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  Bestseller der New York Times 38/19 mit J.D. Robb, Delia Owens und Christine Feehan
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Vor wenigen Stunden hat die New York Times die neueste Ausgabe ihrer allwöchentlichen Bestsellerliste ins Netz gestellt. Finden könnt ihr das gute Stück an dieser Stelle. Dieses Mal bestand die Hälfte der Liste aus Neueinsteigern, einer davon landete sogar auf dem ersten Rang. Auffällig war dieses Mal zudem, dass die Spitze ganz in weiblicher Hand lag: Die fünf am häufigsten verkauften Romane stammen allesamt aus der Feder von Autorinnen. Die Liste wird am 22. September in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 7. September zu Ende gegangen war.

Ganz an die Spitze der neuen Ausgabe der Bestsellerliste hat sich J.D. Robb geschoben. Dass sich dahinter niemand anderes als Nora Roberts verbirgt, dürfte inzwischen so ziemlich jeder Bücherfan wissen. Ihr gelang der Neueinstieg mit dem Roman »Vendetta in Death«, dem sage und schreibe 49. Band ihrer Eve-Dallas-Reihe »In Death«. In deutscher Sprache hinkt man bei den Science-Fiction-Krimis der Erfolgsautorin deutlich hinterher, hierzulande wird im Dezember mit »Das Böse im Herzen« erst der 38. Teil erscheinen. Eine spezielle Weltbild-Ausgabe, die aber eben auch wirklich nur bei Weltbild zu bekommen ist, erschien bereits im Juni. Doch zurück zu »Vendetta in Death«: Darin geht eine Dame um, die sich »Lady Justice« nennt, die sich einzelne Männer als Ziel aussucht, sie umgarnt und dann fertigmacht. Ihr erstes Opfer ist ein reicher Geschäftsmann namens Nigel McEnroy, der weit mehr auf dem Kerbholz als nur ein paar Belästigungen am Arbeitsplatz hat. Lady Justice nimmt ihn sich vor, woraufhin sich Eve Dallas und ihr Ehemann Rourke dem Fall annehmen.

Die unvermeidliche Delia Owens ist mit ihrem Jahresbestseller »Der Gesang der Flusskrebse« dieses Mal Zweite geworden und landete damit unmittelbar vor der nächsten Neueinsteigerin. Auch dabei handelt es sich um eine alte Bekannte und um eine ellenlange Buchreihe: »Dark Illusion« aus der Feder von Christine Feehan ist der 33. Band ihrer Karpatianer-Fantasyserie. Bei der Reihe hinken deutschsprachige Leser nur zwei Bücher hinterher. In »Dark Illusions« hat sich Protagonistin Julija Brennan von ihrer kontrollsüchtigen Familie losgelöst und versucht, die Karpatianer vor drohender Gefahr zu warnen, stößt dabei jedoch auf taube Ohren. Dennoch ist Julijas Wirken nicht ohne positive Konsequenzen für sie, denn sie stößt auf Isai Florea, der jahrhundertelang in den Karpathen gefangen gewesen war und sich sofort in die junge Dame verguckt.

Der erste Mann auf der Liste ist der dritte Neueinsteiger dieser Woche: William Kent Krueger schaffte es bis auf Rang Sechs. Der Edgar-Preisträger, der neben seinem Edgar Allan Poe Award unter anderem auch zweimal den Dilys Award einheimste und wiederholt bei den Anthony Awards punkten konnte, holte sich die gute Platzierung mit seinem Roman »This Tender Land«. Die Zahl der Tage, die zwischen der Veröffentlichung und der Chartsplatzierung lagen, konnte man an den Fingern einer Hand ablesen. Der Autor führt seine Leser in dem Roman in die Zeit der Großen Depression zu Beginn der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dort laufen vier Waisenkinder aus einer Schule in Minnesota weg und erleben anschließend eine lebensverändernde Odyssee quer durch eine der schwersten Phasen der Geschichte.

Neu auf dem achten Platz fand sich Lara Prescott wieder. Dort machte sie es sich mit dem Roman »The Secrets We Kept« gemütlich. Auch bei ihr geht es zurück in die Vergangenheit, nur nicht ganz so weit wie bei William Kent Krueger. Von ihr wird man in die Phase des Kalten Krieges zurückgeführt. Inspiriert von einer wahren Geschichte über den Plan des CIA, das politische und gesellschaftliche Herz der Sowjetunion zu infiltrieren, arbeitet sie sich in einer Kombination verschiedener Genres an einer der bekanntesten Liebesgeschichten des zwanzigsten Jahrhunders ab, nämlich der des Doktor Schiwago.

Jonathan Cahn ist der neue Neunte. In »The Oracle« widmet sich der schreibende messianische Pastor, der sich auch mit all seinen vorangegangenen Werken auf der New-York-Times-Bestsellerliste einfinden konnte, uralten Mysterien und verspricht, dass sie darin enthüllt werden. Der Klappentext des Ganzen versprucht dabei nicht weniger als eine Offenbarung, die so groß ist, dass sie in ihrer Bedeutung den Aufstieg und Fall ganzer Nationen und Weltreiche (einschließlich Amerika) übertreffen könnte. Kurzum: Hier hat man sich von Autoren- und Verlagsseite besonders viel Mühe gegeben, eine kaum zu erfüllende Erwartungshaltung aufzubauen.

Das Buch, das den Neueinstieg auf dem zehnten Rang schaffte, wurde zeitgleich in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Die Rede ist von »Nothing Ventured«, das hierzulande im Heyne Verlag unter dem Titel »Schicksal und Gerechtigkeit« veröffentlicht worden ist. Autor des Ganzen ist Jeffrey Archer, von dessen außergewöhnlichen Leben wir an dieser Stelle zu Beginn des Jahres einmal etwas ausführlicher berichtet haben. »Schicksal und Gerechtigkeit« bildet den Auftakt zu Archers »Warwick-Saga«. Der Autor führt seine Leser darin an den Beginn der achtziger Jahre, wo Protagonist William Warwick, seines Zeichens Sohn eines erfolgreichen Anwalts, seinen Polizeidienst antritt und dadurch die bitteren Seiten des Lebens kennenlernt. Im Dezernat für Kunstfälschung wird er in den größten Fälschungsfall seiner Zeit hineingezogen, und außerdem findet er die Frau seines Lebens.

Die letzte Neueinsteigerin dieser Woche hat die Top Ten knapp verpasst: Ann Cleeves wurde Elfte. »The Long Call« bildet den Auftakt einer neuen Buchreihe, die den Titel »The Two Rivers Series« tragen wrd. Bei ihr geht es in die Grafschaft Devon in England, wo ein Ermittler namens Matthew Venn den Fall eines getöteten Mannes untersucht, an dessen Körper sich ein auffälliges Albatross-Tattoo befindet. Während seiner Ermittlungsarbeit wird Venn von den Schatten seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29

 
Autorentags: Ann Cleeves, Christine Feehan, Delia Owens, J.D. Robb, Jeffrey Archer
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
Die Warwick-Saga 1 - Schicksal und Gerechtigkeit
Geschrieben von: Jeffrey Archer (9. September 2019)
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz