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  Bestseller der New York Times 23/19 mit Delia Owens, George R.R. Martin und James Patterson
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Vor wenigen Stunden hat die New York Times wieder eine neue Ausgabe ihrer allwöchentlichen Bestsellerliste veröffentlicht. Zum ersten Mal seit langer Zeit hat kein einziger Neueinsteiger einen Platz auf dem Siegertreppchen ergattert, und auch auf dem Rest der Liste sind nur zwei neue Werke eingetrudelt. Die Ausgabe der Bestsellerliste, von der hier die Rede ist, wird am 9. Juni in der Printversion der Zeitung erscheinen und fasst die Verkaufszahlen aller Bücher in der Woche zusammen, die am 25. Mai zu Ende gegangen war. Wer sich die gesamte Top 15 ansehen möchte, der kann sich wie gewohnt hier umschauen.

Der erste Platz der Liste bedarf eigentlich schon lange keiner gesonderten Erwähnung mehr: Delia Owens hat mit »Where the Crawdads Sing« (»Der Gesang der Flusskrebse«) auch in der 37. Chartswoche wieder den Spitzenplatz verteidigt. Ungewöhnlich ist dieses Mal hingegen, dass es ein Buch auf dem Siegertreppchen gibt, das noch länger dabei ist. Geschuldet ist dies dem Serienfinale des größten Fernsehereignisses der vergangenen Jahre, denn George R.R. Martin schob sich mit »A Game of Thrones« in der 57. Chartswoche auf den zweiten Platz. Offenbar haben viele Leser also mit dem Lesen der Bücher bis zum Abschluss der Serie gewartet und beginnen nun damit, den Stoff noch einmal in Buchform zu konsumieren. Auf dem dritten Platz verblieben - wie in der Vorwoche - James Patterson und Maxine Paetro mit »The 18th Abduction«, dem neuesten Streich aus ihrem »Women's Murder Club«.

Womit wir bei den beiden Neueinsteigern wären, die es in dieser Woche auf die Liste geschafft haben. Dreizehn Jahre hat sich Thomas Harris Zeit gelassen, neues Material zu veröffentlichen, nun erschien mit »Cari Mora« ein neues Werk aus seiner Feder und schaffte es auf Anhieb bis auf den vierten Platz der Liste. Das Buch wurde nahezu zeitgleich in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht, hierzulande wurde es vom Heyne Verlag publiziert. Der Mann, der einst Hannibal Lecter auf die Buch- und damit später auch auf die Filmwelt losließ, erschuf für sein neues Buch eine Haushälterin mit kolumbianischen Wurzeln - nämlich die titelgebende Cari Mora -, die einst in jungen Jahren harte Dinge durchgemacht hat und nun zur Zielscheibe eines sadistischen Mannes namens Hans-Peter Schneider wird. Bis dato sind die Reaktionen auf das Buch (vorsichtig ausgedrückt) eher verhalten ausgefallen, so wurde es beispielsweise sowohl beim englischen als auch deutschen Amazon von der Hälfte der Rezensenten mit der schlechtesten oder zweitschlechtesten Note ausgestattet. Natürlich ist dabei zu beachten, dass es hier aufgrund von Harris' früheren Büchern eine enorme Erwartungshaltung gab, an welcher das neue Buch nun gemessen wird.

Die zweite und letzte Neueinsteigerin hat es ganz knapp auf die Liste geschafft. Die in Texas lebende Susan Stoker platzierte sich mit ihrem Roman »Securing Sidney« auf dem vierzehnten Rang. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band ihrer Buchreihe »SEAL of Protection: Legacy«. Dieser Roman steht hinsichtlich seiner Bewertungen im krassen Gegensatz zu Harris' Werk, denn beim englischsprachigen Amazon erhielt er von 97 Prozent der Abstimmenden die beste oder zweitbeste Note. In dem Buch begegnet man Sidney Hale, einer engagierten jungen Dame, die eine große Lebensaufgabe hat: Sie rettet Hunde. Eine Aufgabe, die sie - wie auch den Rest ihres Lebens - mit niemandem teilt. Dann begegnet sie den SEAL Decker »Gumby« Kincade. Und so führt die Rettung eines Pitbulls von einem zwielichtigen Hundekampf-Veranstalter zwei Menschen zusammen. Allerdings müssen die beiden mit der Rache des Mannes rechnen, aus dessen Fängen sie die Hündin gerettet haben.


KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 17.10.2019 9:44:
» Äußerst beeindruckend Als ein angesehener Bewohner der Küstenstadt Barkley Cove stirbt, sind sich dessen Bewohner schnell einig: Das Marschmädchen hat Chase Andrews getötet. Kya Clark lebt sehr isoliert im Marschland, die Bewohner der Stadt wollen mit ihr nichts zu tun haben. Sumpfschlampe nennen sie sie, ohne sie überhaupt näher zu kennen. Doch Kya findet sich in der Natur bestens zurecht. In die Stadt geht sie nur gezielt, um ihre Vorräte aufzustocken. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun? Sehr einfühlsam und in einer bildhaften und poetischen Sprache erzählt die Autorin Delia Owens die Geschichte von Kya, die durch die Geschehnisse zu einer Ausgestoßenen der Gesellschaft wurde und völlig allein und einsam aufwuchs, ohne Unterstützung durch die Gemeinschaft. Ihren Kontakt zu den Stadtbewohnern beschränkte sie wegen der Sticheleien der Einwohner auf ein Minimum, bis auf ein farbiges Ehepaar, mit dem sich …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 15.09.2019 21:25:
» Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag. Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya. Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt. Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 12.09.2019 20:42:
» Delia Owens hat einen großen Wurf gestartet mit ihrem Buch "der Gesang der Flusskrebse". Ihr Buch ist sowohl eine Coming of Age-Story, Außenseiterstudie, Justizdrama und poetische Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist viel. Das könnte ziemlich leicht ziemlich daneben gehen oder sentimental-kitschig geraten. Zum ausgesprochenen Gewinn für die Leser tut es das aber nicht. Statt dessen lässt das Buch nicht nur am Lebensweg einer faszinierenden Frauenfigur teilhaben, die sich in widrigsten Verhältnissen behauptet, bietet spannende Unterhaltung und zugleich faszinierende Einblicke in die Natur des Marschlandes von North Carolina. Möglicherweise gibt es davon noch mehr, als ich mitbekommen hatte denn ich habe den "Gesang der Flusskrebse" in der Hörbuch-Version kennengelernt, wobei die Sprecherin Luise Helm mit ihrer Interpretation des Textes es eindrucksvoll geschafft hat, ein Kopfkino loszutreten und dem Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 03.09.2019 11:45:
» Das Cover des Buches hat etwas romantisches, aber auch etwas düsteres. Nachdem man das Buch gelesen hat, passt es aber absolut zum Inhalt. Inhalt: Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können. Meine Meinung: Delia Owens hat mit „Der Gesang der Flußkrebse“ ein wirklich tolles Buch geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und gefühlvoll. Die Hauptprotagonistin Kya ist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 25.08.2019 22:19:
» Das ist ja wohl der erfolgreichste Roman dieses Jahres in den USA, sagt man. Darum habe ich es mir mal durchgelesen. Hm, soweit eine ganz nette Geschichte über ein Mädchen das in ganz außergewöhnlich (schlechten) Umständen erwachsen wird und dabei trotzdem irgendwie genau die "normalen" Schritte und Einschnitte vom pubertierenden Mädchen zur Frau mitnimmt. Gut geschrieben, aber auch ziemlich unspektakulär. Vielleicht hat man als US Bürger einen anderen Bezug, aber ich fand das nicht viel mehr als "gelesen, war okay, das wars aber auch".«
– geschrieben von yarel
Kommentar zu Der Gesang der Flusskrebse vom 09.08.2019 7:22:
» Zum Inhalt: Kyas Mutter verschwindet als sie sechs ist, einige Jahre später verschwindet ihr Vater auch noch und so wird sie völlig allein im Marschland groß und muss sich irgendwie durchschlagen. Jahre später stirbt Chase durch einen Sturz von einem Turm und prompt wird Kya, das sonderbare Marschmädchen verdächtigt. Meine Meinung: Eigentlich kann man in der Inhaltsbeschreibung dem Buch kaum gerecht werden, da das Buch soviel mehr als das ist. Es ist der Weg eines einsamen Mädchens, dass auf sich allein gestellt ein unglaubliches Leben führt und einerseits so verschlossen, andererseits so offen ist. Ihre Entwicklung wird so eindringlich und gut beschrieben, dass es einen berührt und mitfühlen lässt. Der Schreibstil ist extrem gut und das Buch liest sich so flott weg, dass es kaum zu glauben ist. Mich hat das Buch ungeheuer beeindruckt und ich fand es einfach nur schön. Fazit: Beeindruckendes Debüt.«
– geschrieben von brauneye29

 
Autorentags: Delia Owens, George R.R. Martin, James Patterson, Maxine Paetro, Thomas Harris
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Cari Mora
Geschrieben von: Thomas Harris (20. Mai 2019)
40/100
[2 Blogger]
Der Gesang der Flusskrebse
Geschrieben von: Delia Owens (22. Juli 2019)
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz