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  Bestseller der New York Times vom 19.03. mit Hilary Mantel, Clive Cussler, Graham Brown und Delia Owens
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Auch in schwierigen Zeiten darf nicht jede Gewohnheit ruhen, und so veröffentlichte die New York Times auch in dieser Woche in ihrer Onlineausgabe eine neue Ausgabe ihrer Bücher-Bestsellerliste. Diese fußt auf den Verkaufszahlen, die zwischen dem 8. und 14. März in den Vereinigten Staaten erzielt wurden und beinhaltet fünf Neueinsteiger. Wenn ihr die komplette Liste sehen möchtet, könnt ihr hier klicken.

Die letztwöchige Erste Sarah J. Maas stürzte dieses Mal sang- und klanglos ab, ganz so, als sei sie der Dow Jones. An die Spitze katapultierte sich indessen eine Neueinsteigerin: Hilary Mantel gelangte mit ihrem Buch »The Mirror & The Light« aus dem Stand direkt nach ganz vorn. Das Buch ist der dritte Band ihrer Trilogie »Wolf Hall«, die man hierzulande als »Tudor-Trilogie« kennt. Für die beiden ersten Bände heimste Hilary Mantel jeweils den rennomierten Booker Prize ein. Hierzulande hat der Dumont Verlag das Buch, auf das die Fans der Reihe acht Jahre warten mussten, vor wenigen Tagen auch in deutscher Sprache veröffentlicht. Es ist unter dem Namen »Spiegel und Licht« erschienen und führt seine Leserschaft auf satten 1.200 Seiten ins England während des sechzehnten Jahrhunderts, um die tatsächliche Historie im Rahmen einer spannenden Story neu zum Leben zu erwecken.

Der vor wenigen Tagen verstorbene Clive Cussler und sein Co-Autor Graham Brown holten sich auf Anhieb den zweiten Platz. Ihr Thriller »Journey of the Pharaos« ist der siebzehnte Band der ellenlangen Reihe über die »NUMA Files«. Hierzulande ist man zwei Bände im Rückstand, erst am Montag hatte der blanvalet Verlag mit »Die zweite Sintflut« den fünfzehnten Teil auf Deutsch veröffentlicht. In »Journey of the Pharaos« müssen sich die Mannen von der NUMA-Organisation mit dem britischen Geheimdienst MI5 zusammentun, um Waffenhändler beim Versuch zu stoppen, antike Artefakte zu stehlen. Cussler und Brown kamen noch vor der unvermeidlichen Delia Owens ins Ziel, die sich in dieser Woche mit ihrem Weltbestseller »Where the Crawdads Sing« (»Der Gesang der Flusskrebse«) auf dem Bronzerang einfand.

Immerhin bis auf den siebten Platz schaffte es die dritthöchste Neueinsteigerin dieser Woche. Dabei handelt es sich um Kate Elizabeth Russell, die sich mit ihrem Roman »My Dark Vanessa« den Zugang zur Bestsellerliste erarbeitete. Der C. Bertelsmann Verlag wird das Werk im Juli als »Meine dunkle Vanessa« veröffentlichen, vorbestellbar ist es schon jetzt. Man begegnet darin der titelgebenden Mittdreißigerin Vanessa, die im Alter von nur fünfzehn Jahren Sex mit ihrem damals 42 Jahre alten Englischlehrer hatte. Zu diesem Zeitpunkt hielt sie die ganze Sache noch für Liebe und war daher mit allem einverstanden. Nun wird der Mann von einer anderen einstigen Schülerin des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, und Vanessa wird in die Sache mit hineingezogen.

Unmittelbar hinter Kate Elizabeth Russell landete mit Therese Anne Fowler eine weitere Neueinsteigerin. Ob ihr Roman »A Good Neighborhood« jemals auf Deutsch erscheinen wird, steht bis dato noch nicht fest. Sie führt ihre Leser in das vornehmen Wohnviertel Oak Knoll in North Carolina, wo es zu Ärger zwischen einer elitären Professorenfamilie und ihren extrovertierten neureichen Nachbarn kommt. Nach ersten leichten Animositäten kommt es aufgrund eines uralten Eichenbaumes zu einem ersten großen Streit, und richtig heftig wird es, als der Sohn der einen Familie Gefühle für die Tochter der anderen Sippe entwickelt (und vice versa).

Die letzte Neueinsteigerin, von der wir euch in dieser Woche berichten können, ist Rebecca Serle. Die Autorin und Drehbuchschreiberin, die durch ihre unter anderem mit Bella Thorne als Serie verfilmte Jugendbuchreihe »Famous in Love« bekannt wurde, holte sich mit »In Five Years« den zehnten Platz. Darin wird rund um die viel gestellte Frage, wo man sich in fünf Jahren sieht, eine herzzerreißende Story rund um die Liebe, Verluste und das Leben erzählt, die das Setzen von Zielen komplett neu definiert. Eine deutsche Übersetzung ist bis dato noch nicht angekündigt worden.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 07.03.2020 18:51:
» Berührend Das Mädchen Kya ist erst sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Sie lebt in einer kargen Hütte in der Marsch, einer Sumpflandschaft. Ihr Vater ist immer mal wieder ein paar Tage verschwunden, er trinkt und ist bis auf wenige Ausnahmen unzuverlässig und unberechenbar. Die Geschwister von Kya sind bereits vor der Mutter gegangen und als dann ihr Vater auch immer wieder länger untertaucht, ist Kya ganz allein auf sich gestellt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Kya erst sechs Jahre ist, dieses Warten darauf, dass ihre Mutter doch ganz bestimmt zurückkommt, obwohl sie ihre besten Schuhe und ihren Koffer dabei hatte, ist mir sehr nah gegangen. Gleichzeitig versucht die 6jährige sich an Sachen zu erinnern, die sie von ihren Geschwistern oder auch der Mutter gelernt hat, versucht sich im Kochen, im Wäsche waschen, später dann auch am eigenen Garten, um Gemüse anzubauen…Besonders bewegt …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lissy31
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29

 
Autorentags: Clive Cussler, Delia Owens, Graham Brown, Hilary Mantel, Sarah J. Maas
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz