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  Bestseller der New York Times vom 09.01. mit Delia Owens, John Grisham und Andrzej Sapkowski
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Die New York Times hat in ihrer Onlineversion vor wenigen Stunden eine neue Ausgabe der allwöchentlichen (und garantiert »failing«-freien) Bücher-Bestsellerliste veröffentlicht. Nach den sehr bewegungsarmen letzten Wochen gab es dieses Mal immerhin zwei Neueinsteigerinnen. Die Ausgabe, von der hier die Rede ist, wird am 19. Januar in der Printversion der altehrwürdigen Zeitung erscheinen. Sie bildet die Absatzzahlen der Verkaufswoche ab, die am 4. Januar zu Ende gegangen ist. Wenn ihr wissen wollt, wie alle fünfzehn Ränge aussehen, werdet ihr hier fündig.

Die Spitzenposition ging auch in dieser wieder an »Where the Crawdads Sing«. »Der Gesang der Flusskrebse«, wie der von Delia Owens verfasste Roman in deutscher Sprache heißt, ist nun schon seit 69 Wochen dabei und ist dieses Mal zum unglaublichen 27. Mal auf dem ersten Platz gelandet. In dieser Hinsicht hat das Buch nun auch »Girl on the Train« überrundet. Das Buch von Paula Hawkins rangierte 2015 und 2016 ganze 26 Wochen auf dem ersten Platz. Das nächste Buch, das es zu überflügeln gilt, ist der erste Fifty-Shades-of-Grey-Roman »Geheimes Verlangen« von E.L. James, der es 2012 auf 28 Wochen an der Spitze brachte. Auch diese Zahl könnte also in Kürze fallen.

John Grisham verteidigte den zweiten Platz, den er mit »The Guardians« schon in der Vorwoche belegte. Bis zur Veröffentlichung der deutschen Version »Die Wächter« werden nur noch wenige Wochen vergehen. Und natürlich wurden auch die Bestseller der New York Times von dem durch Netflix ausgelösten »Witcher«-Hype getroffen. Andrzej Sapkowskis Buch »The Last Wish« kletterte dort in dieser Woche auf den dritten Rang. Bei dem Buch handelt es sich nicht um den Roman »Das Erbe der Elfen«, der in dieser Woche die Spitze der Paperback-Bestsellerliste des Spiegels kaperte, sondern um die englische Version der Geschichtensammlung »Der letzte Wunsch«. Tatsächlich basiert die erste Staffel von »The Witcher« nicht auf dem in Deutschland erfolgreichen Roman, sondern in groben Zügen auf eben jener Storysammlung, die vor nunmehr 27 Jahren erstmals auf Polnisch veröffentlicht worden war.

Und damit wären wir auch schon bei den beiden Neueinsteigerinnen. Die in Südafrika geborene und heute in Seattle lebende Tarryn Fisher katapultierte sich mit ihrem neuen Buch »The Wives« aus dem Stand direkt auf den vierten Rang. In ihrem Thriller begegnet man einer Frau namens Thursday, die einen polygam lebenden Ehemann hat, der neben ihr zwei weitere Partnerinnen hat, die sie jedoch noch nie zu Gesicht bekommen hat. Da sie verrückt nach Seth - so der Name des Mannes - ist, hat sie der eigentümlichen Konstellation zugestimmt. Eines Tages erfährt Thursday jedoch etwas über ihren Mann, das ihn in ein ganz anderes - und zwar ein regelrecht fürchterliches - Licht rückt.

Die zweite Neueinsteigerin dieser Woche landete unmittelbar hinter Tarryn Fisher. »Such a Fun Age« ist der Debütroman der frischgebackenen Schriftstellerin Kiley Reid. Darin wird eine 25jährige dunkelhäutige Babysitterin zu Unrecht beschuldigt, das ihr anvertraute Kind entführen zu wollen. Dies führt zu einer außergewöhnlichen Geschichte über Alltagsrassismus, Priviliegien und über eine unerwartete Verbindung zweier Frauen. Bisher wurde leider noch keine deutschsprachige Version des Romans angekündigt.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Die Wächter vom 05.04.2020 0:07:
» Zum Inhalt: Cullen Post ist Anwalt und Geistlicher zugleich und kämpft bei Guardian Ministries, einer kleinen gemeinnützigen Organisation mit sehr bescheidenen Finanzmitteln, für die zu Unrecht verurteilten armen Seelen, die jahrzehntelang in ihren Todeszellen einsitzen und hilflos auf ihr Ende warten. Quincy Miller ist so ein unschuldiger Häftling, der vor 22 Jahren für einen Mord verurteilt wurde. Angeblich soll er aus Wut seinen damaligen Scheidungsanwalt erschossen haben. Die Beweismittel sind mehr als dürftig gewesen und dennoch entging er mit einer Jury-Stimme ganz knapp dem endgültigen Todesurteil. Für Post beginnt eine Suche nach neuen Beweisen für Millers Unschuld. Doch diesmal begibt er sich auch selbst in Lebensgefahr, als er es mit einem Drogenkartell und korrupten Polizisten zu tun bekommt... Meine Leseerfahrung: Vorweg ist anzumerken, dass dieser Grisham einen eher ungewöhnlichen Schreibstil in der Präsenzform …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Hilou1
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 07.03.2020 18:51:
» Berührend Das Mädchen Kya ist erst sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Sie lebt in einer kargen Hütte in der Marsch, einer Sumpflandschaft. Ihr Vater ist immer mal wieder ein paar Tage verschwunden, er trinkt und ist bis auf wenige Ausnahmen unzuverlässig und unberechenbar. Die Geschwister von Kya sind bereits vor der Mutter gegangen und als dann ihr Vater auch immer wieder länger untertaucht, ist Kya ganz allein auf sich gestellt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Kya erst sechs Jahre ist, dieses Warten darauf, dass ihre Mutter doch ganz bestimmt zurückkommt, obwohl sie ihre besten Schuhe und ihren Koffer dabei hatte, ist mir sehr nah gegangen. Gleichzeitig versucht die 6jährige sich an Sachen zu erinnern, die sie von ihren Geschwistern oder auch der Mutter gelernt hat, versucht sich im Kochen, im Wäsche waschen, später dann auch am eigenen Garten, um Gemüse anzubauen…Besonders bewegt …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lissy31
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29
Kommentar zu Girl on the Train vom 02.08.2018 19:31:
» Nach all der langen Zeit habe ich es nun auch geschafft, mal das Buch gelesen...Urlaub sei dank. Bei all den Vorschusslorbeeren, den das ganze Buch hatte, dem großen Aufhebens, der schnellen Verfilmung usw. hatte ich erwartet, dass da eine ganz neue, innovative Story auf mich zukommt...aber denkste, so kam es dann leider überhaupt nicht. Das Buch ist in Ordnung, aber letztlich ist das eine recht triviale Geschichte, die nur ein bißchen anders erzählt wird als sonst. Kann man lesen, muss man aber auch nicht unbedingt.«
– geschrieben von Merkelnichtwählerin

 
Autorentags: Andrzej Sapkowski, Delia Owens, E.L. James, John Grisham, Paula Hawkins, Tarryn Fisher
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