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WeWorld - Der Mondclub
Verfasser: Daniel Sand (2)
Verlag: Thariel (2)
VÖ: 27. Dezember 2022
Genre: Thriller (8222)
Seiten: 668
Themen: Brille (11), Geld (415), Manipulation (236)
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In der WeWorld entscheidet der Kontostand darüber, wie viel man von der Welt sehen kann. Wer dort lebt, trägt eine nicht abnehmbare Brille, die in niedrigen Tarifgruppen auch vor den Mond einen Zensurbalken legt. Als mehrere Kunden ihre Brillen manipulieren, um einmal den Mond zu sehen, kommen sie unerwartet hinter ein gefährliches Geheimnis der WeWorld. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als sich mit einem Gegner anzulegen, der ihren Blick auf die Welt manipulieren kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Sand für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Daniel Sand gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Tut uns leid, wir passen besser auf!“, versprach Laura und setzte direkt nach „aus welchem Jahrhundert ist der Ritter denn?“ Damit wendete sie einen Trick an, der bei Erwachsenen immer funktionierte. Sie prahlten immer gerne mit ihrem Wissen, dieser hier bildete da keine Ausnahme.
     „Ritter gab es vom frühen fünften Jahrhundert bis ins später 20. Jahrhundert. 1500 Jahre lang. Es ist aber schwer zu sagen, aus welcher Epoche dieser hier konkret ist. Ich würde schätzen, aus den Goldenen Zwanzigern im 20. Jahrhundert.“
     „Schon beeindruckend!“
     „Habt ihr Interesse an ihm?“
     „Wie teuer wäre er?“, fragte Ben.
     „50 C-Dollar.“
     „Das ist zu viel. Wie wäre es mit 30 C-Dollar?“
     „50 ist schon wenig und bei 30 zahle ich drauf. 40 C-Dollar.“
     „35.“
     „38. Weniger geht nicht und Gewinn mache ich bei dem Preis auch nicht mehr.“
     Dabei schaute er die drei Jugendlichen an, als ob sie ihm etwas angetan hätten.
     „Okay, wir überlegen es uns“, meinte Ben zum Ladenbesitzer, der sich nickend zurückzog.
     Sie gingen weiter und schwiegen einige Schritte lang, bevor Deniz murmelte: „Was soll das? Wir brauchen keinen Ritter.“
     „Natürlich brauchen wir keinen. Es hat mich nur interessiert, wie teuer er ist.“
     „Und ich glaube auch nicht, dass es im 20. Jahrhundert noch Rit-“
     „Nein, gab es nicht.“
     „Aber warum sagt er das dann?“
     „Weil er nicht schweigen konnte“, meinte Ben gleichgültig.

„Schaut mal!“ Laura hatte auf einem der zahllosen Wühltische etwas gefunden. Es sah aus wie ein dickes Brett, in das zwei Rädchen eingebaut waren.
     „Ich weiß, was das ist. Das nennt man Videokassette!“, erklärte Deniz, „meine Schwester hatte mal so eine vom Trödelmarkt!“
     „Aber das Beste hast du noch gar nicht gemerkt!“ Sie deutete auf die Beschriftung: Mondlandung 21. Juli 1969 (Mitschnitt)
     „So was fehlt uns noch!“, freute sich Ben, „das kaufen wir!“
     Als sie kurz darauf an der Kasse standen und die Videokassette auf den Tresen legte, schien der Alte den Ritter schon wieder vergessen zu haben. Jedenfalls fragte er nicht mehr, ob sie ihn nun haben wollen. Stattdessen meinte er mit Blick auf die Videokassette: „Die schenke ich euch, wegen des Schrecks mit der Rüstung! Ihr könnt sie haben, nehmt sie.“
     „Wirklich?“, fragte Ben überrascht nach.
     „Ja, gerne. Nehmt sie mit!“
     „Oh“ Verdutzt schaute Ben die Videokassette an, als ob er irgendetwas übersehen hatte. Dann griff er sie schnell, bevor der Verkäufer es sich noch anders überlegt. Zufrieden machten sie sich auf den Weg zum Ausgang, als der Alte ihnen nachrief.
     „Ich nehme an, ihr habt einen Videorekorder?“
     „Einen was?“ Ben wusste nicht, was er meinte.
     „So eine Kassette kann nur im Videorekorder abgespielt werden.“
     „Haben wir nicht.“
     „Die gibt es nicht mehr im regulären Handel, längst ausgemustert“, kam es mit bedauerndem Unterton, bevor er ergänzte, „höchstens gut sortierte Antiquariate könnten sie noch haben.“
     „Oh“, Ben dachte kurz nach, „haben Sie einen?“
     „Ich seh mal nach.“

In einer der dunklen Ecken des Ladens wurden Gegenstände scheppernd umhergeschoben, wobei der Alte beständig über den vielen Staub fluchte. Schließlich tauchte er aber wieder auf und hielt einen Kasten in den Händen, den er auf den Tresen stellte.
     „Da habt ihr Glück gehabt, das ist der Letzte.“
     „Toll!“, freute sich Ben, „wie viel?“
     „20 C-Dollar.“
     „So viel?“
     „Ihr habt dafür ja schon die Kassette kostenlos bekommen, die hätte eigentlich 5 C-Dollar gekostet. Ihr habt also schon gespart.“
     „15 C-Dollar?“
     „18 C-Dollar und keinen weniger.“
     „Na gut.“
     Ben legte das Geld auf den Tresen.
     „Na dann, viel Spaß euch!“

Wieder hatten sie den Laden fast verlassen, als sie die Stimme des Alten erneut hörten.
     „Ihr habt einen Fernseher, nehme ich an? Also einen von ganz früher, an den man den Rekorder anschließen kann? Mit der modernen Technik kommt man bei diesem alten Zeug nicht weit.“ Ben spürte, wie er wütend wurde. Doch er unterdrückte den Zorn und fragte direkt: „Haben Sie einen?“, und schon wuchtete der Verkäufer einen auf den Tresen.
     „Das ist ein Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher, das waren die zuverlässigsten im 15. Jahrhundert. Kolumbus hatte einen dabei, als er Amerika entdeckte.“
     „Er sieht mehr aus wie ein Stein“, kommentierte Deniz.
     „Oder wie etwas, wo man sich draufsetzt“, fiel Laura ein.
     „Wie viel?“, kam es von Ben.
     „120 C-Dollar.“
     „Das ist absurd.“
     „Qualität hat ihren Preis und ihr wollt die Kassette doch sicherlich auf einem guten Fernseher sehen, nehme ich an?“, warf der Alte ein, dessen Augen so ausdruckslos wirkten, als ginge ihn das hier alles nichts an.
     „Wir müssen überhaupt erst mal einen Fernseher haben, Qualität egal“, merkte Deniz an und begriff zu spät, dass der Alte genau dieses Eingeständnis provozieren wollte.
     „80 C-Dollar“, schlug Ben vor, aber er klang nicht optimistisch.
     „Auch wenn ich euch mag, kann niemand von mir verlangen, mich zu ruinieren. Ich bin euch schon in allem anderen entgegengekommen. Das hier ist immerhin der originale Fernseher, den Kolumbus auf seiner Kajüte stehen hatte.“
     „Ach, jetzt ist es schon der persönliche Fernseher von Kolumbus, das ging schnell“, warf Deniz ein.
     „Wie viel wollen Sie?“, überging Ben den Streitpunkt, was nun in der Kajüte von Kolumbus stand oder auch nicht.
     „90 C-Dollar, weniger geht nicht und schon das macht mich arm.“
     „90 C-Dollar?“ Ben ärgerte sich, das war viel zu viel Geld. Aber ohne Fernseher konnten sie mit der Kassette und dem Rekorder nichts anfangen. Während er noch überlegte, was sie tun sollten, flüsterte ihm Laura etwas ins Ohr.
     „Gute Idee“, gab er ebenso leise zurück und wendete sich wieder an den Verkäufer.
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