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  Bestseller der New York Times 40/19 mit Stephen King, Margaret Atwood und Delia Owens
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Vor ein, zwei Stunden hat die New York Times die neueste Ausgabe ihrer allwöchentlichen Bestsellerliste ins Netz gestellt. Finden könnt ihr sie an dieser Stelle. Dieses Mal blieb es im Vergleich zu den letztwöchigen Charts erstaunlich ruhig und es gab nur wenige Veränderungen. Die Liste wird am 6. Oktober in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 21. September zu Ende gegangen war.

Auf dem Siegertreppchen ist etwas geschehen, was schon so lange nicht mehr passiert ist, dass man sich kaum noch zurückerinnern kann: Die obersten drei Plätze sind die gleichen wie in der Vorwoche geblieben. Stephen King konnte seinen aktuellen Roman »The Institute« (»Das Institut«) wieder auf dem ersten Platz ins Ziel bringen, dahinter landete Margaret Atwood mit ihren »Testaments« (»Die Zeuginnen«), und Dauerbrennerin Delia Owens holte sich mit »Where the Crawdads sing« (»Der Gesang der Flusskrebse«) wieder den dritten Rang.

Der höchste Neueinstieg gelang in dieser Woche dem Autor Craig Johnson, der mit »Land of Wolves« den fünfzehnten Band seiner Reihe über einen Sheriff namens Walt Longmire vorgelegt hat. An der Reihe schreibt er bereits seit anderthalb Jahrzehnten, sie diente als Vorlage für die von A&E sowie von Netflix produzierte Krimi- und Neowesternserie »Longmire«, und in einer Stadt in Wyoming gibt es ein alljährliches Longmire-Festival mit fünfstelligen Besucherzahlen (einschließlich dem Autor selbst). Der Festa Verlag veröffentlichte in den vergangenen beiden Jahren einige Longmire-Romane als deutsche Übersetzungen. In »Land of Wolves« kehrt der Sheriff nach einem ausgedehnten Abenteuer in Mexiko zurück in seine Heimat und bekommt es dort mit einem Wolf und einem Mörder zu tun, die beide frei herumlaufen und für Gefahr sorgen.

Die übrigen beiden Neueinsteiger dieser Woche schafften es nicht unter die ersten zehn Plätze. Heather Graham verfehlte diese Region der Liste allerdings nur um einen Platz. Die fünffache Mutter und (nicht mit der gleichnamigen Schauspielerin zu verwechselnde) Bestsellerautorin, die vor allem im Bereich der Liebesromane ihr Steckenpferd gefunden hat, mehr als 150 Romane geschrieben hat (oder haben soll) und mehr als 75 Millionen Exemplare ihrer Werke an die Leserin gebracht hat, holte sich den elften Rang mit ihrem neuen Buch »The Stalking«. Dabei handelt es sich um den 29. Band ihrer Reihe »Krewe of Hunters«, die seit acht Jahren in hoher Schlagzahl veröffentlicht wird. Da zusätzlich zu den Romanen der Reihe auch noch einige etwas kürzere Novellen veröffentlicht wurden, kann man - je nach Zählweise - auch auf eine noch größere Menge an Bänden kommen. Im neuen Buch müssen die Protagonisten Cheyenne Donegal und Andre Broussard ihre persönlichen Probleme überwinden, um einen Mörder aufzuspüren, der die Bayous unsicher macht.

Last but not least hat es Joe Abercrombie bis auf den dreizehnten Rang geschafft. Der Experte für epische Fantasy landete dort mit »A Little Hatred«, einem Roman, mit dem er den Startschuss in eine neue dreiteilige Reihe abgegeben hat, die den Titel »The Age of Madness« tragen wird. Auch die neuen Bücher werden im First-Law-Universum angesiedelt sein, in das Abercrombie inzwischen schon eine zweistellige Zahl an Werken hineinverfrachtet hat, die in der Vergangenheit auch allesamt den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Die Leser werden darin an den Übergang geführt, in dem das Zeitalter der Magie langsam durch ein Zeitalter der Maschinen abgelöst wird, und hier begegnet man einer außergewöhnlichen Crew an neuen Charakteren, die in eine Melange aus Krieg, Politik und Revolution verwickelt werden.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 07.03.2020 18:51:
» Berührend Das Mädchen Kya ist erst sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Sie lebt in einer kargen Hütte in der Marsch, einer Sumpflandschaft. Ihr Vater ist immer mal wieder ein paar Tage verschwunden, er trinkt und ist bis auf wenige Ausnahmen unzuverlässig und unberechenbar. Die Geschwister von Kya sind bereits vor der Mutter gegangen und als dann ihr Vater auch immer wieder länger untertaucht, ist Kya ganz allein auf sich gestellt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Kya erst sechs Jahre ist, dieses Warten darauf, dass ihre Mutter doch ganz bestimmt zurückkommt, obwohl sie ihre besten Schuhe und ihren Koffer dabei hatte, ist mir sehr nah gegangen. Gleichzeitig versucht die 6jährige sich an Sachen zu erinnern, die sie von ihren Geschwistern oder auch der Mutter gelernt hat, versucht sich im Kochen, im Wäsche waschen, später dann auch am eigenen Garten, um Gemüse anzubauen…Besonders bewegt …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lissy31
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Das Institut vom 24.01.2020 12:13:
» In meinen Augen ein verdientes Buch des Jahres. Die Bill-Hodges-Serie fand ich in den letzten Jahren nicht soo überragend, aber dafür war das Institut wieder King auf allerhöchstem Niveau. Definitiv eins der besten Bücher von 2019!«
– geschrieben von Mattze
Kommentar zu Das Institut vom 30.10.2019 22:20:
» Es gab ein paar Dinge, die mich in dem Buch gestört haben, weil sie mir einfach zu unlogisch erschienen sind. [Spoiler] Was mir zum Beispiel total unlogisch erscheint, ist das so ein kluger Junge wie Luke nicht auf die Idee kommt seinen Computer dazu zu benutzen mit einem Webmailer um Hilfe zu rufen anstatt nur ein paar Zeitungsseiten aufzurufen. Er konnte schließlich heimlich herumsurfen. Und was sind das für sechs schwache Präkognitive, wenn sie alle möglichen Bedrohungen Jahre im Voraussehen können, aber nicht vorhersehen können, was mit dem Institut passiert? Sorry, das paßt nicht zusammen. Trotzdem ein guter Stephen King Roman wenn man von den logischen Lücken absieht.«
– geschrieben von Jack Bone
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Die Zeuginnen vom 12.10.2019 14:15:
» Ich kannte von Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ noch nicht und habe es daher noch vor diesem Buch gelesen – und das war gut so, denn sonst wäre es wohl sehr schwierig geworden. Am Ende des Vorgängerbandes sind sehr viele Fragen offengeblieben, die Atwood nun, nach 35 Jahren, beantworten wollte. Auch dieses Mal ist der Schreibstil flüssig zu lesen, die Atmosphäre aber bleibt bedrückend und düster. Es sind eine Reihe von Jahren vergangen und nun berichten drei Erzählerinnen aus ihrer Sicht über den totalitären Schreckensstaat Gilead. Tante Lydia kennen wir ja schon aus dem Vorgängerband. Die beiden andere sind Agnes, die in besseren Kreisen in Gilead aufwächst und Daisy, die in Toronto aufwächst. Inzwischen ist Ruhe eingekehrt in Gilead. Diese unterschiedlichen Sichtweisen ermöglichen einen guten und tiefergehenden Einblick in die Verhältnisse von Gilead und es werden offene Fragen aus dem Vorgängerband …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar zu Das Institut vom 09.10.2019 7:58:
» Stephen King hat mich schon mit vielen seiner Bücher unglaublich begeistert, sodass ich sein neues Werk unbedingt lesen musste. „Das Institut“ ist ein großartig erzählter Roman, der solide ausgearbeitet wurde und sich ebenso flüssig wie spannend lesen lässt. Einziger Wermutstropfen ist der etwas langatmige Einstieg in die Geschichte. Der Sinn des ersten Erzählstrangs erschließt sich dem Leser erst recht spät und hätte kürzer ausfallen können. Hat man die ersten 63 Seiten hinter sich gebracht, lässt das Buch den Leser nicht mehr los. Eindringlich, fesselnd, intensiv Lukes Leben scheint nahezu perfekt zu sein – bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem sich sein Leben für immer verändert. Der Erzählstrang von Luke hat mir unglaublich gut gefallen, da die Emotionen richtig greifbar sind. Luke hat mich als Charakter begeistert und immer wieder beeindruckt. Seine Erlebnisse im Institut zeugen von …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Selection Books - Nalas Bücherblog
Kommentar zu Die Zeuginnen vom 29.09.2019 7:05:
» Fünfzehn Jahre nach dem ungewissen Ende von Desfred ist in Gilead wieder Ordnung eingekehrt. Doch immer noch wirkt das Ereignis nach, denn die Suche nach der Tochter Desfreds ist aktiv wie eh und je. Man vermutet sie in Kanada, wo sie bei Mitgliedern der Geheimorganisation Mayday untergekommen sein könnte. In Gilead folgen die Dinge derweil dem regulären Gang, junge Mädchen werden zu Ehefrauen oder Mägden, einige, wie Agnes und Becka stellen die nächste Generation der Tanten. Die Richterinnen, Ärztinnen und andere Frauen, die einst glaubten, sich ihrer natürlichen Pflicht entziehen zu können und dann erkennen mussten, dass die göttliche Ordnung Gileads nur zu ihrem Vorteil ist und dass sie es sind, die dafür sorgen müssen, dass der weibliche Teil der Bevölkerung dies auch versteht, führen die Mädchen und Frauen mit eiserner Hand. Doch es gibt einen Maulwurf, das System wird von innen heraus bedroht und wird …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von miss.mesmerized
Kommentar zu Das Institut vom 17.09.2019 21:59:
» Ich fand die Bücher, die Stephen King in den letzten Jahren geschrieben hat, ehrlich gesagt nicht immer so richtig top. Da waren ein paar Dinger dabei, die in die Kategorie "okay, das hätte aber auch ein anderer Autor so hingekriegt" gefallen sind. "Das Institut" ist dagegen endlich mal wieder King so, wie man ihn kennt und liebt und vergöttert. Absolut meisterhaft in allen Belangen!«
– geschrieben von SYS 64738
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95

 
Autorentags: Craig Johnson, Delia Owens, Joe Abercrombie, Margaret Atwood, Stephen King
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Das Institut
Geschrieben von: Stephen King (10. September 2019)
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Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
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Die Zeuginnen
Geschrieben von: Margaret Atwood (10. September 2019)
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