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  Bestseller der New York Times 34/19 mit Delia Owens, James Patterson und Sandra Brown
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Vor wenigen Minuten hat die New York Times wieder eine neue Ausgabe ihrer Bücher-Bestsellerliste veröffentlicht. Zwar gab es an der Spitze nichts Neues, wo Delia Owens auch in der 48. Chartswoche mit »Where the Crawdads Sing« alias »Der Gesang der Flusskrebse« wieder einmal triumphierte, doch fünf Neueinsteiger haben es auf die Liste geschafft. Vier davon landeten sogar auf sehr hohen Rängen. Die Ausgabe der Bestsellerliste, die hier thematisiert wird, wird am 25. August in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 10. August zu Ende gegangen war. Wer sich die komplette Liste ansehen möchte, der kann sich wie üblich hier hindurchwühlen.

Direkt auf dem zweiten Platz ist James Patterson neu eingestiegen, der sich dieses Mal Candice Fox als Co-Autorin mit ins Boot holte, um den Thriller »The Inn« für ihn zu schreiben. Das titelgebende Gasthaus befindet sich an einer felsigen Küste und wird von einem ehemaligen Polizisten namens Bill Robinson geleitet, der seine Ruhe haben will und keine Fragen an das gute Dutzend Gäste stellt. Der gleiche Typ Mensch ist auch Sheriff Clayton Spears, der in dem Gebäude wohnt. Alles ändert sich, als ein Verbrecher mit seiner Bande aufkreuzt, durch den Straftaten, Drogenhandel und Gewalt Einzug in das Hotel halten. Da Flucht keine Lösung darstellt, müssen die Bewohner des Inns daraufhin lernen, zusammenzustehen und das Haus zu verteidigen.

Ein neues Buch von der unter verschiedenen Namen bekannten Sandra Brown hat es bis auf den dritten Rang geschafft. Sie schickt in ihrem Buch »Outfox« einen FBI-Agenten namens Drex Easton auf die Jagd nach einem Betrüger namens Weston Graham. Und der ist nicht nur ein Betrüger, er hat auch noch eine Menge andere Sachen auf dem Kerbholz. Über drei Jahrzehnte war er unter unterschiedlichen Namen und in unterschiedlichen Verkleidungen unterwegs, er presste das Vermögen aus acht wohlhabenden Frauen und ließ diese anschließend verschwinden. Nun scheint er als »Jasper Ford« unterwegs zu sein. Jener Jasper Ford hat kürzlich eine erfolgreiche Geschäftsfrau geheiratet, und so entschließt sich Drex Easton, sich ins Nachbarhaus der frischgebackenen Eheleute einzumieten.

Auf dem vierten Platz ging es direkt mit dem nächsten Neueinsteiger weiter. Dabei handelt es sich um den Krimiautor Robert Crais, der schon seit mehr als dreißig Jahren durch seine Elvis-Cole- und Joe-Pike-Serie zu großem Ruhm gekommen ist und unter anderem die Buchvorlage für den Bruce-Willis-Film »Hostage - Entführt« abgeliefert hat. »A Dangerous Man«, wie sein neuestes Werk heißt, ist der bereits achtzehnte Roman über die Privatdetektive Elvis Cole und Joe Pike. Deren neueste Geschichte beginnt durch eine Zufallsbegegnung: Als er gerade seine Bank besucht, wird Joe Pike Zeuge eines Entführungsversuchs. Er rettet die Frau, die als Opfer auserkoren war, und macht die beiden Täter dingfest. Diese kommen ins Gefängnis und werden nach kurzer Zeit auf Kaution freigelassen. Ihr Glück währt jedoch nur kurz: Direkt im Anschluss werden sie ermordet, woraufhin Izzy - die zuvor gerettete Frau - urplötzlich verschwindet. Pike bleibt nichts anderes übrig, als Elvis Cole ins Boot zu holen, und der macht kurze Zeit später eine erstaunliche Entdeckung.

Aller guten Dinge sind vier, denn direkt hinter Robert Crais ist die vierte Neueinsteigerin ins Ziel gekommen. Ruth Ware landete dort mit ihrem neuesten Streich, der den Titel »The Turn of the Key« trägt. In dem Spannungsroman stößt Protagonistin Rowan auf ein Stellenangebot. Gesucht wird ein Hausmädchen, und da das Gehalt lukrativ ist, nimmt sie den Posten an. Zunächst ist sie begeistert von dem luxuriösen Haus, in dem sie dadurch landet, das sich inmitten der schottischen Highlands befindet und von einer Familie bewohnt wird, die wie aus em Ei gepellt erscheint. Doch was so schön anfängt, entwickelt sich rasch zu einem wahren Albtraum, an dessen Ende ein totes Kind steht und Rowan mit einer Mordanklage im Gefängnis landet. Der wahre Täter ist jedoch eine ganz andere Person ...

Der fünfte und letzte Neueinsteiger landete auf dem neunten Rang. Das Besondere daran ist, dass es sich um ein Buch handelt, das schon in den achtziger Jahren geschrieben worden ist und 1988 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Der Grund dafür ist leider ein Trauriger, denn es handelt sich um den Sklaven-Epos »Beloved« (hierzulande als »Menschenkind« veröffentlicht) der großen Toni Morrison, die 1993 als erste afroamerikanische Autorin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Sie ist am 5. August im Alter von 88 Jahren verstorben, was offenbar einen neuen Ansturm auf ihre Werke ausgelöst hat.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 02.02.2020 13:29:
» LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR “Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. Delia Owens erzählt in ihrem Debüt eine berührende, eindrucksvolle Geschichte vom besonderen Schicksal des "Marschmädchens“. Catherine Danielle Clark, genannt Kya, das Marschmädchen, lebt im Marschland (daher auch der Name) an der Küste von North Carolina. Ihr Lebensraum ist voller seltener Tier- und Pflanzenarten, die sie ein Leben lang begleiten und beschäftigen werden. Bereits mit 6 Jahren wird sie nach und nach von allen verlassen, von der Mutter und ihren vier älteren Geschwistern. Nur der gewalttätige, heruntergekommene Vater bleibt zurück, der allerdings ein verwahrlostes Alkoholikerleben führt. So ist die Kleine auf sich allein gestellt, mit 10 Jahren …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29

 
Autorentags: Candice Fox, Delia Owens, James Patterson, Ruth Ware, Sandra Brown
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz