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Mysterium der Drachenreiter
Verfasser: Birgit Waßmann (1)
Verlag: Twentysix (263)
VÖ: 16. Januar 2023
Genre: Fantasy (16681)
Seiten: 402 (Taschenbuch-Version), 452 (Kindle-Version)
Themen: Bruderschaft (188), Drachen (1278), Orden (273), Studenten (1406), Verschwinden (2686)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Januar 2023 nominieren
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Birgit Waßmann für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Die Studentin bemerkte, wie sich nach und nach an der Decke riesige Schwingen formten. Der dazugehörige Leib wurde kurz darauf ebenfalls sichtbar, alles halb durchsichtig und grau. Die Phantome erinnerten Alicia an die Sagen von Drachen mit riesigen Klauen und Schnäbeln, welche die Menschheit in Urzeiten heimgesucht hatten. Keiner der Anwesenden schien den Spuk zu bemerken. Vielleicht hätten sie mal nach oben sehen sollen…
     Dunkle Schemen schienen nun aus allen Ecken hervor zu kriechen. Alicia entdeckte einen geflügelten Schatten an der Wand. Riesige schwarze Schwingen zeichneten sich deutlich vor dem hellen Hintergrund ab. Schwingen, mit denen der geflügelte Besucher womöglich durch Nacht und Träume gleiten konnte, vielleicht auch durch Raum und Zeit. Die Studentin glaubte, eine schwarze Feder auf ihrer Jeans zu entdecken, doch es war nur eine Falte im Stoff, die sie getrogen hatte. Nur nicht die Nerven verlieren! Sie benahm sich schon fast wie eine Verrückte! Fehlte bloß noch, dass sie an Geister und übersinnliche Kräfte glaubte...
     Aber seltsamerweise war sie geneigt, genau das zu tun. Alicia war zwar noch nie zuvor den schattenhaften Drachenwesen von Angesicht zu Angesicht begegnet. Doch in vielen alten Mythen wurden sie erwähnt, so dass sie ohne Mühe erkannte, worum es sich handelte. Beim Gedanken daran gefror ihr das Blut in den Adern. Fast kam es ihr so vor, als wären ihr solche Begegnungen in der Vergangenheit nicht fremd gewesen. Erinnerungen aus fernen Tagen belebten sich in ihrem Bewusstsein wieder neu. Es waren ferne Zeiten, in denen Begegnungen mit fliegenden Drachen keine Seltenheit waren.
     Die Szene dort unten im Saal – sie passte nicht in diese Umgebung, in diese Zeit, in dieses Jahrhundert. Die Wesen kamen aus einer andere Epoche, aus einer Welt, in der besondere Zustände herrschten. Eine Zeit, in der die Menschen dem absoluten Wissen und dem Geheimnis des Lebens noch ganz nahe gewesen waren.
     Währenddessen formten sich immer mehr Drachenwesen, die unter der Decke des Saales majestätisch ihre Kreise zogen. Die Luft war erfüllt vom Flügelschlag mächtiger Schwingen. Der Anblick wäre malerisch, wenn Alicia nicht von einem heillosen Schrecken ergriffen worden wäre. Die kreisenden Drachenvögel senkten sich auf die anwesenden Studenten herab, die noch immer nichts zu bemerken schienen. Die junge Frau war so gebannt von dem Anblick der schattenhaften Kreaturen, das sie im ersten Moment gar nicht richtig erfasste, was vor ihren Augen geschah. Ein Student nach dem anderen verschwand lautlos, so als wäre er von einem der riesigen Vögel verschluckt worden. Oder war er mit ihm verschmolzen?
     In dem Maße, in dem die Anzahl der Bibliotheksbesucher schwand, wurde auch die Zahl der geflügelten Drachenwesen geringer. ‚Ich glaub es einfach nicht’, dachte Alicia. ‚Das hier passiert gar nicht wirklich, Studenten verschwinden nicht einfach so.’ Sie schloss die Augen in der Hoffnung, die optische Täuschung würde sich derweil verflüchtigen. Den Gefallen tat sie ihr aber nicht. Atemlos schaute sie dem bizarren Schauspiel zu.
     Ganz ähnlich hatte sie es letzte Nacht geträumt. Was Alicia im Traum gesehen hatte, lief nun Schritt für Schritt in Wirklichkeit vor ihr ab. Die ganze Woche über hatte sie geahnt, dass etwas Schlimmes passieren würde, es aber dennoch nicht verhindern können. Längst nicht alle Träume hatten vorausschauenden Charakter, das war ihr klar. Doch nun zeigte es sich, dass sie gut daran getan hatte, diesem Traum besondere Beachtung zu schenken und sich im Geiste auf das Kommende vorzubereiten. Nur so war es zu erklären, dass sie nicht völlig panisch und kopflos reagierte in Anbetracht dessen, was sich da gerade vor ihren Augen abspielte.
     Die junge Studentin hatte sich mittlerweile unauffällig in eine Nische zurückgezogen und war offenbar noch nicht entdeckt worden. Ängstlich hielt sie den Atem an, als der Lesesaal sich immer mehr leerte. Nur noch einer der eindrucksvollen Flugdrachen zog seine Kreise, suchend und witternd. Wenn er nahe an Alicias Versteck vorbeikam, konnte sie sein Gefieder aus der Nähe bestaunen. Es schillerte in allen Regenbogenfarben trotz des grauen Dämmerlichts, das alle anderen Farben verschluckte.
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