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  Bestseller der New York Times 36/19 mit Delia Owens, Preston & Child und Karin Slaughter
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Nur wenige Minuten sind vergangen, seitdem die New York Times eine neue Ausgabe ihrer allwöchentlichen Bücher-Bestsellerliste online gestellt hat. Dieses Mal war es eine Jubiläumsliste: Delia Owens und ihr Roman »Where the Crawdads Sing« (»Der Gesang der Flusskrebse«) waren zum fünfzigsten Mal dabei ... und wieder behauptete sich die bemerkenswerte Geschichte um das Marschmädchen Kya Clark auf dem ersten Platz. Die Ausgabe der Bestsellerliste, die hier thematisiert wird, wird am 8. September in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 24. August zu Ende gegangen war.

Obwohl es an Delia Owens einmal mehr kein Vorbeikommen gab, ist die Liste wieder sehr lesenswert ausgefallen, denn es gab immerhin drei Neueinsteiger, von denen sich zwei sogar auf dem Spitzentreppchen platzieren konnten. Bis auf den zweiten Rang schafften es Douglas Preston und Lincoln Child, die nach dem Abschluss ihrer Actionthriller-Reihe um den sterbenskranken Gideon Crew eine neue Heldenfigur benötigten, damit ihrem Spezialagenten Aloysius Pendergast von Zeit zu Zeit auch mal eine literarische Auszeit gegönnt werden kann. Herausgekommen ist dabei Nora Kelly, eine junge Kuratorin des Instituts für Archäologie in Santa Fe in New Mexico. Ihr Debütroman als Hauptdarstellerin trägt den Titel »Old Bones«. Sie erlebt ein Abenteuer, das neue Erkenntnisse über die »Donner Party« zu Tage fördert, eine Reisegruppe aus dem 19. Jahrhundert, die vom Winter überrascht wurde, woraufhin die Hälfte der Siedler ums Leben kam und sich die andere Hälfte teils nur mit Hilfe von Kannibalismus am Leben halten konnte. Einen Abriss über die damaligen Ereignisse findet ihr in diesem Wikipedia-Artikel.

Bis auf den dritten Platz der Liste schaffte es die Thriller-Königin Karin Slaughter mit ihrem neuesten Streich »The Last Widow«. In den Vereinigten Staaten wurde das Buch erst am 20. August veröffentlicht, während es hierzulande skurrilerweise schon drei Wochen länger unter dem Titel »Die letzte Witwe« erhältlich war. Dadurch thronte der Thriller schon zweimal an der Spitze der Hardcover-Bestsellerliste des Spiegels, noch ehe amerikanische Leser überhaupt die Gelegenheit hatten, sich von der Autorin mitreißen zu lassen. Das in Deutschland von HarperCollins veröffentlichte Werk ist der siebte Band der Georgia-Serie der Autorin. Darin werden Special Agent Will Trent und die Gerichtsmedizinerin Sara Linton von zwei gewaltigen Explosionen aufgeschreckt. Als sie zu Hilfe eilen wollen, geraten sie mitten hinein in eine mächtige Neonazi-Gruppierung. Sara gerät dabei in die Fänge der Verbrecher. Zunächst kann Will nur zuschauen, dann aber begibt er sich in eine verdeckte Ermittlung, um sie zu retten. Dabei ist höchste Eisenbahn angesagt, denn der Anführer des Netzwerks ist dafür bekannt, für seine Ziele bereitwillig durch ein Meer von Blut zu waten.

Etwas weiter hinten auf der Liste, nämlich auf dem elften Rang, landete die dritte und letzte Neueinsteigerin dieser Woche. Dabei handelte es sich um die für ihre historischen Romane - insbesondere ihre Tudor-Reihe - bekannte englische Schriftstellerin Philippa Gregory. Die im damals noch von Großbritannien verwalteten Kenia geborene Autorin hat mit »Tidelands« eine neue Buchreihe eröffnet, die den Titel »Fairmile Series« tragen wird. Darin führt sie ihre Leser ins England des 17. Jahrhunderts, genauer gesagt in die Phase des Englischen Bürgerkrieges, der in etwa zeitgleich zu den letzten Ausläufern des Dreißigjährigen Krieges stattfand ... kurzum: Es waren alles andere als gute Zeiten. Dieses Mal berichtet die Autorin nicht von Adelshäusern, sondern widmet sich einer einfachen Frau aus dem Volke: Alinor, die auf einem Friedhof auf einen Geist hofft, der sie von ihrem gewalttätigen Mann befreien soll, die jedoch statt einem Geist einem flüchtenden Mann begegnet und ihm hilft. Wenig später muss sie die Wirren der Hexenverfolgung am eigenen Leibe miterleben.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 07.03.2020 18:51:
» Berührend Das Mädchen Kya ist erst sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Sie lebt in einer kargen Hütte in der Marsch, einer Sumpflandschaft. Ihr Vater ist immer mal wieder ein paar Tage verschwunden, er trinkt und ist bis auf wenige Ausnahmen unzuverlässig und unberechenbar. Die Geschwister von Kya sind bereits vor der Mutter gegangen und als dann ihr Vater auch immer wieder länger untertaucht, ist Kya ganz allein auf sich gestellt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Kya erst sechs Jahre ist, dieses Warten darauf, dass ihre Mutter doch ganz bestimmt zurückkommt, obwohl sie ihre besten Schuhe und ihren Koffer dabei hatte, ist mir sehr nah gegangen. Gleichzeitig versucht die 6jährige sich an Sachen zu erinnern, die sie von ihren Geschwistern oder auch der Mutter gelernt hat, versucht sich im Kochen, im Wäsche waschen, später dann auch am eigenen Garten, um Gemüse anzubauen…Besonders bewegt …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lissy31
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Will Trent 9 / Georgia 7 - Die letzte Witwe vom 23.01.2020 14:59:
» „Gütiger Vater im Himmel. Wir bitten um Deinen Segen in diesen Stunden der Not“. Das Geräusch einer Explosion reißt Sara Linton und ihren Freund Will Trent aus der Stille der Zeit. Ganz anders hatten sie diesen Tag geplant, aber von jetzt auf gleich, ist alles anders. Sara, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin und Will, Special Agent des GBI, rennen zum Auto und fahren los. Gefahr ist in Verzug und so geben sie alles, was sie können. Das Bild, das sich ihnen bietet ist eigentlich eher harmlos, denn das ganze Ausmaß des Geschehens zeigt sich erst nach und nach. Schließlich wird Sara entführt und Will schwer verletzt zurückgelassen. Was geht hier eigentlich vor sich? Eine Gruppierung von Neonazis will die Welt verändern, retten vielleicht? Ihre Ansichten sind fürchterlich und die Spur der Verwüstung groß und die Zahl der Toten ist ihnen völlig egal. Sara wird in ein Camp verschleppt und muss sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von ginnykatze
Kommentar zu Will Trent 9 / Georgia 7 - Die letzte Witwe vom 30.10.2019 22:20:
» Thriller mit aktueller Thematik Als Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihr Lebenspartner Special Agent Will Trent sich auf den Weg zu einer Explosion machen wollen, um Erste Hilfe zu leisten, laufen sie in eine Falle: Eine Neonazi-Gruppe hat bereits einige Tage zuvor eine Ärztin entführt, nun nehmen sie noch Sara mit. Der Anführer der Gruppe plant einen großen Angriff. Kann Will Sara befreien? Dies ist bereits der 7. Band der Reihe um Sara Linton und Will Trent. Das Buch lässt sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, der Fall ist in sich abgeschlossen. Die Spannung in diesem Thriller ist schon von Anfang an recht hoch gehalten, man spürt die zugrundeliegende Gefahr in jeder Zeile. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen geschildert; daraus ergeben sich allerdings des öfteren Wiederholungen, die mich ziemlich gestört haben. Die beiden Hauptpersonen sind gut geschildert und wirken mit ihrer Geschichte sehr authentisch. Das Thema des …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Will Trent 9 / Georgia 7 - Die letzte Witwe vom 29.10.2019 7:33:
» Mitten am Tag wird die anerkannte Wissenschaftlerin Michelle Spivey auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums, im Beisein ihrer elfjährigen Tochter entführt. Zwei Wochen später fehlt von ihr immer noch jede Spur, bis sie ganz plötzlich in der Emory-Universitätsklinik auftaucht. Kurze Zeit später wird der Campus von mehreren Bombenanschlägen erschüttert. Unterdessen verbringen die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihr Freund Special Agent Will Trent ein paar Tage bei Sarahs Eltern, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus leben. Ein Treffen das recht holprig ist, denn Sarahs Mutter ist mit der Lebensführung ihrer Tochter, in Bezug auf Will, nicht ganz einverstanden. Doch dann bebt die Erde, und Sarah und Will wollen als Erstretter vor Ort sein, doch soweit kommen sie gar nicht, eine Massenkarambolage direkt vor der Haustür, zwingt sie schon früh zum Handeln. Einiges an diesem Unfall ist jedoch nicht ganz plausibel. Die …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von anyways
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Will Trent 9 / Georgia 7 - Die letzte Witwe vom 25.09.2019 20:47:
» Blut und Boden Bei „Die letzte Witwe“ handelt es ich um den siebten Fall für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Special Agent Will Trent. Dieser Thriller aus der Feder von Karin Slaughter ist im August 2019 bei HarperCollins erschienen und umfasst 560 Seiten. Ein idyllischer Sommertag wird jäh durchbrochen - von zwei Explosionen. Sara und Will machen sich auf den Weg, Hilfe zu leisten, als sie unterwegs durch einen Verkehrsunfall aufgehalten werden. Obwohl ihnen der Vorfall nicht geheuer erscheint, bieten sie ihre Hilfe an und werden selbst zu Opfern. Der verletzte Will Trent muss hilflos mit anschauen, wie seine Sara entführt wird. Als dann auch noch Zusammenhänge zu einem einen Monat zurückliegenden Entführungsfall, die Wissenschaftlerin Michelle Spivey war gekidnappt worden, ersichtlich werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn bald ist klar: Hinter allem steckt eine rechtsradikale Organisation, die die USA wieder „weiß“ …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von ElisabethB.
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus

 
Autorentags: Delia Owens, Douglas Preston, Karin Slaughter, Lincoln Child, Philippa Gregory
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
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Will Trent 9 / Georgia 7 - Die letzte Witwe
Geschrieben von: Karin Slaughter (1. August 2019)
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz