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  Bestseller der New York Times 28/19 mit Delia Owens, Brad Thor und Danielle Steel
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Auch an diesem Donnerstag hat die New York Times wieder eine neue Ausgabe ihrer Bestsellerliste veröffentlicht. In der vergangenen Woche war das schier Undenkbare geschehen, denn Delia Owens' Dauerbrenner »Where the Crawdads Sing« (»Der Gesang der Flusskrebse«) hatte den Spitzenplatz verloren. In dieser Woche wurde dieses überraschende Ereignis wieder geradegerückt, das Buch ist in seiner 42. Chartswoche zurück auf dem ersten Rang. Dahinter haben allerdings fünf neue Bücher den Weg auf die Liste gefunden. Die Ausgabe der Bestsellerliste, die hier thematisiert wird, wird am 14. Juli in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 29. Juni zu Ende gegangen war. Wer sich die gesamte Top 15 ansehen möchte, der kann sich wie jedes Mal hier umschauen.

Der höchste Neueinsteiger der Woche gelangte bis auf den zweiten Platz. Dorthin schaffte es Brad Thor mit seinem Thriller »Backlash«, dem (je nach Zählweise) achtzehnten oder neunzehnten Band seiner langen Scot-Harvath-Reihe, an der er bereits seit der Jahrtausendwende schreibt. Die Abweichungen in der Zählweise resultieren daraus, dass der ehemalige Navy-SEAL und Geheimagent Scot Harvath in dem Thriller »The Athena Project« aus dem Jahr 2010 nur Gastauftritte absolviert, weswegen das Werk bisweilen als zehnter Band der Reihe bezeichnet wird, bisweilen aber auch als komplett eigenständiger Roman. Der Autor, der zwischenzeitlich angekündigt hatte, für die nächste Wahl zum US-Präsidenten zu kandidieren, steckt seinen Serienhelden in »Backlash« in eine Situation, in der er von seinen Feinden umzingelt ist, keine Unterstützung hat und nicht einmal weiß, wo er sich überhaupt befindet, so dass er all seine Fähigkeiten einsetzen muss, um zu überleben. Doch Überleben bleibt nicht sein einziges Ziel: Ihm dürstet es nach Rache.

Direkt hinter Brad Thor landete eine Autorin, der in Sachen Erfolg keiner etwas vormachen kann: Danielle Steel, die Frau, deren Bücher sich häufiger verkauften als die Romane aller anderen noch lebenden Autoren. In »Lost and Found«, wie ihr neuester Streich heißt, berichtet die Vielschreiberin von einer Frau, die der Frage nachgeht, wie ihr Leben hätte verlaufen können, wenn sie wichtige Entscheidungen anders gefällt hätte. Nachdem sie von einer Leiter fällt, fasst die Fotografin Madison Allen den Beschluss, ihr Leben grundlegend zu verändern. In alten Erinnerungen schwlgend begibt sie sich auf eine Reise, um drei sehr unterschiedliche Männer wiederzutreffen: Männer, die sie hätte heiraten können, wenn sie nicht einen anderen Lebensweg gegangen wäre.

Noch ein weiteres Buch hat es neu in die Top Ten der Liste geschafft, nämlich der Roman »Big Sky« aus der Feder der britischen Autorin Kate Atkinson. Dabei handelt es sich um den fünften Band ihrer Reihe um den behäbigen Privatdetektiv Jackson Brodie, der in der zugehörigen Fernsehserie von Jason »Lucius Malfoy« Isaacs verkörpert wurde. Während heutzutage viele Autorinnen und Autoren dazu neigen, neue Bände ihrer Buchreihen in schnellen Zeitabständen auf die Buchwelt abzufeuern, hat sich Frau Atkinson mit ihrem neuen Buch sehr viel Zeit gelassen, denn seit dem vierten Band der Reihe waren neun Jahre vergangen. Eine deutsche Version von »Big Sky« wurde bis dato noch nicht angekündigt, die vorangegangenen Bände haben jedoch allesamt nach einigen Monaten den Weg ins Deutsche gefunden. In dem Buch stößt Brodie in einem scheinbar verschlafenen Küstenstädtchen auf ein verbrecherisches Netzwerk.

Zwei weitere Bücher haben es neu auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft, die Top Ten jedoch verfehlt. Die auf historische Romanzen spezialisierte Eloisa James gelangte mit ihrem Buch »Say No to the Duke« bis auf den elften Platz. Dabei handelt es sich um den vierten Band der Reihe »The Wildes of Lindow Castle«, und es geht darin zurück in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Direkt hinter Frau James landete mit Helen Hardt die fünfte und letzte Neueinsteigerin dieser Woche. »Breathless« ist der zehnte Band ihrer Steel-Brothers-Saga.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29

 
Autorentags: Brad Thor, Delia Owens, Eloisa James, Kate Atkinson
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz