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So dunkel das Zwielicht 1 - Raziels Erwachen
Verfasser: Christian Tobias Krug (1)
Verlag: Twentysix (264)
VÖ: 30. März 2021
Genre: Fantasy (16748), Jugendliteratur (8857) und Romantische Literatur (30423)
Seiten: 456 (Taschenbuch-Version), 458 (Kindle-Version)
Themen: Dämonen (1303), Engel (499), Hexen (1176), Himmel (96), Hölle (187), Homosexualität (3617), Magie (3476), Teufel (321)
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In der Hölle herrscht Aufruhr. Dämon Raziel rebelliert gegen den Teufel und findet den Tod …
500 Jahre später:
Der siebzehnjährige Julian leidet unter der heimlichen Liebe zu seinem besten Freund Kyu-Min. Zu allem Übel suchen ihn Albträume und unerklärliche Ereignisse heim. Was Julian nicht ahnt: Raziels wiedergeborene Seele schläft in ihm. Kaum werden Dämonen und Engel auf ihn aufmerksam, gerät Julian zwischen die Fronten – und Kyu-Min in tödliche Gefahr …

SO DUNKEL DAS ZWIELICHT I – RAZIELS ERWACHEN
… eine Geschichte über Religion, Mystik und verbotene Liebe – fesselnd, voller Spannung und Wendungen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Tobias Krug für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Tobias Krug gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Christian Tobias Krug

So dunkel das Zwielicht I
Raziels Erwachen

~ Leseprobe ~


An diesem Ort der Hölle waren Gewitter nicht ungewöhnlich. Hier, am Rande der Unterwelt, konnte das Wetter von einem Augenblick auf den nächsten umschlagen und erschwerte das ohnehin mühsame Vorankommen durch die dichten, dunklen Wälder.
     Prasselnd fiel der Regen vom pechschwarzen Nachthimmel auf die beiden Dämonen herab, die sich nebeneinander einen Weg durch das verwachsene, feuchtnasse Dickicht kämpften. Über ihren Köpfen grollte bedrohlich der Donner und im knarrenden Geäst der alten, turmhohen Bäume heulte ringsumher der brausende Sturmwind. Unter ihren Stiefeln gab der zu Schlamm gewordene Erdboden nach und ließ jeden Schritt zu einer kleinen Anstrengung werden.
     Aufgrund der unwirtlichen Verhältnisse in der Hölle waren Dämonen Mühsal gewohnt. Kaum einer, der sich von einem Unwetter beeindrucken ließ. Doch Kallisto und Naberius waren bereits seit drei Tagen unentwegt unterwegs und allmählich neigten sich ihre Kräfte dem Ende zu. Nur selten hatten sie Rast gemacht, um ein wenig zu essen oder ein paar Stündchen zu schlafen. Weite Strecken über waren sie geflogen, getragen von dunklen Schwingen, bis Donner und Blitz sie buchstäblich zu Boden gezwungen hatten.
     Als sie eine schmale Lichtung erreichten, gab Kallisto, die vorausgeeilt war, ihrem Begleiter durch eine Handbewegung zu verstehen, er solle anhalten.
     »Was is’?«, fragte Naberius.
     »Wir müssten bald dort sein«, erwiderte sie und warf einen Blick auf ihren wesentlich jüngeren Gefährten.
     Runde blaue Augen schimmerten in dessen schmalen Gesicht, eingerahmt von dunkelblondem Haar. Naberius besuchte noch die Militärakademie und Kallisto, eine Erzdämonin von hohem Rang, wusste: Sollten sie versagen, stand nicht bloß seine Laufbahn auf dem Spiel. Wieder quälte sie der Gedanke: Wäre es besser gewesen, allein zu gehen?
     Einen Seufzer auf den Lippen schaute sie mit zusammengekniffenen Augen durch das sich im Sturmwind wiegende Geäst. Dort, zwischen den Wipfeln, glaubte sie undeutlich die Umrisse eines hölzernen Daches zu erkennen, das zu einem kleinen Häuschen gehören musste. Endlich – sie waren am Ziel! Die Entfernung von der Lichtung aus schätzte sie auf eine gute Viertelstunde Fußmarsch.
     Ihre schweren Stiefel waren vollkommen von feuchtem Morast verdreckt, als sie wenige Zeit später die einsame Hütte erreichten. Sie war umringt von hohen Tannen und weitaus größer, als aus der Ferne betrachtet. Durch die staubigen Fensterscheiben sah Kallisto Licht flackern. Rauch stieg aus dem Schornstein, zerstob im Wind.
     Dort hauste also der Eremit? Er war verrückt, wie man hörte, doch das spielte keine Rolle. Nicht um seinetwillen waren sie hier. Sie kamen wegen dem, was er hoffentlich besaß: Das Buch der Portale. Das einzige Exemplar, das noch existierte.
     »Glaubst du wirklich, in dem Buch steht, wie sich das Tor zum Kontraversum öffnen lässt?« Naberius Stimme zitterte, aber Kallisto konnte unmöglich sagen, ob dies an seiner Aufregung lag oder daran, dass der Junge bis auf die Knochen durchnässt war.
     »Wer weiß? Irgendeine Antwort wird uns das Buch sicher geben.«
     Sie klopfte. Das pochende Geräusch ging im Brausen des Sturms beinahe vollkommen unter. Von drinnen erklang eine schwache Stimme. Kallisto klopfte noch einmal – dann bemerkte sie, dass die Tür überhaupt nicht verriegelt war, und ging einfach hinein. Naberius folgte ihr zaghaft.
     Drinnen herrschte wohlige Wärme. In einem Kamin knisterte ein Feuer und warf flackernde Schatten an die Wände. Darüber köchelte Suppe in einem Kessel.
     In einem abgewetzten, wuchtigen Sessel saß ein Dämon, den Kallisto spontan auf gute zehntausend Jahre schätzte. Um ein kantiges, von tiefen Falten zerfurchtes Gesicht hing ein Kranz schlohweißer Haare. Die Augen wirkten müde, obgleich eine seltsame innere Ruhe in ihnen zu liegen schien.
     »Verzeiht die Störung«, sprach Kallisto, »dürfen wir eintreten?«
     »Nur zu!« Der Greis lächelte. »Was führt euch in die Wilden Wälder? Habt ihr euch verlaufen?«
     »Nein, wir haben nach Euch gesucht.« Sie schloss die Tür hinter sich und nahm die Kapuze vom Kopf. Ihre langen blonden Haare gingen an den Spitzen in klatschnasse Strähnen über. »Mein Name ist Kallisto und das ist Naberius.« Mit dem Arm deutete sie auf ihren Begleiter. »Ich nehme an, Ihr müsst der altehrwürdige Gorak sein.«
     »So ist es.« Der grauhaarige Dämon nickte bedächtig. Neben ihm auf dem Tisch stand eine dampfende Schale. »Nun, wenn ihr zwei schon mal hier seid, wollt ihr nicht ein wenig heiße Suppe zu euch nehmen? Die wärmt euch wieder auf.«
     »Oh ja, das wäre nett!«, rief Naberius freudig.
     »Für mich nichts, habt Dank«, sagte Kallisto und warf ihrem Weggefährten stumm einen tadelnden Blick zu.
     Gorak lächelte nur und erhob sich langsam aus dem Sessel, nahm eines der Holzschälchen vom Kaminsims und reichte es, randvoll gefüllt, an Naberius.
     Während sich der Junge auf einen klapprigen Stuhl hockte und lauthals zu schlürfen begann, schritt Kallisto auf das hohe Buchregal zu, verborgen in der hintersten Ecke der Stube. Es war von oben bis unten vollgestopft mit den verschiedensten Büchern. Viele davon, denen ihr hohes Alter anzusehen war, mussten unschätzbar wertvoll sein. Kallistos Augen glitten über die einzelnen Buchrücken.
     »Es heißt, Ihr hättet Euch vor Jahrhunderten in die Wilden Wälder zurückgezogen, altehrwürdiger Gorak«, sagte sie, den Blick auf die Bücher im Regal geheftet. »Angeblich, nachdem Eure Söhne im Krieg gefallen sind.«
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