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WeWorld - Der Mondclub
Verfasser: Daniel Sand (2)
Verlag: Thariel (2)
VÖ: 27. Dezember 2022
Genre: Thriller (8198)
Seiten: 668
Themen: Brille (11), Geld (415), Manipulation (236)
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In der WeWorld entscheidet der Kontostand darüber, wie viel man von der Welt sehen kann. Wer dort lebt, trägt eine nicht abnehmbare Brille, die in niedrigen Tarifgruppen auch vor den Mond einen Zensurbalken legt. Als mehrere Kunden ihre Brillen manipulieren, um einmal den Mond zu sehen, kommen sie unerwartet hinter ein gefährliches Geheimnis der WeWorld. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als sich mit einem Gegner anzulegen, der ihren Blick auf die Welt manipulieren kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Sand für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Daniel Sand gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Okay, 90 C-Dollar, aber dafür bekommen wir noch etwas dazu!“
     „Denkst du da an etwas Bestimmtes?“, erkundigte sich der Alte.
     „Ja!“


3. Kapitel.


Jede Stadt, egal wie schön und friedlich sie ist, hat ihre dunklen Ecken. Thonx wusste das nur zu gut. Sein Job bestand darin, diese dunklen Ecken regelmäßig aufzusuchen und etwas Licht in sie zu bringen. Thonx saß darum auf seinem Motorrad und steuerte die Unterwelt an. Im Bezirk 2.8. handelte es sich dabei genaugenommen um einen aufgegebenen Supermarkt, in dem es mittlerweile eine Kneipe gab, die nirgendwo angemeldet war. Wenn in Bezirk 2.8. Verbrechen verübt wurden, wurden diese zumeist hier geplant oder sogar direkt ausgeführt.
     Thonx fuhr bis zur Kneipe vor, die keinen offiziellen Namen hatte und von allen nur ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ genannt wurde, weil in der defekten Türe ein gelbes Schild hing, auf dem ‚Geschlossen‘ stand. Offenbar hatte das jemand direkt nach der Schließung des Supermarktes angebracht, denn mittlerweile würde niemand mehr auf die Idee kommen, dass man hier einkaufen könnte. Thonx stellte seine Maschine an der Wand ab und sofort erstarb das Auf und Ab des EKGs, das während der Fahrt seinen Herzschlag auf dem Bike angezeigt hatte und verwandelte sich in eine durchgezogene Linie. Thonx hatte sich diesen Herzschlag-Effekt zugelegt, weil er ihn witzig fand.

Noch war die Sonne nicht aufgegangen. Thonx hatte die Kleidung der Supporter an, die aus nicht mehr bestand als Jeans und einem Pullover mit Bauchtasche. In dieser befand sich der Darker, der vom Aussehen her an eine Pistole erinnerte. Thonx schaute sich um, bevor er das Gebäude betrat. Die Umgebung von ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ bestand aus Haussilos, in denen ärmere Mitglieder der ComNation lebten, die sich damit abgefunden hatten, dass die dunkle Ecke ihres Bezirks und ihr Wohnort auf den gleichen Flecken Erde fielen. Nur in wenigen der Fenster brannte schon, oder noch, Licht. Thonx ging die drei Stufen zur Eingangstüre hinauf und drückte sie mit etwas Kraftaufwand auf. Mit langsamen Schritten trat er ein. Langsamkeit war wichtig. Wer langsam ging, wirkte selbstsicher, wer zu schnelle und zu kleine Schritte machte, wirkt nervös. Wenn es Fälle von AGB-Shaming im Bezirk 2.8. gab, schaute Thonx immer zuerst hier vorbei. Heute ging es um die Störung der Filteranlage, die er zuletzt selbst miterlebt hatte. Im ‚Goldenen Geschlossen‘ hausten genug Leute, die für etwas Geld ihre besten Freunde verrieten und manchmal traf Thonx gesuchte Verbrecher sogar direkt hier an. Er kannte die Besucher des ‚Zum Goldenen Geschlossen‘ und sie kannten ihn.

Links vom Eingang standen früher mehrere Kühlschränke an der Wand, aus denen längst die Regale entfernt wurden und die nun als Schlafplätze dienten. Die Menschen schliefen aufrecht darin, von Gürteln um Hüfte und Schulter gehalten, weil ihnen das sicherer erschien, als auf dem Boden zu liegen. Gerade waren fünf der acht Schlafplätze besetzt. Auch die früheren Tiefkühlkisten hatte eine neue Funktion. Wo einst Kunden hineingriffen, um sich Pizza, Schnitzel, Pommes oder Torten zu greifen, fanden sich jetzt Ersatzteillager, in denen wie an einem Wühltisch nach nützlichen Dingen gesucht werden konnte. Thonx bemerkte in einer dieser Truhen beim Vorbeigehen eine Roboterhand, zwei demolierte Helme, mehrere zerrissene Mäntel, Hosen und Hemden, künstliche Gebisse und mindestens zwei angespitzte Stangen.

„Na, ermittelt der Cop wieder?“
     Ein Kerl mit Narben im Gesicht und einer WeBrille, deren rechtes Glas so stark beschädigt war, dass er eine Augenklappe darübergelegt hatte, grinste ihn mit eingeschlagenen Zähnen an.
     „Du schaust zu viele alte Filme!“, antwortete Thonx nachsichtig grinsend, „es gibt keine Cops mehr.“ Er kannte diesen hageren Typen und er fragte sich, was ihm passiert sein musste, dass seine Brille so beschädigt war. Nicht mal drei Prozent aller WeWorld-Mitglieder mussten im Verlauf ihres Lebens die Brille wegen einer Beschädigung reparieren oder austauschen lassen. Sie überstand sogar Stürze vom WeTower und hielt das Gewicht eines schweren Fahrzeugs aus, ebenso extreme Hitze und Kälte. Dennoch hatte es dieser Kerl hier irgendwie geschafft, sie zu beschädigen. Oder Typen, die es nicht gut mit ihm meinten.
     „Ist doch alles egal!“, winkte der Mann ab, „am Ende sucht ihr euch die Schuldigen, die euch passen!“
     „Taschendiebe wie du suchen sich ihre Opfer aus. Das heißt nicht, dass das alle so machen.“
     „Wir sind alle Taschendiebe, mach dir da nichts vor“, murmelte der Kerl und schlurfte schließlich zu mehreren Leuten, die sich aus Kisten und einem halben Billardtisch eine Sitzgelegenheit gebaut hatten. Wo der andere Teil des Billardtisches abgeblieben war, wusste Thonx nicht, aber die tiefen Risse im Holz verrieten, dass er wohl durch Axthiebe geteilt wurde. Zwei Miniatur-Freiheitsstatuen hatten die fehlenden Beine ersetzt, wobei das Gesicht der einen zertrümmert und das der anderen mit blauer Farbe verschmiert war.
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