig getan. So wundert es wenig, dass mit John Grishams Roman »A Time for Mercy« das gleiche Buch an der Spitze durchs Ziel kam, das auch sieben Tage zuvor dort rangierte. Bei dem Werk handelt es sich nach »Die Jury« und »Die Erbin« um den dritten Roman, den der Autor über den Anwalt Jake Brigance verfasst hat. Er wird im Mai als #Der Polizist* im Heyne Verlag erscheinen. Brigance hat darin einen Mann zu verteidigen, der im Alter von sechzehn Jahren einen Deputy getötet hat. Fraglich ist, ob der Beschuldigte vorsätzlich handelte, oder ob es sich um einen anders gearteten Fall handelt. Für die Öffentlichkeit steht die Schuld des Mannes jedoch schon fest, und man fordert nichts anderes als ein rasches Todesurteil für ihn.

Brit Bennetts Roman »The Vanishing Half«, der sich im vergangenen Juni und Juli dreimal an der Spitze der Rangliste befunden hatte, hat sich wieder auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Das Buch, das der Rowohlt Verlag im September als »Die verschwindende Hälfte« auf Deutsch veröffentlicht hat, ist nun schon seit dreißig Wochen dabei. Die Autorin erzählt darin die Geschichte der beiden afroamerikanischen Zwillingsschwestern Stella und Desiree, die im ländlichen Louisiana aufwachsen und sich auf höchst unterschiedliche Weise entwickeln. Beide brechen ihre Zelte in dem Ort ab und gehen eigene Wege. Stella begibt sich in eine Welt, die eigentlich nur weißen Amerikanern vorbehalten scheint, während Desiree den dunkelhäutigsten Mann heiratet, den sie finden kann. Ehe sich die beiden Frauen wiedersehen, vergehen ganze Jahrzehnte.

Brit Bennetts Buch ist im Übrigen von allen vertretenen Werken dasjenige, das schon am zweitlängsten dabei ist. Delia Owens überragt in dieser Hinsicht jedoch alle anderen um Längen: Ihr »Where the Crawdads Sing«, das auf der siebten Position verharrte, ist inzwischen schon sagenhafte 115 Wochen auf der Liste vertreten.

Der Bronzerang ging an das gleiche Buch wie in der Vorwoche: Ernest Cline verteidigte mit »Ready Player Two« den dritten Platz. Der Nachfolger des Weltbestsellers »Ready Player One« wird im Frühjahr vom Fischer Verlag TOR auf Deutsch herausgegeben werden und führt seine Leserschaft erneut in die virtuelle Realität »Oasis«, die durch einen versteckten Code noch besser gemacht wurde und nun noch viel süchtiger macht als je zuvor. Wade Watts versucht herauszubekommen, was es damit auf sich hat, und er wird dabei von einem Feind konfrontiert, der über Leichen geht und der mit dem Schicksal der ganzen Welt jongliert.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Die verschwindende Hälfte vom 09.10.2020 23:47:
» Zuerst muss ich zugeben, dass Britt Bennett es auf beeindruckende Weise schafft, die Schicksale ihrer Charaktere zu verknüpfen. Diese Charaktere fühlen sich dabei sowohl einzigartig und ausgearbeitet an als auch eng miteinander verbunden. Aus diesen Beziehungen kann der Leser zwischen den Zeilen viel über das Innenleben der Charaktere herauslesen. Der Schreibstil ist angenehm, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Das ist auch mein genereller Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist eine bewegende Geschichte mit interessanten Charakteren, aber auch nicht wirklich herausragend. Die Story jedoch hat mich zunächst nicht mitgerissen wurde etwa ein Drittel des Buches aber deutlich interessanter, da hier auch mehr Charaktere im Fokus stehen. Zu betonen ist allerdings, dass die Spannung allein durch die Entwicklungen, die die Hauptpersonen durchmachen, entstehen und es daher meiner Meinung nach keinen Höhepunkt gibt auf den die Story …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Der Bücherwald
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 07.03.2020 18:51:
» Berührend Das Mädchen Kya ist erst sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Sie lebt in einer kargen Hütte in der Marsch, einer Sumpflandschaft. Ihr Vater ist immer mal wieder ein paar Tage verschwunden, er trinkt und ist bis auf wenige Ausnahmen unzuverlässig und unberechenbar. Die Geschwister von Kya sind bereits vor der Mutter gegangen und als dann ihr Vater auch immer wieder länger untertaucht, ist Kya ganz allein auf sich gestellt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Kya erst sechs Jahre ist, dieses Warten darauf, dass ihre Mutter doch ganz bestimmt zurückkommt, obwohl sie ihre besten Schuhe und ihren Koffer dabei hatte, ist mir sehr nah gegangen. Gleichzeitig versucht die 6jährige sich an Sachen zu erinnern, die sie von ihren Geschwistern oder auch der Mutter gelernt hat, versucht sich im Kochen, im Wäsche waschen, später dann auch am eigenen Garten, um Gemüse anzubauen…Besonders bewegt …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lissy31
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29
Kommentar zu Ready Player One vom 05.10.2017 20:35:
» Das Leben in der Zukunft ist relativ trostlos. Die globale Energiekrise hat die meisten Menschen an der Grenze zur Armut zurückgelassen. Um dem grauen Alltag zu entfliehen, ziehen sich fast alle in die "Oasis" zurück, die virtuelle Realität, in der Geld eine eher untergeordnete Rolle spielt und man sich geben kann, wie man will. Als der Erschaffer der "Oasis" stirbt, hinterlässt er sein Vermögen demjenigen, der als erstes das in der virtuelle "Easter Egg" findet, wodurch bald der ganze Planet auf "Eierjagd" geht. Mittendrin befindet sich der Teenager Wade, der die "Oasis" vor den geldgierigen Konzernen schützen will… Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Wade in der Vergangenheit erzählt. Wade ist der Klischee-Nerd, wie er im Buche steht: picklig, übergewichtig und schüchtern. Da er in der virtuellen Welt sein echtes Gesicht nicht zeigen muss, fühlt er sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Aglaya

 
Autorentags: Brit Bennett, Delia Owens, Ernest Cline, John Grisham
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
1,35
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1,53
[2388 User]
Die Erbin
Geschrieben von: John Grisham (3. März 2014)
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Die Jury
Geschrieben von: John Grisham (1992)
Die verschwindende Hälfte
Geschrieben von: Brit Bennett (15. September 2020)
1,75
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Ready Player One
Geschrieben von: Ernest Cline (26. März 2012)
1,80
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