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WeWorld - Der Mondclub
Verfasser: Daniel Sand (2)
Verlag: Thariel (2)
VÖ: 27. Dezember 2022
Genre: Thriller (8218)
Seiten: 668
Themen: Brille (11), Geld (415), Manipulation (236)
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In der WeWorld entscheidet der Kontostand darüber, wie viel man von der Welt sehen kann. Wer dort lebt, trägt eine nicht abnehmbare Brille, die in niedrigen Tarifgruppen auch vor den Mond einen Zensurbalken legt. Als mehrere Kunden ihre Brillen manipulieren, um einmal den Mond zu sehen, kommen sie unerwartet hinter ein gefährliches Geheimnis der WeWorld. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als sich mit einem Gegner anzulegen, der ihren Blick auf die Welt manipulieren kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Sand für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Daniel Sand gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Bei kaum einem Tisch im ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ handelte es sich im engeren Sinne um einen Tisch, sondern fast immer um umfunktionierte Türen, Kartons, Verkehrsschilder oder auch Reifen. Das Gleiche galt für die Stühle, für die alte Kisten, Steine, Holzpaletten und Autositze genutzt wurden, bei denen Thonx nicht genau wissen wollte, wie sie den Weg hierher gefunden hatten. Das galt auch für die Sitzgelegenheit des tätowierten Kerls mit den breiten Armen, der mit der Würde eines Königs in einem gepolsterten Friseurstuhl thronte, aus dessen Lehne eine gebogene Stange ragte, an der noch die Trockenhaube hing. Doch die meisten Gestalten saßen nirgendwo, sondern standen halb verborgen in den Ecken oder liefen scheinbar ohne Ziel hin und her. Thonx ging zum Tresen, der früher die Wursttheke war. Hinter dem Barkeeper stiegen Whisky-Regalreihen wackelig bis zur Zimmerdecke hinauf. Die jeweils höhere Regalreihe ruhte dabei immer auf mehreren Mais- oder Thunfischdosen. Aus einem Eck der Supermarktruine kam Musik aus einer defekten Anlage, weswegen es immer wieder längere Aussetzer gab.

„Na?“ Thonx lehnte sich an den Tresen und nickte dem ergrauten Barkeeper zu, der ein auffälliges Tattoo in Form einer Zielscheibe auf der Stirn hatte. Über seine Schulter hing ein Abwaschtuch und er hatte sich sogar eine Schürze umgebunden, die offenbar noch aus den Tagen stammte, als es sich beim ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ um einen Supermarkt handelte. Es sprach für die Autorität dieses massigen Kerls, dass er trotz dieser Schürze von niemandem gehänselt wurde.
     „Triple Green?“ Er stellte das mehr fest, als dass er fragte.
     Thonx nickte und der Barkeeper ging zu seinen Regalen, griff sich zwei Flaschen und kippte deren Inhalt in eine Kaffeetasse.
     „Die drei Whiskygläser sind gerade vergeben“, erklärte er mit rauer, tiefer Stimme, während er eine Zitrone ins Getränk gab.

     „Passt schon“, murmelte Thonx und nahm einen Schluck. Es schmeckte wie eine Mischung aus Salzwasser und Whisky. Er starrte eine Weile in seine Kaffeetasse. Der Barkeeper nahm sein Handtuch und wischte damit über den Tresen.
     „Es gab einen Filtervorfall“, murmelte Thonx und vergewisserte sich unauffällig, dass sie niemand hören konnte.
     „Hmm“, murmelte der Kerl unbeeindruckt.
     „Hast du was gehört?“
     „Hmm“, wiederholter er und Thonx verstand, was er meinte.
     „Wie teuer ist der Tripple Green?“
     „3,5 C-Dollar“, kam es brummend zurück und nach einer kurzen Pause, „und 1500 C-Dollar Trinkgeld.“
     „Wow“, meinte Thonx anerkennend, „du bist mittlerweile mein teuerster Informa-“
     „Ich bin Barkeeper“, fuhr ihn der Mann an, „und bekomme deswegen Trinkgeld, was kein Verbrechen ist. In der Gastronomie lebt man nur vom Trinkgeld!“
     „Stimmt!“, gab Thonx nach, „ich hoffe nur, du bist das Trinkgeld wert.“
     „Niemand weit und breit macht einen besseren Tripple Green als ich!“

Thonx lächelte und der Barkeeper goss sich Wein und Wodka in ein Glas. Er stieß mit Thonx an, bevor er den Inhalt mit einer schwungvollen Handbewegung über seinen Rücken hinweg gegen die Wand kippte. Aber nicht irgendwohin, sondern zielsicher auf mehrere Kabel, die aus einem Riss direkt neben den Regalreihen hingen. Sofort gab es einen Stromausfall und das ewige Dämmerlicht des ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ versank in Dunkelheit. Der Barkeeper beugte sich über den Tresen und flüsterte Thonx einen Namen ins Ohr. Danach beruhigte er mit seiner tiefen Stimme die Leute. An einem Ort, wo fast jeder Jäger und Gejagter zugleich war und alle gute Gründe hatten, Überraschungen zu fürchten, konnte so eine Situation schnell eskalieren. „Keine Sorge, das ist nur ein Kurzschluss! Das haben wir gleich!“ Tatsächlich gingen die Lichter Sekunden später schon wieder an und spendeten erneut ihre geizige Helligkeit.
     „Bravo!“, schrie jemand und, „unser CEO!“, ein anderer. Manche applaudierten.
     Der Barkeeper schob einen Briefumschlag in seine Schürzentasche.
     Die Eingangstüre fiel zu. Thonx hatte das ‚Zum Goldenen Geschlosssen‘ gerade verlassen.
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